Landesmedienanstalten, HuffPo, Shows

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Verwalten statt Gestalten: Landesmedienanstalten“
(ndr.de, Video, 6:41 Minuten)
Die jährlich mit rund 2 Prozent der Rundfunkgebühr (um die 100 Millionen Euro) finanzierten Landesmedienanstalten bleiben bürokratisch und ineffizient: „Das System erhält sich selbst. Mit 14 Anstalten. Und jeder Menge Kleinstaaterei in der Medienaufsicht.“

2. „Der große Text der unglaublichen Shows“
(berliner-zeitung.de, Peer Schader)
Peer Schader liefert einen „Überblick der öffentlich-rechtlichen Showunterhaltung im Jahr 2013“: „Es kann nicht mehr lange dauern, bis sich aus dieser Masse eine öffentlich-rechtliche Supershow herausformt, die sämtliche Spielregeln und Titelbestandteile der übrigen Sendungen ansaugt und zu einem endlosen Unterhaltungsabend formt, ‚Die unglaublich große Duell-der-Superhirn-Helden-Show‘.“

3. „‚Geradezu obsessive Schadenfreude'“
(zeit.de, Martina Powell)
Theologin Petra Bahr bemerkt in der aktuellen Berichterstattung über Franz-Peter Tebartz-van Elst eine „geradezu obsessive Begeisterung und Schadenfreude in Blogs und Kommentaren – nicht nur im Boulevard, sondern auch in den gehobeneren Medien. Bilder von seinem gehetzten Gesicht schaffen es auf die Titelseiten. Im Grunde inszeniert sich die mediale Öffentlichkeit als jüngstes Gericht.“

4. „Steinigt mich, ich schreibe für die Huffington Post!“
(huffingtonpost.de, Karsten Lohmeyer)
„Darf, kann, soll oder muss man sogar für die Huffington Post Deutschland schreiben?“, fragt Karsten Lohmeyer in der „Huffington Post Deutschland“: „Viele sagten kategorisch nein. Denn selbst wenn man ausgebildeter Journalist ist und mit seiner journalistischen Arbeit seinen Lebensunterhalt bestreiten muss, zahlt die Huffington Post nichts. Nada. Keinen Lousy Penny. Und das obwohl hinter der Huffington Post Deutschland kein kleines Hinterhof-Start-up ohne Geld, sondern die gut verdienende Tomorrow Focus AG und damit auch der große, vermögende Burda Verlag steht.“

5. „Jetzt doch: Kostenlos-Kultur im Netz – die deutsche Huffington Post“
(pantelouris.de)
„HuffPo, mach es dir doch einfach selbst“, schreibt Michalis Pantelouris: „Wenn die deutsche HuffPo keine Agenda hat sondern nur ein Unternehmen ist, aber die meisten Autoren nicht in Geld bezahlt werden, sondern in Werbefläche für sich oder ihre Sache, dann besteht das Medium letztlich aus nichts als aneinandergeklatschten Anzeigen.“

6. „Saudischer Geistlicher liefert bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse, warum Frauen nicht Autofahren sollten“
(de.globalvoicesonline.org, Rayna St.)