Der Postillon, CNN, Offshore Leaks

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Viele Pennies mit Satire: ‚Der Postillon‘ über Geld, Vermarktung und sein Büro im Kinderzimmer“
(lousypennies.de, Karsten Lohmeyer)
Ein Interview mit Stefan Sichermann vom „Postillon“: „Ich kann schwer nachvollziehen, dass sich Journalisten bis heute nicht ums Geld kümmern. Ich sage jetzt nicht, dass man im Internet gefällig und nur für die Anzeigenkunden schreiben muss, aber man sollte sich damit beschäftigen, wie das journalistische Arbeiten und das Geldverdienen zusammenhängen.“

2. „FAZ: ‚Integrationsunwillige‘ mitschuldig am NSU-Terror“
(publikative.org, Patrick Gensing)
Patrick Gensing kritisiert einen Kommentar von Jasper von Altenbockum in der FAZ: „Von Altenbockum dichtet den rassistischen Terror zum Kampf gegen Islamisten um, um diesen für die eigene Ideologie einsatzfähig zu machen.“

3. „#offshoreleaks: Der seltsame Scoop“
(carta.info, Wolfgang Michal)
Nachdem die „Süddeutsche Zeitung“ am 5. April versichert, dass Daten aus den Offshore-Leaks keinesfalls an die Regierung weitergegeben werden, erfährt sie jetzt, „dass die Quelle die Daten 2009 den dortigen [amerikanischen, australischen und britischen] Behörden angeboten und 2010 auch übergeben hat“. „Auch die deutschen Behörden werden Zugriff auf diese Unterlagen bekommen, heißt es aus dem Finanzministerium.“ Siehe dazu auch „Die lange Reise der 260 Gigabyte“ (sonntagszeitung.ch, Daniel Glaus).

4. „Politiker sind keine Maschinen – Wie es ist, von sich in der Presse zu lesen“
(dagmar-woehrl.de)
Politikerin Dagmar Wöhrl notiert, wie es ihr beim Lesen von Artikeln über sich ergeht: „Ein Fragenkatalog kommt meistens nur in Verbindung mit Problemen. Nach fast 20 Jahren im Bundestag habe ich mir abgewöhnt, Pressemitteilungen an überregionale Blätter und Medien zu schicken. Vier Jahre lang habe ich versucht Interviews zur Entwicklungspolitik zu führen. Für mich ein hoch spannendes und zukunftsrelevantes Thema. Dies interessiert aber niemanden.“

5. „Gobierno pide a ‚Bild‘ rectificación por publicación contra Bogotá“
(eltiempo.com, Patricia Salazar, spanisch)
Aus Kolumbien erhält „Bild“ eine Bitte um Richtigstellung der Behauptung, Bogotá sei „die kriminellste Stadt der Welt“.

6. „Nancy Grace and Ashleigh Banfield Hold Split-Screen Interview in Same Parking Lot“
(theatlanticwire.com, Dashiell Bennett und Philip Bump, englisch)
Zwei CNN-Reporterinnen berichten per Split-Screen live von einem Parkplatz in Phoenix. Siehe dazu auch „The Standlot“ (thedailyshow.com, Video, 4:56 Minuten).