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KW 18/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Fynn Kliemann: SCHEISSE bauen (DIY)
(youtube.com, ZDF Magazin Royal, Video: 27:54 Minuten)
Allroundtalent und Youtuber Fynn Kliemann ist irre vielseitig: Heimwerken, Immobilien sanieren, Malen, Musik machen, NFTs herausgeben – und am Anfang der Pandemie hat er sogar Corona-Masken organisiert. Zur letzteren Kliemann-Unternehmung liegen dem “ZDF Magazin Royale” brisante Dokumente und Informationen vor, die einige Fragen aufwerfen. In Reaktion darauf hat Kliemann auf Instagram eine Stellungnahme verlesen und dem “Spiegel” ein Interview gegeben (nur mit Abo lesbar): “Natürlich denkt man: Ey, wir verdienen hier Geld!” (spiegel.de, Jonas Leppin & Anton Rainer).
Weiterer Gucktipp: Der Rechtsanwalt Christian Solmecke unternimmt auf Youtube eine erste juristische Einordnung: Böhmermann vs. Fynn Kliemann (youtube.com, Video: 30:33 Minuten).

2. Wer ist Sandra? – Sandra Maischberger im Hotel Matze
(mitvergnuegen.com, Matze Hielscher, Audio: 2:35:07 Stunden)
In der aktuellen Ausgabe von “Hotel Matze” begrüßt Matze Hielscher die Journalistin, Fernsehmoderatorin, Produzentin und Autorin Sandra Maischberger: “Warum hatte sie es so eilig mit ihrer Fernsehkarriere und dem Erwachsenwerden? Welche Werte sind ihr wichtig? Ist sie Feministin? Ist sie Pazifistin? Ist sie konservativ? Warum teilt sie ihre Meinung nicht in der Öffentlichkeit? Warum macht sie das, was sie macht?”

3. Viele fühlen sich überrannt
(deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 34:00 Minuten)
Wie und wieviel sollten wir gendern? Darüber diskutieren ein Deutschlandfunk-Hörer, die Trainerin für geschlechtersensible Sprache Katja Vossenberg, Michael Neugebauer von der electronic media school Berlin und Stephan Beuting aus der Deutschlandfunk-Medienredaktion.

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4. Anika Heine: Kinderstark-Magazin
(wiesoweshalbwarum.podigee.io, Thomas Hartmann, Audio: 56:51 Minuten)
Thomas Hartmann ist Kulturwissenschaftler, Medienpädagoge und Musiker und als wissenschaftlich-pädagogischer Mitarbeiter am Deutschen Kinder- und Jugendfilmzentrum beschäftigt. In der aktuellen Ausgabe seines Podcasts über Kindermedien spricht er mit Anika Heine über Deutschlands erste und einzige diversitätssensible Zeitschrift für Kinder: das “Kinderstark”-Magazin.

5. Wie steht’s um kulturelle Vielfalt in den Redaktionen?
(sueddeutsche.de, Nadia Zaboura & Nils Minkmar, Audio: 26:50 Minuten)
Nadia Zaboura und Nils Minkmar sprechen über kulturelle Vielfalt in Redaktionen und haben sich dazu Ferda Ataman, Journalistin und Vorsitzende der “Neuen deutschen Medienmacher*innen”, eingeladen.

6. Die Macht der Information
(zdf.de, Video: sechsteilige Serie zu je etwa 44 Minuten)
In der ZDF-Dokureihe “Lüge und Wahrheit” geht es um die Macht der Information: “Geht es um Macht, Geld oder Krieg stirbt die Wahrheit oft zuerst. Die Doku-Reihe erzählt, wie mit Lügen Geschichte gemacht wurde und welche Rolle die Medien bei Propaganda und Wahrheit gespielt haben.”

Österreichs Absturz, Qualitätssiegel, “GNTM” erfolgreicher denn je

1. Österreichs freie Presse in Gefahr
(taz.de, Ralf Leonhard)
In der neuen Pressefreiheits-Rangliste von “Reporter ohne Grenzen” stürzt Österreich von Platz 17 auf Platz 31 ab. Innerhalb der EU stünden nur Slowenien (54), Italien (58) und Ungarn (85) noch schlechter da. Ralf Leonhard fasst die Gründe für die unheilvolle Entwicklung in Österreich zusammen.

2. Die Wahrheit über das sensationelle “exklusive Foto” vom abgefangenen “Russen-Flieger”
(uebermedien.de, Frederik von Castell)
“Deutsche Eurofighter – bewaffnet mit Luft-Luft-Raketen – drängen einen Russen-Flieger ab. BILD liegt jetzt exklusiv ein Foto dieser Abfang-Aktion vor – aufgenommen aus einem der Eurofighter” krakeelte “Bild” im Netz und präsentierte stolz das dazugehörige Bild. Frederik von Castell ist der vermeintlichen Sensation für “Übermedien” nachgegangen.

3. “Unabhängige Berichterstattung steht nicht im Dienste einer Kriegspartei”
(fr.de, Katja Thorwarth)
“Machen die deutschen Medien derzeit bezüglich des Ukraine-Kriegs einen guten Job?” In der “Frankfurter Rundschau” spricht Katja Thorwarth mit dpa-Nachrichtenchef Froben Homburger über neutrale Kriegsberichterstattung, Framing und Propaganda in den Medien.

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4. “GNTM” ist erfolgreicher denn je – dank einer überlegten Strategie
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Heidi Klums Castingshow “Germany’s Next Topmodel” erfreut sich auch in der 17. Staffel großer Beliebtheit. Das liege auch daran, dass in der Unterhaltungsshow zusätzlich zur eh schon bestehenden Diversität Frauen um die 20 mit Frauen über 60 um den Titel konkurrieren, kommentiert Joachim Huber: “Die Werbebuchungen schauen sich gigantisch an, zuweilen ist es schwer, die Show zwischen den Spots zu finden. Bei ‘GNTM’ funktionieren die Aufmerksamkeits- wie die Eitelkeitsökonomie gleichermaßen. In der Perspektive professionellen, kommerziellen Fernsehens geht es kaum besser.”

5. Bundestagsabgeordnete fordern fraktionsübergreifend Assanges Freilassung
(spiegel.de)
Eine Gruppe von 37 Bundestagsabgeordneten von FDP, SPD, Grünen und der Linken fordert, die Auslieferung des WikiLeaks-Gründers Julian Assange von Großbritannien an die USA zu stoppen und hat sich mit einem offenen Brief an 24 Mitglieder des britischen Parlaments gewandt.

6. Ob Dr. Who oder Dr. Dre – Hauptsache Arzt!
(youtube.com, Walulis Story – SWR3, Video: 9:04 Minuten)
In der “Walulis Story” geht es aktuell um die angeblichen Qualitätssiegel für “Top-Mediziner” und andere Institutionen, die vom “Focus” vergeben werden – wobei man besser sagen müsste: verkauft werden.

KW 17/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Joyce Ilg, Kawusi & Mockrigde – Was muss Satire?
(zdf.de, Sarah Bosetti, Video: 9:14 Minuten)
Die Komiker Joyce Ilg und Faisal Kawusi haben auf Instagram Witze über K.o.-Tropfen gemacht, und Sarah Bosetti erklärt, warum das nicht lustig ist: “Wenn die beiden öffentlich Vergewaltigungs- oder Morddrohungs-Witze machen, dann vermitteln sie dadurch sehr vielen Menschen, dass das OK ist, und sehr vielen Betroffenen sexualisierter Gewalt vermitteln sie, dass ihr Leid lustig ist. Darunter sind sehr viele junge Menschen, darunter sind traumatisierte Menschen. Und drum herum ist eine Gesellschaft, die noch immer viel zu dicke ist mit ihrer guten Freundin Rape Culture.”

2. Influencer – Warum wir uns von ihnen beeinflussen lassen
(planet-wissen.de, Andrea Grießmann, Video: 58:14 Minuten)
“Planet Wissen” beschäftigt sich in der aktuellen Ausgabe mit Influencerinnen und Influencern: Wie beeinflussen sie unser Leben? Und was bedeutet es für sie selbst, permanent “auf Sendung” sein zu müssen? Dabei kommt auch das fragwürdige Geschäftsmodell mit “Kinder-Influencern” zur Sprache.

3. Verlieren wir den Kampf gegen Hate Speech?
(youtube.com, Walulis Story, Video: 10:42 Minuten)
Seit Jahren gibt es die verschiedensten Bemühungen gegen Hate Speech, auch von Seiten des Gesetzgebers. Doch hat sich die Lage verbessert? Das Walulis-Team wirft einen kritisch-satirischen Blick auf die Entwicklung bei den Sozialen Medien.

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4. Rechtspopulismus & die Verantwortung der Medien – im Gespräch
(grimme-lab.de)
Georg Restle hat sich in getrennten, je etwa fünfzehnminütigen Gesprächen mit drei Abgeordneten des nordrhein-westfälischen Landtags über “Rechtspopulismus und die Verantwortung der Medien” unterhalten: mit Stefan Engstfeld, Sprecher für Rechtspolitik der Grünen Landtagsfraktion, mit Andrea Stullich, medienpolitische Sprecherin der CDU, und mit Alexander Vogt, medienpolitischer Sprecher der SPD. Ein viertes Interview führte Restle mit Martin Rabanus, dem Vorsitzenden des Deutschen Volkshochschul-Verbands.

5. turi2clubraum: Isabell Beer
(youtube.com, turi2tv, Annkathrin Weis & Markus Trantow, Audio: 42:34 Minuten)
Markus Trantow und Annkathrin Weis haben sich die Investigativjournalistin Isabell Beer in den Podcast eingeladen: “Ähnlich wie ihr Vorbild Günter Wallraff recherchiert sie undercover, aber nicht in Fabrikhallen, sondern im Netz”. Unter falschem Profil begegne Beer bei ihren Recherchen unter anderem Voyeuristen und bekennenden Vergewaltigern – “und ist auch schon bedroht worden.”

6. Konzertveranstalter wollte Naidoo-Comeback
(zdf.de, Nina Behlendorf & Salwa Houmsi & Milan Panek & Nicolas Wildschutz, Video: 31:29 Minuten)
Der Sänger Xavier Naidoo hat vor wenigen Tagen ein dreiminütiges Entschuldigungsvideo veröffentlicht, in dem er sich von seinem eigenen Verhalten distanziert: “Ich habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage. Ich war von Verschwörungserzählungen geblendet und habe sie nicht genug hinterfragt.” Wie glaubhaft ist seine Stellungnahme, und meint er es wirklich ernst? Nach Betrachten der “ZDFzoom”-Reportage kann man daran durchaus Zweifel haben.

Vergessene News, Europas Augen und Ohren, Flugzeugabsturz für Klicks?

1. Wir sind Europas Augen und Ohren
(taz.de, Katerina Sergatskova)
Die ukrainische Journalistin Katerina Sergatskova macht darauf aufmerksam, wie unterschiedlich die Arbeitsbedingungen für einheimische und ausländische Medienschaffende in der Ukraine seien. Nach der Invasion Russlands hätten sich lokale Journalistinnen und Journalisten in einer noch prekäreren Lage als sowieso schon befunden: “Schutzwesten und Helme besaßen die wenigsten, es fehlte an Erfahrung mit Sicherheitstrainings oder an grundlegenden Dingen wie einer Krankenversicherung. Mehr als 70 Medienhäuser mussten bereits aufgrund der militärischen Aus­einandersetzungen mit Russland oder aus wirtschaftlichen Gründen schließen.” Sergatskova wünscht sich mehr Sichtbarkeit für die ukrainische Perspektive, was konkret bedeute, mehr ukrainischen Berichterstattern und Berichterstatterinnen zuzuhören.

2. Samstags frei
(sueddeutsche.de, Lisa Oppermann)
Die Corona-Pandemie hat die gesamte Medienbranche getroffen, besonders schwer erwischt habe es jedoch die freiberuflichen Sport- und Kulturreporter, schreibt Lisa Oppermann. Sie hat sich bei Betroffenen umgehört, die sich mehr schlecht als recht durch die schweren Zeiten schlagen und teilweise auf Nebenjobs angewiesen sind.

3. Blick auf die Top Ten der vergessenen News
(verdi.de)
Alljährlich veröffentlicht die Initiative Nachrichtenaufklärung die “Top Ten der Vergessenen Nachrichten”. Dabei handele es sich um “Sachverhalte, die für die deutsche Öffentlichkeit relevant sind, über die aber bislang in Presse, Funk, Fernsehen und Internet kaum Debatten geführt werden”. Der Blick auf die aktuelle Themenliste lohnt – auch für alle außerhalb der Medienbranche.

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4. “Ich kann den sogenannten Juden nichts mehr glauben”
(tagesspiegel.de, Sebastian Leber)
Xavier Naidoo bittet um Entschuldigung. Aber wofür eigentlich? Und ist er jetzt rehabilitiert? Sebastian Leber ordnet Naidoos Entschuldigungsvideo ein und setzt es in Zusammenhang mit dessen zahlreichen Tabubrüchen und sonstigen Abscheulichkeiten.

5. Newsletter Netzwerk Recherche, Nr. 208, 22.04.2022
(netzwerkrecherche.org, Frederik Richter & Albrecht Ude)
Wie immer eine Empfehlung wert, nicht nur für Journalistinnen und Journalisten aus dem Investigativbereich: der Newsletter des Netzwerk Recherche (nr). Die neueste Ausgabe liefert einen aktuellen Überblick über Nachrichten, Veranstaltungen, Seminare, Stipendien und Preise. Außerdem gibt es Informationen zur alljährlichen nr-Jahreskonferenz, die am 30. September und 1. Oktober dieses Jahres in Hamburg stattfindet. Im Pressespiegel gibt es zudem wertvolle Lesetipps zu ausgesuchten Themen.

6. US-Behörde wirft YouTuber absichtlichen Flugzeugabsturz vor
(spiegel.de)
Im Januar wiesen wir in den “6 vor 9” bereits auf einen bemerkenswerten Fall hin: Seinerzeit deutete vieles darauf hin, dass ein Youtuber aus den USA Ende November 2021 absichtlich einen Flugzeugabsturz herbeigeführt hatte, den er für ein spektakuläres Video wie einen Unfall aussehen lassen wollte (US-Behörden ermitteln nach Flugzeugabsturz von YouTuber, spiegel.de, Jörg Breithut). Nun hat die US-amerikanische Luftfahrtbehörde dem Youtuber offenbar mit sofortiger Wirkung seine Privatpilotenlizenz entzogen.

Whistleblower, Papiersorgen, Digitaler Stimmenfang in Frankreich

1. Schutz noch unzureichend
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband ist unzufrieden mit den geplanten Regeln zum Whistleblowerschutz und spricht von einer “Medienverhinderungsvorschrift”. Der Gesetzgeber müsse nachbessern und den Spielraum, den die EU-Richtlinie lasse, in vollem Umfang zum Schutz von Whistleblowerinnen und Whistleblowern ausnutzen.
Weitere Informationen zu der aktuellen Diskussion gibt es bei netzpolitik.org und beim “Whistleblower-Netzwerk”.

2. “Existenzielle Gefahr für viele Zeitschriftentitel”
(medienpolitik.net, Helmut Hartung)
Die Zeitschriftenverleger in Deutschland haben sowieso schon mit dem digitalen Wandel zu kämpfen und jetzt kommen noch steigende Papier- und Energiekosten hinzu. Der Geschäftsführer des Medienverbands der freien Presse sorgt sich um seine Branche: “Im Zuge der aktuellen Papierpreisexplosion – wir sprechen von bis zu 150 Prozent – besteht das Risiko noch kurzfristigerer Einschnitte in die Zeitschriftenvielfalt.”

3. 20 Uhr-tagesschau mit Untertiteln auf Ukrainisch und Russisch
(blog.tagesschau.de, Juliane Leopold)
Seit gestern gibt es die 20-Uhr-Ausgabe der “Tagesschau” mit ukrainischen und russischen Untertiteln auf tagesschau.de, in der ARD-Mediathek sowie bei Youtube. Eine Übersicht der Angebote der ARD auf Ukrainisch und Russisch gibt es hier.

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4. Wie europäische Medien über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben
(de.ejo-online.eu)
Das “EJO”-Netzwerk hat untersucht, wie Medien in Deutschland, Großbritannien, Lettland, Polen, Tschechien und der Schweiz über die Olympischen Winterspiele 2022 berichtet haben. Im Fazit der Analyse werden die wichtigsten Erkenntnisse zu Inhalt und Struktur der Berichterstattung samt Stärken und Schwächen zusammengefasst.

5. Erdbeermilch und Astroturfing: Der digitale Stimmenfang in Frankreich
(uebermedien.de, Léonardo Kahn)
Am Wochenende steht in Frankreich die Präsidentschaftswahl an. Léonardo Kahn hat sich angeschaut, wie die Parteien und deren Spitzenvertreter in den Sozialen Medien agieren, welche Kommunikationsstrategie sie verfolgen und mit welchen Tricks sie arbeiten.

6. Trumps soziales Netzwerk hat Probleme
(faz.net, Fridtjof Küchenmann)
Als Twitter den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump von der Plattform verwies, war dies ein schwerer Schlag für Trump. Immerhin hatte er mehr als 80 Millionen Follower, die er täglich mit seinen Botschaften versorgte. Nach seinem Ausschluss kündigte Trump die Entwicklung eines eigenen Netzwerks an. “Truth Social” ist mittlerweile in Betrieb, hat nach einem holprigen Start jedoch weiterhin Probleme.

Maks Levin, Podcast-Einheitsbrei, Junger Investigativjournalismus

1. Bekannter ukrainischer Fotograf und Dokumentarfilmer getötet
(spiegel.de)
Der seit dem 13. März vermisste ukrainische Fotograf Maks Levin wurde nun in einem Dorf nördlich von Kiew tot aufgefunden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen schreibt bei Twitter über die “traurige Gewissheit”: “Er ist der sechste Journalist, der im Krieg in der Ukraine getötet wurde. Levin war unbewaffnet und trug eine Jacke mit der Aufschrift Presse.”

2. Wie sieht junger Investigativjournalismus aus?
(journalist.de, Annkathrin Weis)
Der “journalist” ist für seine ausführlichen Interviews mit Tiefgang bekannt. Aktuell bietet er ein lesenswertes Gespräch mit Isabell Beer, Investigativjournalistin, die sich in ihren Geschichten unter anderem mit Extremismus, Frauenhass, Missbrauch und Drogensucht auseinandersetzt. Beers Ansicht nach sei die jüngere Generation von Journalistinnen und Journalisten ganz anderen Gefahren ausgesetzt als die Generation davor: “Um unsere Arbeit zu promoten, sind viele von uns auf Twitter unterwegs und geben dort ihre Meinung ab, was ja auch durchaus sinnvoll ist. Aber wo man auch aneckt und es dazu führen kann, dass einem Leute nichts Gutes wollen. Früher gab es die Leserbriefe, bei denen man das Porto bezahlen musste. Aber einen Hasskommentar zu schreiben, ist kostenlos und wird noch viel zu selten verfolgt.”

3. Von True-Crime bis Geschichtspodcasts – geht die Experimentierfreude verloren?
(freitag.de, Benjamin Knödler)
Viele Verlage setzen bei ihren Podcast-Produktionen auf Bewährtes, schauen sich an, was bei den unabhängigen Podcastern und Podcasterinnen gut läuft und übernehmen deren Konzepte. Benjamin Knödler sieht in dieser Entwicklung eine Gefahr: “Die, die neue Dinge ausprobieren, die kleinen Formate, gehen im Zweifel irgendwann unter gegen die großen Medienhäuser. Am Ende droht der Einheitsbrei an ‘erprobten Formaten’. Genau deshalb sollten sich auch die großen Medienhäuser eine gewisse Experimentierlust bewahren.”

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4. Hat der Rechts­staat ver­sagt?
(lto.de, Lena Leffer & Stefan Hessel)
Nachdem vor Gericht gegen den Youtuber Rainer Winkler, besser bekannt als “Drachenlord”, ein vergleichsweise mildes Urteil erging, diskutieren Lena Leffer und Stefan Hessel die Frage, ob der Staat im Vorfeld mehr zu Winklers Schutz hätte beitragen müssen: “Im Fall Winkler hätte durch präventive polizeiliche Maßnahmen im digitalen Raum beispielsweise verhindert werden können, dass dieser erst in den sozialen Netzwerken und dann offline zur Zielscheibe wurde. Denkbar wären hier neben der frühzeitigen Identifizierung von Störern und damit verbundenen – gegebenenfalls digitalen – Gefährderansprachen insbesondere die Löschung von Aufrufen zu Hass und Gewalt im Netz im Rahmen der polizeilichen Gefahrenabwehr.”

5. Was ist los beim RBB?
(tagesspiegel.de, Markus Ehrenberg & Kurt Sagatz)
Der RBB hat eh schon mit schlechten Quoten zu kämpfen, doch zu Ostern könnte sich die Situation des öffentlich-rechtlichen Senders noch weiter verschlechtern. Hunderte von freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Inhalte zu vielen TV-Sendungen und -Magazinen beisteuern, hätten für die Ferienzeit zur Aktion #wirsindnichtda aufgerufen. Markus Ehrenberg und Kurt Sagatz erklären die Hintergründe zur Protestaktion der Freien.

6. Die Folgen der Ohrfeige
(sueddeutsche.de, David Steinitz)
In Reaktion auf die von ihm ausgeteilte Ohrfeige bei der Oscar-Verleihung wurden zwei Filmproduktionen mit Will Smith, zumindest vorerst, gestoppt. Smith selbst trat aus der Oscar-Academy aus. David Steinitz spekuliert über weitere Konsequenzen: “Werden die Filmstudios bald wieder mit ihm arbeiten wollen? Glauben sie trotz (oder vielleicht ja sogar wegen) der Ohrfeige weiterhin an seine Boxoffice-Power? Oder lassen sie ihn zappeln oder gar ganz fallen?”

KW 10/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Ferngespräche: Südafrika
(radioeins.de, Holger Klein, Audio: 1:08:08 Stunden)
Die radioeins-Korrespondenteninterviews von Holger Klein sind ein steter Garant für Information und Unterhaltung. Diesmal erzählt Jana Genth aus ihrem südafrikanischen Berichtsgebiet, von kulinarischen Herausforderungen und den Klicklauten der Zulu-Sprache. Eine wunderbare und mitreißende Kombination aus ernsten und unterhaltsamen Themen.

2. Jens Schröder über Social Media und den Ukraine-Krieg.
(turi2clubraum.podigee.io, Aline von Drateln & Markus Trantow, Audio: 41:33 Minuten)
Im “turi2”-Podcast haben Aline von Drateln und Markus Trantow den “Daten-Dompteur” und “Zahlen-Zampano” Jens Schröder zu Gast. Schröder hat über eine Spanne von eintausend Ausgaben den täglichen #trending-Newsletter herausgegeben, der vor Kurzem als wöchentliches Format relauncht wurde. Im Gespräch geht es um die Themen der Woche, die Zahlenverliebtheit der Medienbranche und Schröders Lust am Daten-Sortieren.

3. Ein Dorf im Griff einer TV-Serie
(deutschlandfunkkultur.de, Heiner Kiesel , Audio: 29:40 Minuten)
Die Arztserie “Der Bergdoktor” spielt in der Tiroler Gemeinde Ellmau am Fuße des Wilden Kaisers. Das hat Folgen für die Popularität des Ortes: Seit das ZDF-Erfolgsformat dort gedreht wird, sind die Übernachtungszahlen explodiert und die Immobilienpreise gestiegen. Heiner Kiesel hat sich für eine Reportage nach Ellmau begeben und mit Besuchern, Einheimischen, dem Tourismusdirektor und dem echten Bergdoktor gesprochen. Der Touristiker ist begeistert, die Einheimischen sind teilweise frustriert: “Es ist für einen jungen Menschen fast nicht mehr möglich, sich etwas leisten zu können. Die Grundstückspreise explodieren, dadurch, dass einfach viele Deutsche hierherkommen und einen Zweitwohnsitz nehmen und uns verdrängen.”

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4. Untergraben Streamingdienste die Demokratie?
(ardaudiothek.de, Katja Weber, Audio: 52:31 Minuten)
Der Medien- und Kommunikationswissenschaftler Marcus S. Kleiner befürchtet, dass Streamingdienste demokratischen Prozessen eher entgegenwirken könnten: “Das On-Demand-Videostreaming ist für mich etwas, was sich Adorno und Horkheimer in der ‘Dialektik der Aufklärung’ nicht hätten träumen lassen. Die doppelte Ökonomie der Selbst-Manipulation, -Entmündigung und -Ausbeutung.” In seinem Vortrag erklärt Kleiner, wie Anbieter von Video-on-Demand-Diensten aus seiner Sicht die Demokratie unterminieren.

5. “Narcoland” & “Suisse Secrets”: Recherchen & Reportagen als Podcasts
(ohrensessel.podigee.io, Carina Schroeder & Sandro Schroeder, Audio: 1:29:40 Stunden)
Podcast-Experte Sandro Schroeder und Audio-Journalistin Carina Schroeder haben einen Podcast über Podcasts gestartet. Zu Beginn erzählen die beiden “Ohrensessler” hörbar begeistert von der Entstehungsgeschichte der “Ohrensessel”-Jingles. Danach geht es um zwei Produktionen, die Recherchen als Mini-Serien erzählen: “Narcoland” von der “Aachener Zeitung” und “Suisse Secrets” von der “SZ”. Schroeder und Schroeder besprechen die Stärken und Schwächen der beiden Audio-Serien und diskutieren die Frage, wie journalistische Podcasts umgesetzt sein sollten.

6. BILD TV: Schwach angefangen, stark nachgelassen
(youtube.com, Walulis Story – SWR, Video: 11:09 Minuten)
Trotz erheblicher Investitionen erreicht “Bild TV” nur miserable Einschaltquoten. Das könnte nach Ansicht des “Walulis”-Teams unter anderem an dem Doku-Überangebot liegen und an der Tatsache, dass dem Sender mit Julian Reichelt ein prominentes Gesicht abhanden gekommen ist: “Paul Ronzheimer und Johannes Boie versuchen diese Lücke vor der Kamera zu füllen. Aber warum BILD TV keine klare Zielgruppe hat und warum sie die Stärken der BILD-Zeitung nicht ins TV kriegen, erfahrt ihr in der Walulis Story.”

KW 09/22: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Krieg gegen die Ukraine – Wie berichten, was zeigen?
(br.de, Linus Lüring & Sissi Pitzer, Audio: 24:11 Minuten)
Es wird zunehmend schwieriger, über den Krieg Russlands gegen die Ukraine zu berichten. Im Medienmagazin des Bayerischen Rundfunks spricht Daniel Bouhs darüber, wie viele Reporter und Reporterinnen deutsche Medien in das Kriegsgebiet entsenden, und welche Probleme diese vor Ort haben. Außerdem geht es um die Verifikation von Bildern und Videos aus dem Kriegsgebiet und das EU-weite Verbot der russischen Staatsmedien.

2. Zwischen Professionalität und Emotion: Journalismus im Ukraine-Krieg
(deutschlandfunk.de, Stefan Fries, Audio: 38:02 Minuten)
Auch beim Deutschlandfunk geht es um die Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine: Wie behalten Journalistinnen und Journalisten den Überblick, welche Herausforderungen gibt es, wie schaffen sie den Spagat zwischen Hoffnung und Alarmismus, und welche Rolle spielen eigene Ängste? In “Nach Redaktionsschluss” diskutieren die freie Reporterin Rebecca Barth in der Ukraine, der ehemalige Moskau-Korrespondent des Deutschlandfunks (Dlf), Thielko Grieß, und die Medienwissenschaftlerin Marlis Prinzing von der Macromedia-Hochschule Köln mit Stefan Fries aus der Dlf-Medienredaktion.

3. Kriegsbilder auf TikTok, Seitenwechsel im Journalismus, Stalking mit Trackinggeräten
(deutschlandfunkkultur.de, Katja Bigalke & Marcus Richter, Audio: 34:47 Minuten)
In der aktuellen Ausgabe von “Breitband” sprechen Katja Bigalke und Marcus Richter über Kriegsbilder auf TikTok, Seitenwechsler im Politik-Journalismus und den Missbrauch von Ortungsgeräten wie Apples AirTag.

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4. Der Fall Gil Ofarim
(ndr.de, Kathrin Drehkopf, Video: 24:27 Minuten)
Im dritten und letzten Teil der “Zapp”-Serie “Verurteilt im Netz” geht es um den Fall von Gil Ofarim, der in den Sozialen Medien angab, in einem Leipziger Hotel antisemitisch diskriminiert worden zu sein, und die darauffolgende mediale Debatte. Die ersten beiden Folgen der Serie beschäftigten sich mit dem Fall Luke Mockridge und dem Fall Nemi El-Hassan (jeweils 25 Minuten).

5. Gespräch mit Dalia Antar
(anchor.fm, Lisabell Shewafera, Audio: 40:43 Minuten)
Bei “Inside Medien” ist diesmal Dalia Antar zu Gast. Sie arbeitet beim “heute journal” des ZDF als Redakteurin, Reporterin und Co-Chefin-vom-Dienst. Im Podcast gibt Antar unter anderem Auskunft zu folgenden Themen: Wie kann man sich den Arbeitsalltag als Redakteurin und Reporterin beim ZDF vorstellen? Wie ist das, in der aktuellen Berichterstattung zu arbeiten? Und wie komme ich an ein Praktikum in öffentlich-rechtlichen Medienhäusern?

6. Diener des Volkes
(arte.tv, Video: Serie mit 23 Folgen)
“Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, ehemaliger Schauspieler und Komiker, spielt in der Serie ‘Diener des Volkes’ die Rolle, die sein Leben veränderte: einen Geschichtslehrer, der über Nacht zum Präsidenten der Ukraine wird.” Arte zeigt in der Mediathek alle 23 Folgen in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Krieg in den Sozialen Medien, Zensur, Unruhe bei Verlegerverband

1. Russland zensiert Kriegsberichterstattung
(reporter-ohne-grenzen.de)
Der Kreml greift noch weiter in die Berichterstattung russischer Medien ein als sowieso schon und verbietet die Verwendung der Wörter “Krieg”, “Angriff” und “Invasion”. Erlaubt seien ausschließlich Informationen aus “offiziellen russischen Quellen” – damit ist das Verteidigungsministerium gemeint. “Schon vor dem Krieg wurden Journalistinnen und Reporter in Russland massiv an ihrer Arbeit gehindert”, so der Geschäftsführer der deutschen Reporter ohne Grenzen: “Nun ist der Informationskrieg in vollem Gange.”

2. Krieg in sozialen Medien
(socialmediawatchblog.de, Simon Hurtz)
Die aktuelle Ausgabe des “Social Media Watchblogs” zum Thema “Krieg in sozialen Medien” erscheint ausnahmsweise ohne Paywall: “Selten kam uns dieser Newsletter nebensächlicher vor als in diesen Tagen. Es gibt gerade so viele Dinge, die wichtiger sind, als neue TikTok-Features oder unsere Analysen. Trotzdem verschicken wir ein Briefing. Zum einen hilft uns das, nicht im Doomscrolling zu versinken. Zum anderen spielen Tech-Konzerne und Social Media in der Ukraine eine wichtige Rolle. Deshalb können wir vielleicht dazu beitragen, dass du einen kleinen Teil dieses fürchterlichen Kriegs besser verstehst.”

3. Hilfe für Journalist:innen in der Ukraine
(netzwerkrecherche.org, Günter Bartsch)
Das Netzwerk Recherche hat zusammen mit n-ost, FragDenStaat, Reporter ohne Grenzen und der “taz”-Panter-Stiftung eine Spendenaktion für ukrainische Medienschaffende gestartet: “Wir brauchen Eure Unterstützung, um überlebensnotwendige Schutz- und Notfallausrüstungen zu kaufen und unsere Kolleg:innen mit Unterkünften und psychologischer Betreuung zu versorgen.”

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4. MABB verhängt Zwangsgeld
(tagesspiegel.de, Joachim Huber)
Der russische Staatssender RT DE wurde von der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) wegen einer nicht bestehenden Sendelizenz mit einem Ausstrahlungsverbot belegt, an das er sich jedoch nicht hält. Nun stehe ein Zwangsgeld von 25.000 Euro im Raum, das immer wieder neu angesetzt werden könne. Die EU bereite unterdessen ein umfassendes Sendeverbot der russischen Staatsmedien vor.

5. YouTube, TikTok und Microsoft sperren RT
(spiegel.de)
Die Videoplattform Youtube sperre die Kanäle der russischen Staatssender RT und Sputnik europaweit. TikTok habe den Zugang russischer Staatsmedien zu seiner Plattform in der EU ebenfalls eingeschränkt, und Microsoft sowie Facebooks Mutterkonzern Meta hätten mit ähnlichen Beschränkungen reagiert. Nur Twitter wolle Nachrichten mit Verbindungen zu russischen, dem Staat nahestehenden Medien lediglich mit Warnhinweisen versehen.

6. Was ist nur bei den Verlegern los?
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Verlegerverband BDZV erlebt gerade unruhige Zeiten: Erst die Kontroverse um Verbandschef Mathias Döpfner, dann der Rücktritt des Vizepräsidenten, nun die Kündigungsdrohung eines Großverlags. Hendrik Zörner vom Deutschen Journalisten-Verband appelliert an den Verband: “Bitte lösen Sie schnellst möglich Ihre Personalprobleme an der Führungsspitze, damit Sie wieder Kapazitäten für das Wesentliche haben.” Gemeint seien damit zum Beispiel Gespräche über “die beschämend niedrigen Freien-Honorare” bei Zeitungen.

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Hurra, endlich Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Samstagsausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Das System Söring
(das-system-soering.podigee.io, Jana Bach & Lucia Knollhuber & Regina Lechner & Katharina Rahn, Audio: acht Folgen, bisher zwei verfügbar)
(Triggerwarnung: explizite körperliche und sexualisierte Gewalt. Die Produktion selbst empfiehlt den Podcast erst ab 18 Jahren.) Nach 33 Jahren Haft wegen zweifachen Mordes wird der Deutsche Jens Söring von den USA nach Deutschland ausgeliefert und dort wie ein Star empfangen. Seit seiner Rückkehr ist er Gast in Talkshows, Radiosendungen oder bekommt Platz in Printmedien. Der Podcast versteht sich selbst als eine “kritische Auseinandersetzung mit dem Kriminalfall und der Rezeption in den deutschen Medien.” Empfehlenswert, da informativ und spannend erzählt.
Weiterer Lesetipp: Für “Übermedien” hat der im Podcast befragte Jurist Andrew Hammel Anfang vergangenen Jahres 10 Gebote für bessere Berichte über amerikanische Strafprozesse aufgeschrieben.

2. Nemi El-Hassan: Wie die Antisemitismus-Debatte entgleiste
(youtube.com, ZAPP – Kathrin Drehkopf, Video: 25:35 Minuten)
Der TV-Journalistin Nemi El-Hassan wurde vor allem von Seiten der “Bild”-Zeitung Antisemitismus vorgeworfen. Die Diskussion kostete sie am Ende ihren Job beim WDR. “Zapp” hat den Fall untersucht, setzt den Schwerpunkt jedoch nicht auf die Klärung des Vorwurfs, sondern fragt: Wie konnte die Debatte so entgleisen? Welche Mechanismen in Sozialen Medien verhindern einen konstruktiven Dialog über das akute Thema Antisemitismus? Und welche Rolle spielen klassische Medien dabei?

3. Ep. 133: TikTok – das FDP-Kaninchenloch
(wohlstandfueralle.podigee.io, Wolfgang M. Schmitt & Ole Nymoen, Audio: 45:40 Minuten)
In der aktuellen Folge von “Wohlstand für Alle” sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über TikTok und das chinesische Internet-Technologie­unternehmen Bytedance: “TikTok wird vor allem durch einen Algorithmus kuratiert, der viel effizienter ist als die Algorithmen von Facebook oder YouTube: Das sorgt noch schneller für die Entstehung von Filterblasen und für immer mehr immer gleiche Inhalte. Die Creators werden damit gelockt, dass sie aus einem Fonds für ihre Videos bezahlt werden, doch das System ist in Wahrheit sehr ungerecht.” Unbedingte Hörempfehlung für alle, die beim Thema TikTok mitreden wollen.

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4. Diverser als ihr Ruf – Herausgeber Carsten Knop über die Arbeit der “FAZ”.
(turi2.de, Peter Turi, Audio: 48:42 Minuten)
Im neuen Podcast “turi2 Jobs – Arbeiten in der Kommunikation” ist Carsten Knop zu Gast, einer der Herausgeber der “FAZ”. Knop spricht über Diversität in der Redaktion, den Jobmarkt für Journalisten und Journalistinnen und die knifflige Konkurrenzsituation mit ARD und ZDF.

5. Ferngespräche: Japan
(radioeins.de, Holger Klein, Audio: 59:17 Minuten)
“Das radioeins Korrespondenteninterview mit Holger Klein” führt dieses Mal nach Japan. Von Tokio aus berichtet Kathrin Erdmann für die ARD über Japan, Nord- und Südkorea, Taiwan und Mikronesien. Im Gespräch geht es jedoch nur um Japan – unter anderem um unterschiedliche Mentalitäten, die Höflichkeitskultur des Landes und den Einfluss auf Erdmanns journalistische Arbeit.

6. Warum Til Schweiger immer noch nicht gecancelt wurde
(ardmediathek.de, Philipp Walulis, Video: 12:57 Minuten)
Til Schweiger verbreitet “Querdenker”-Theorien über das Coronavirus, doch ist Schweiger wirklich ein “Querdenker”? Und warum wirkt er uncancelbar? Darum geht es in der aktuellen “Walulis Story” – wie so oft mit etwas Florett und viel Keule.

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