Uwe Barschel, Apokalypse, Followerkauf

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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Schluss mit der Selbstzensur“
(ftd.de, Klaus Max Smolka)
Die Autorisierung von Interviews führe zu vier Opfern, schreibt Klaus Max Smolka: der Sprache („nachgearbeitetes PR-Gewäsch“), dem Respekt vor dem Interviewpartner („ein DAX-Vorstandsschef mit 4 Mio. Euro Jahresgehalt, der nach einem Interview nicht mehr zu seinen Aussagen steht?“), dem Ansehen der Presse („mancher PR-Berater gibt zu verstehen, dass er die Zitatenorgie selbst verachtet“) und der Kontrollfunktion der Medien.

2. „Mordfall im Jobcenter Neuss: BA stellt knapp 40 Strafanzeigen“
(arbeitsagentur.de)
Nach dem Tod einer Jobcenter-Mitarbeiterin in Neuss durch einen Messerangriff stellt die Bundesagentur für Arbeit Strafanzeigen „gegen die Verfasser von hetzerischen Online-Kommentaren“.

3. „Barschels ungeklärter Tod“
(stuttgarter-zeitung.de, Rainer Pörtner)
Rainer Pörtner befragt Sebastian Knauer, der Uwe Barschel am 11. Oktober 1987 tot in einer Badewanne aufgefunden hatte: „Ich sah den leblosen Körper, aber ich wusste nicht, ob Barschel tot war. Dass ich dann fotografiert habe, kann man mir vorwerfen. Es war ein journalistischer Reflex, auch diese Situation zu dokumentieren. Vielleicht auch der Versuch, mich abzusichern. Es gab später ja auch irrwitzige Vorwürfe, ich hätte irgendetwas mit dem Tod zu tun.“

4. „Die Bewerberin, die sich ausspioniert sah“
(blog.rhein-zeitung.de, Christian Lindner)
Christian Lindner, Chefredakteur der „Rhein-Zeitung“, im E-Mail-Wechsel mit einer Bewerberin für ein Volontariat.

5. „Von 0 auf 16.000 und zurück“
(spiegel.de, Judith Horchert)
Judith Horchert kauft Follower für das Twitter-Konto @clubmolke.

6. „Die Apokalypse kommt im Advent!“
(scienceblogs.de/astrodicticum-simplex, Florian Freistetter)