Journalistenpreise, Reporterfabrik, Mizzie Meyers „Tatortreiniger“

1. Die Journalisten und Journalistinnen des Jahres 2018
(mediummagazin.de)
Eine rund 100-köpfige unabhängige Fachjury (PDF) hat die Journalisten und Journalistinnen des Jahres 2018 gewählt. Mit dabei: Der Dokumentarfilmer Stephan Lamby, die Politikjournalistin Melanie Amann und der „Unterhaltungsjournalist“ Markus Lanz. „Team des Jahres“ wurden die Protokollanten des NSU-Prozesses. Mehr über alle Preisträgerinnen und Preisträger sowie die Begründungen der Jury gibt es auf der Webseite oder in der aktuellen Ausgabe des „medium magazin“.

2. Per Video zum Journalismus-Versteher
(deutschlandfunk.de, Kai Rüsberg, Audio, 4:54 Minuten)
Eine Online-Journalistenschule für alle soll die vom Redaktionsbüro „Correctiv“ ins Leben gerufene „Reporterfabrik“ sein. Mehr als 100 Dozenten haben ihr Knowhow beigesteuert: Die „Fabrik“ kommt auf derzeit stolze 1.000 Video-Episoden. Der „Deutschlandfunk“ hat mit Cordt Schnibben, der das Bildungsangebot managt, und dem „Correctiv“-Chef David Schraven gesprochen.

3. «Diese kleine innere Stimme, die dir sagt, was du tun sollst»
(republik.ch, Ronan Farrow)
Ronan Farrow ist der Mann, dessen Hartnäckigkeit zur Aufdeckung des Skandals um den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein geführt hat. In seiner Dankesrede anlässlich der Verleihung des Deutschen Reporterpreises erzählt er von den enormen Schwierigkeiten und Widerständen, die er seinerzeit erlebte: „Als ich mit der Recherche begann, hat mich niemand gefeiert. Und plötzlich stand alles infrage. Meine gesamte Karriere drohte in die Brüche zu gehen. So kompromisslos ich diese Recherche angegangen war, so vollständig fiel irgendwann alles auseinander. Es gab den einen Moment, in dem ich komplett allein dastand. Ich hatte mich geweigert, die Arbeit an dieser Story einzustellen. Mein Vertrag lief aus. Sogar mein Buchverleger liess mich fallen und weigerte sich, auch nur eine einzelne Seite von einem Manuskript anzusehen, an dem ich jahrelang gearbeitet hatte.“

4. Das Jahr 2018 wirft ziemlich viele Fragen auf und die sollten wir dringend diskutieren
(buzzfeed.com, Marcus Engert, Audio, 78 Minuten)
Im „Unterm Radar“-Podcast erzählen die Reporter von „BuzzFeed News“ von ihren Recherchen, über die Arbeit in einer Redaktion und über all das, was gelingen, aber auch schiefgehen kann. Für die zehnte Ausgabe haben sie sich etwas Besonderes ausgedacht: Für einen Jahresrückblick haben sie den Medienjournalisten und „Übermedien“-Macher Stefan Niggemeier eingeladen, der „sehr frustriert“ und „mit großer Sorge“ auf das Jahr zurückblickt.

5. Abdruck ist Pflicht
(djv.de, Hendrik Zörner)
Bei der Aktion „Fotografen haben Namen 2018“ hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) ausgewertet, welche Zeitungen besonders korrekt und sorgfältig bei der Namensnennung von Fotojournalistinnen und -journalisten verfahren. Das Feld wird angeführt von „Nordkurier“, „Oldenburgischer Volkszeitung“ und der „Freien Presse Chemnitz“. Der DJV-Vorsitzende: „Wir laden alle Redaktionen dazu ein, sich an den als sehr gut bezeichneten Zeitungen zu orientieren.“

6. Diese Frau macht Schluss mit dem „Tatortreiniger“
(welt.de, Elmar Krekeler)
Viele Fans trauern derzeit um ihre geliebte TV-Serie „Tatortreiniger“, die nach zwei Grimmepreisen, sechs Staffeln und sieben Jahren endet. Elmar Krekeler rückt eine Person in den Vordergrund, die hinter dem Erfolg steht: Die Autorin Ingrid Lausund („Mizzie Meyer“), die alle 31 Folgen geschrieben hat.
Weiterer Lesehinweis: Bei „DWDL“ kommt „Tatortreiniger“ Bjarne Mädel zu Wort: „Es fühlt sich an, als sei jemand gestorben“.
TV-Tipp: Heute Abend sendet der NDR die beiden letzten Folgen (22:00 Uhr: „Der Kopf“, 22:30 Uhr: „Einunddreißig“). Die 22-Uhr-Folge ist schon jetzt in der Mediathek verfügbar, die 22:30-Uhr-Folge wandert morgen in die Mediathek.