Ulrich Wilhelm, Sun, RTL

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Kollektiver Kinderwahnsinn: Herzogin Kate im Verhör der internationalen Presse“
(stefan-niggemeier.de)
Hat Catherine, Herzogin von Cambridge, versehentlich das Geschlecht ihres Babys verraten, sich „verplappert“? Nein.

2. „Four public officials admit selling information to Sun“
(guardian.co.uk, Lisa O’Carroll and Josh Halliday, englisch)
Vier Personen in Staatsdiensten („Two former police officers, an ex-prison officer and another public official“) geben zu, Informationen an die „Sun“ verkauft zu haben.

3. „Subtile Fälschungen“
(begleitschreiben.net, Gregor Keuschnig)
Welchen Wert haben Zeitungsgespräche, „die bis zur Unkenntlichkeit bearbeitet sind, von deren Bearbeitung ich jedoch nie etwas erfahre“, fragt Gregor Keuschnig. Weiter behandelt er Informationen, die unter dem „Deckmantel der Verschwiegenheit“ verabreicht und dem Leser „in kleinen Dosen“ weitergegeben werden. „Der Leser kann sich nun auf die Suche nach einer Botschaft zwischen den Zeilen machen; einem Verfahren, dass nicht unähnlich dem in Diktaturen ist, in dem es oft genug darum geht, Texte mit versteckten Hinweisen durch die Zensur zu schmuggeln. Fast nebenbei werden Journalisten zu Günstlingen, die in Besitz eines exklusiven Herrschaftswissens kommen. Dieser informell gewährte Vorteil kann jedoch jederzeit aufgehoben bzw. variiert und an andere Personen vergeben werden.“

4. „Wir sollten jetzt aus den Gräben herauskommen“
(faz.net, Michael Hanfeld)
Ein Interview mit Ulrich Wilhelm, Intendant des Bayerischen Rundfunks: „Die Öffentlich-Rechtlichen sind in der privilegierten Situation, nicht auf Quoten schielen zu müssen. Die Quote darf ohnehin nie zum Selbstzweck werden, sie ist lediglich eine dienende Größe, die in Anbetracht der Mediennutzung des Internets an Aussagekraft verliert.“

5. „Gesundheitsminister Bahr kritisiert neue RTL-Doku“
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Daniel Bahr, Bundesminister für Gesundheit, kritisiert die RTL-Sendung „Das Jenke-Experiment“ als „vollkommen unangemessen“. Siehe dazu auch „RTL stoppt Kreißsaal-TV endgültig“ (tagesspiegel.de, Kerstin Hense).

6. „Schon ist einem wieder klar, warum es Journalismus geben muss“
(blogs.taz.de/reptilienfonds, Jakob Hein)