Gegenrechtsschutz, Geldfragen, Irgendwas-mit-Afrika-Fotos

1. Gegenrechtsschutz
(fragdenstaat.de)
Die Initiative “FragDenStaat” hat nach dem “Prinzenfonds” (für Betroffene von Abmahnungen durch den Hohenzollernprinzen) einen weiteren Rechtshilfefonds, den “Gegenrechtsschutz”, aufgelegt: “Mit unserem neuen Rechtshilfefonds schützen wir den demokratischen Diskurs gegen Angriffe von rechts. Wir unterstützen Betroffene in juristischen Auseinandersetzungen bei Abmahnungen und Klagen. Für die Informationsfreiheit!”
Weiterer Lesetipp: “Wehren lohnt sich”: Juristische Einschüchterungsversuche der extremen Rechten (belltower.news, Jo Eckert).

2. Deckel drauf?
(deutschlandfunk.de, Michael Borgers & Antje Allroggen, Audio: 8:34 Minuten)
Wie viel sollte ein Intendant oder eine Intendantin eines öffentlich-rechtlichen Senders verdienen? Über diese Frage spricht Deutschlandfunk-Redakteurin Antje Allroggen mit dem Medienökonomen Bjørn von Rimscha. Schnell wird klar: Das Thema ist komplexer als man denkt.

3. Irgendwas-mit-Afrika-Fotos: Wie die Ethnologie ein Bild vom “Fremden” geprägt hat, das bis heute nachwirkt
(uebermedien.de, Anne Haeming)
Der Artikel von Anne Haeming bei “Übermedien” beschäftigt sich mit der Darstellung Afrikas und wie diese durch die europäische Ethnologie geprägt wurde. Ein bestimmtes Foto, das ein Holzboot aus der Vogelperspektive auf einem Gewässer zeigt, wird als Beispiel für die stereotype Darstellung des afrikanischen Kontinents herangezogen. Solche Aufnahmen seien ein Beispiel dafür, wie Bilder und Metaphern, die ihren Ursprung in der europäischen Ethnologie des 19. Jahrhunderts haben, von Europa aus reproduziert werden. Diese Sichtweise, die Afrika und andere Regionen jenseits Europas als “exotisch” und “fremd” betrachtet, habe sich bis heute im kollektiven europäischen Gedächtnis erhalten.

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4. Einstiegshürden weg und Belastung runter
(hinterdenzeilen.de, Tobias Hausdorf & Niklas Münch & Olivia Samnick, Audio: 60:59 Minuten)
Mit dem bevorstehenden Ausscheiden der Babyboomer aus dem Berufsleben und sinkenden Bewerberzahlen an den Journalistenschulen droht dem Journalismus ein Fachkräftemangel. In Zusammenarbeit mit dem Podcast “Bonjourno” diskutieren die Macher von “Hinter den Zeilen” über die unattraktiven Seiten der Medienbranche, aber auch über mögliche Lösungen.

5. Er will nicht verstummen
(taz.de, Marina Mai)
Der in Deutschland lebende Autor Bui Thanh Hieu gelte als einer der einflussreichsten vietnamesischen Schriftsteller und Blogger. Mit seiner Auseinandersetzung mit dem Thema Korruption und seinem derben Sprachwitz habe er es sich jedoch mit der autoritären vietnamesischen Regierung, die ihn mehrfach wegen “Missbrauchs demokratischer Freiheiten” inhaftierte, verscherzt. Und auch in Deutschland versuche man, ihn aus der Ferne mundtot zu machen.

6. Zahlen Sie 137 Pfund!
(faz.net, Gina Thomas)
Medienschaffende, die den Parteitag der britischen Konservativen (“Tories”) journalistisch begleiten wollen, werden von der Partei mit stolzen 137 Pfund zur Kasse gebeten (bei Nachmeldungen sogar mit 880 Pfund). Dagegen regt sich nun Widerstand, wie Gina Thomas aus London berichtet. So habe die Foreign Press Association in einem von rund dreihundert Organisationen unterzeichneten offenen Brief die Abschaffung der Gebühren gefordert.