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Politpropaganda auf Youtube eingeschleust (tagesanzeiger.ch)
Eine als Amateurvideo getarnte Parodie auf Al Gore erweist sich als gezielt platzierte Propaganda – und als Vorgeschmack auf die nächste Präsidentschaftswahl.

Umstrittener Wert des Wachstums (nzz.ch)
Das Internet wird immer grösser. Aber viele Analysten überschätzen seine kommerzielle Bedeutung, sagen Computerexperten.

Die Freiheit der Behörden (fr-online.de)
Das neue Informationsfreiheitsgesetz wird offenbar nicht selten gegen die ausgelegt, denen es doch nutzen soll.

Krise fällt heute aus (taz.de)
Seitdem Musik ständig und überall herunterladbar geworden ist, schwimmt auch die zuständige Kritik öfter im “Ocean Of Sound” – und taucht manchmal unter. Heute gilt es, die Fähigkeit zu Durchlässigkeit und Distinktion zu wahren.

Die Rechnungen der Liebe (zeit.de)
Wenn Rabea Eipperle auf ihren Fotos sich selbst mit unterschiedlichen Männern inszeniert, wirbelt sie nicht nur leichthändig unsere Rollenklischees von Mann und Frau durcheinander, sondern auch unser Verständnis von Kunst.

Türkische Klänge im Altenheim (tagesspiegel.de)
Immer mehr Migranten verbringen ihren Lebensabend in Deutschland – obwohl sie das nie geplant haben.

Bild.de verwechselt Anzeigen mit Anzeigen

Nach wie vor muss Werbung als solche erkennbar sein, und wir fassen zusammen:

  • Auf der “Leute”-Seite von Bild.de findet sich zur Zeit zwei Mal derselbe Teaser. Er ist einmal mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichnet und einmal nicht mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichnet. Beide Teaser verweisen auf einen nicht als “Anzeige” gekennzeichneten Text (siehe Ausriss).
  • Und während zur Zeit auf der Startseite von Bild.de ein nicht mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichneter Teaser auf eine Anzeige verweist, ist derselbe Teaser auf der “Leute”-Seite von Bild.de mit dem Wort “Anzeige” gekennzeichnet (siehe Ausriss).

Mit anderen Worten: Nicht als “Anzeige” gekennzeichnete Teaser können bei Bild.de ebenso zu als “Anzeige” gekennzeichneten Texten führen wie als “Anzeige” gekennzeichnete Teaser zu nicht als “Anzeige” gekennzeichneten Texten. Und umgekehrt.

Oder kürzer: Selbst Bild.de kann bei Bild.de das eine nicht mehr vom andern unterscheiden.

Mit Dank auch an Jakob W.

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Entertainer der Silver Generation (wdr.de)
Der Urlaub auf Föhr scheint ihm gut getan zu haben. Kurz vor Ende der Sommerpause von ‘Harald Schmidt’ plaudert der Late-Night-Talker im Gespräch mit WDR.de entspannt über Günter Grass und Eva Herman, den künstlerischen Wert seiner Sendung und die Zielgruppe, die er im Visier hat: das silberhaarige Kreuzfahrtpublikum.

“Die schnellsten Schreiber” (ftd.de)
Auf Finanzmeldungen spezialisierte Nachrichtenagenturen müssen vor allem fix sein – deshalb lassen Thomson und Reuters ihre Meldungen inzwischen von Computern verfassen.

Beichte beim Lieblingsfeind (tagesspiegel.de)
Ein weites Feld: Warum Günter Grass ausgerechnet bei der “Frankfurter Allgemeinen” sein Geständnis machte

Die Fernsehwahrheit sieht einfach besser aus (spiegel.de)
Der US-Satiriker Stephen Colbert outet ohne Rücksicht auf Verluste den Wahnsinn im US-Medien- und Polit-Alltag. Seine Methode: Er nennt Satire, was andere als Nachricht, Wahrheit oder Politik verkaufen.

“Ich bin der von Wir sind Papst” (bildblog.de)
Sigrid Neudecker besucht einen Vortrag von Bild-Chefredakteur Kai Diekmann.

Von Hobby-Knipsern und Profi-Kriegern (telepolis.de)
Warum besitzen Amateurfotografien für viele Internetnutzer einen “Authentizitätsbonus”?

Kurz korrigiert (256)

In der vergangenen Woche wurde Monika Böttcher, die in einem Aufsehen erregenden Prozess wegen des Mordes an ihren zwei Kindern verurteilt worden war, aus der Haft entlassen. Und die “Bild am Sonntag” beginnt ihren Artikel darüber mit den Worten:

Sie musste ihre Strafe bis zum letzten Tag absitzen: Zum Wochenende wurde Monika B. (48), bekannt als "Mutter Weimar", nach 15 Jahren Haft aus dem Frauengefängnis Frankfurt-Preungesheim entlassen.

Monika Böttcher war vom Frankfurter Landgericht “zu ‘lebenslänglich’ verurteilt” worden, wie auch die “Bild am Sonntag” schreibt. Wer zu lebenslanger Haft verurteilt wird, muss aber mindestens für 15 Jahre ins Gefängnis. Zu sagen, Monika Böttcher habe ihre Strafe “bis zum letzten Tag absitzen” müssen, ist also Unfug. Im Gegenteil: Sie kam zum frühestmöglichen Zeitpunkt frei.

Vielen Dank an Torben F.!

“Bild” erklärt Jürgen Vogel für pervers

“Bild” zitierte gestern den Schauspieler Jürgen Vogel mit einem Satz, der sich auch in einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa vom Vortag findet. Dort heißt es unter anderem:

“Der Schauspieler Jürgen Vogel (38) hält nichts von Prüderie in Filmen. ‘Ich bin Exhibitionist’, sagte Vogel nach der Publikumspremiere des umstrittenen Films ‘Der freie Wille’ am Donnerstagabend in Köln.”

In der gestrigen “Bild” las sich das so:

"Erster deutscher Schauspieler gesteht - Jürgen Vogel: Ich bin Exhibitionist"

(…) Warum spielt er diese Ekel-Rolle?

Vogel nach der Premieren-Vorführung: „Ich bin Exhibitionist!“ (Erklärung s. Kasten)

Und man fragt sich, was Vogel der “Bild”-Zeitung oder “Bild”-Autor Sven Kuschel angetan haben mag, dass sie seinen kleinen O-Ton so groß gemacht und ihm im dazugehörigen Erklärkasten (“Was ist ein Exhibitionist?”) eine “sexuelle Perversion” bzw. “Persönlichkeits- oder Verhaltensstörung” unterstellt haben — wiewohl es doch Wikipedia z.B. mühelos gelingt, dem Begriff “Exhibitionismus” sinnigere Bedeutungsvarianten abzugewinnen…

Und nähme man die Gaga-Behauptung “Erster deutscher Schauspieler gesteht” tatsächlich beim Wort, wäre sie nicht einmal wahr. In der Programmzeitschrift “Auf einen Blick” zum Beispiel sagte der Schauspieler Dieter Landuris bereits vor sechs Jahren wörtlich:

“Ich bin Exhibitionist.”*

*) Damit’s in der “Bild”-Redaktion jetzt nicht zu Missverständnissen kommt… Im Kontext lautete das Landuris-Bekenntnis übrigens: “‘Ich bin Exhibitionist. Ich stehe gern auf der Bühne und brauche das Publikum’, sagt er über sich selbst und fährt sich durchs halblange, zerzauste Haar.”

Und täglich grüßt der Teufelskreis

Auf Bild.de findet sich seit gestern abend ein Kommentar des stellvertretenden “Bild”-Chefredakteurs Sebastian von Bassewitz. Bassewitz’ Kommentar zum Thema “Spart Euch Eure Spar-Vorschläge!” ähnelt einem unlängst an gleicher Stelle von “Deutschlands klügstem Manager” verfassten Kommentar zu Thema “Ein Teufelskreis von Geben und Nehmen” — ja, man könnte sagen, er gleicht ihm aufs Wort.

Und natürlich handelt es sich dabei aller Wahrscheinlichkeit nach nur um ein Versehen. Aber das wird von Bild.de jetzt bestimmt gleich korrigiert…

Nachtrag, 20.8.2006: Es hat ein wenig gedauert, aber nun (so ungefähr zweieinhalb Tage nach der Veröffentlichung auf Bild.de) steht unter Bassewitz’ Name tatsächlich auch Bassewitz’ Kommentar.

“Dort wird natürlich grober Unfug verbreitet”

Gestern abend hielt “Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann in Hamburg einen Vortrag und sagte dort u.a.:

“Diese Macht der Blogger – das ist ja schon was. Für Sie als Unternehmen zum Teil mit erheblichen Risiken. Es gibt ja einen berühmten Blog, was sich mit ‘Bild’ beschäftigt, BILDblog, naja, erfolgreich… Sie haben 30.000 Besucher, ob das erfolgreich ist, weiß ich nicht. Aber auch dort wird natürlich ein grober Unfug verbreitet. Das beginnt bei meinem eigenen Wikipedia-Eintrag.”

Eigentlich aber sprach Diekmann im PR-Club Hamburg über den “Erfolg der Marke BILD”.

  

“Ich bin der von Wir sind Papst”

Gute PR verschweigt die eigenen Schwächen, betont die Fehler der anderen und erklärt alles zur eigenen Stärke, was kein eindeutiger Fehler ist. Insofern war der gestrige Vortrag des “Bild”-Chefredakteurs Kai Diekmann über den “Erfolg der Marke BILD” beim PR Club Hamburg perfekt. 170 “angemeldete Gäste” lauschten, davon locker 80 Prozent junge Frauen sowie ein Diekmann-Jünger (gleiches rosa Hemd, gleiche Brille — nur die Haare wirkten gewaschen).

“Ich bin ausgesprochen froh”, beginnt Diekmann, “heute Abend etwas für das Image der ‘Bild’-Zeitung tun zu können, denn das ist in der Tat dringend notwendig. Sie wissen alle: Die ‘Bild’-Zeitung ist eine wirklich schlimme Zeitung.” (Erstes leises Kichern im Publikum.) “Das kann man schon daran erkennen, dass ich Hauptarbeitgeber für den deutschen Presserat bin, wenn es darum geht, Beschwerden zu verteilen.”

Ja: Ehrlichkeit kommt immer gut. Schmerzhafte, selbstzerfleischende Ehrlichkeit. Packt Papst-Buddy Diekmann gleich die Geißel aus? Nein. “Als Angela Merkel zur ersten deutschen Bundeskanzlerin gewählt wurde, haben wir sie mit der Schlagzeile begrüßt: Miss Germany. Prompt hat ein Leser den Presserat aufgefordert, uns dafür zu rügen. Jeder wisse, bei der Bundestagswahl sei es gar nicht um eine Miss-Wahl gegangen”, (leises Kichern) “und deswegen hätten wir mit unserer Schlagzeile gegen den Grundsatz der wahrheitsgemäßen Berichterstattung verstoßen.”

Kichern, Lachen, Ho Ho Ho

Bei der Headline “Wir sind Papst” habe sich “ein Deutschlehrer” (weiteres Kichern) “beschwert, die Zeile sei nicht nur grammatikalisch falsch, sondern auch inhaltlich, weil eben nicht alle Deutschen zum Papst gewählt wurden.” (Lachen.) “So geht das übrigens den meisten Eingaben, über 90 Prozent werden zurückgewiesen.”

Wir lernen: Der Presserat ist dazu da, sich mit Lächerlichkeiten zu befassen.

Denn Fehler? Fehler macht “Bild” ja keine. Na gut, keine schwerwiegenden. “Wo gearbeitet wird, werden Fehler gemacht. Macht ‘Bild’ mal einen Fehler, ist es gleich eine bösartige Kampagne, wenn nicht gleich eine Fälschung. Fehler passieren allen.” Nur in der Sportberichterstattung “darf nicht passieren, dass wir einen Fehler haben, darunter würden wir leiden.”

Der einzige “schwere handwerkliche Fehler”, den Diekmann zugibt, sei damals die Trittin-Geschichte gewesen. “Da hat jemand aufs Foto ‘Bolzenschneider’ und ‘Schlagstock’ geschrieben und das an den Texter geschickt. Der Texter dachte sich, dann muss das wohl stimmen und es in den Text übernommen, worauf sich der erste gedacht hat: Ah, hab ich also recht gehabt, steht ja auch im Text.” Onkel Kai hält Märchenstunde, und die Kinderlein lachen ganz brav. So harmlos war das also alles, wie nett!

Fehler machen immer die anderen: “Sport ist nicht die Kernkompetenz der SZ. Ich sehe es ihr nach, wenn sie bei Victoria Beckham nur von zwei Kindern spricht.“ Wo doch Frau Beckham eine so berühmte Sportlerin ist. “Ich nehme es aber der FAS übel, wenn sie beispielsweise den Kanzleramtsminister von Angela Merkel Lothar de Maizière nennt.” Sogar der “New York Times” sei doch vor kurzem wieder ein Fehler unterlaufen, das Foto mit dem “berühmten Mann im Gefängnis im Abu Ghraib”. Da sei ja auch der Spiegel drauf reingefallen.

Mit den Fingern in der Keksdose

Ablenkung ist ein wunderbares PR-Instrument. Auch mit den Fingern in der Keksdose hat man immer noch eine Hand frei, um damit auf jemand anderen zu zeigen. Und wenn einmal jemand anderer die gleichen Fehler macht, die einem selbst regelmäßig passieren, darf man umso lauter davon erzählen. Von diesem Tsunami-Foto vor zwei Jahren, nämlich, das von einem Leser angeboten worden war. Ein “gigantisches Foto von einer Flutwelle mit Menschen, die davonliefen.” Lange und aufwändig recherchiert habe man, bis man das Bild endlich im Internet gefunden habe: “Es war drei Jahre alt. Die Münchner tz ist am nächsten Tag damit erschienen, die haben das nicht erkannt.” Das Internet sei eben “kein journalistisches Medium, sondern ein Medium, in dem zuallererst Gerüchte verbreitet werden, unsortierte, ungeprüfte Informationen. Selbstverständlich müssen Leserinformationen genauso überprüft werden wie alle anderen Informationen auch.” Außer, man gefährdet damit eine tolle Schlagzeile. Die gestrige Headline über “Gerhard Schröders neues Russenbaby war nicht abgesichert”, gesteht Diekmann. “Das kam über einen Leser. Da habe ich lange gezittert.”

Da zeigt der Chefredakteur der drittgrößten Zeitung der Welt (“Ich kann Ihnen nicht sagen, ob Nummer 1 und Nummer 2 die Schlagzeilen noch besser formulieren, dabei handelt es sich um zwei japanische Zeitungen”) also doch auch ein wenig Menschlichkeit. Es sei eben auch ein harter Job. Von Franz Müntefering wurde er während der Bonusmeilen-Affäre angezeigt, “nur wer anstößig ist, kann gegebenenfalls Anstöße geben. Dafür werden wir attackiert, beschimpft, verdammt – aber das muss man aushalten, wenn man Marktführer ist. Wir steigen einer Menge Leute auf die Füße.” Sauerei bleibt Sauerei, bei den Großen wie bei den Kleinen. Die ‘Bild’-Zeitung sei der “Anwalt des Lesers”, und wenn eines der eigenen “Volks”-Produkte Scheiße ist, “dann schreiben wir auch das.”

Nein, es gebe auch Grenzen. Die aktuelle Affäre um Günter Grass hätte man dann doch nicht mit “Gestatten: Grass — mit SS” betitelt. (“Ho ho ho” im Publikum.) Den Ausriss mit dem Diana-Unfallfoto habe man aber sehr wohl gedruckt, “das war ein überaus ästhetisches Bild.”

Pulsmesser und Gemeinschaftserlebnis

Als es nach knapp 50 Minuten Vortrag zur Fragerunde kommt, nimmt Diekmann schon vorab die “Mir doch egal”-Abwehrhaltung ein: Arme verschränkt, leicht schmollend, herumtrippelnd, als ob er ja eigentlich schon viel lieber ganz woanders wäre. Doch er muss sich nicht fürchten. Die Fragen sind mehr als freundlich.

Er hat gewirkt, der Bombenhagel aus Überheblichkeit (“Auf nationaler Ebene ist nur noch ‘Bild’ in der Lage, die großen Themen wirklich zu setzen. Wir sind das letzte mediale Gemeinschaftserlebnis in einer Welt, die immer unübersichtlicher wird”; “Politiker messen mit ‘Bild’ den Puls Deutschlands”), Anekdötchen (“Ich habe zum Papst gesagt: ‘Ich bin der von Wir sind Papst'”) und Gags (“taz — die andere Boulevardzeitung in Deutschland”).

Als Belohnung, weil doch keine kritischen Fragen mehr kommen, wird dann noch eine Einladung ausgesprochen, doch mal eine Redaktionskonferenz zu besuchen. Das Publikum applaudiert dankbar, Diekmann wirkt erleichtert, verschwindet mit Kollegen in der Bar…

… und fast ist man versucht, noch ein wenig Leser-Reporter zu spielen.

Sigrid Neudecker
Die Autorin ist Redakteurin bei “Zeit Wissen” und Bloggerin

(Alle Links von uns.)

Allgemein  

Staatsanwaltschaft bezweifelt “Bild”-Urteil

Es gibt gute Gründe, warum man niemanden vor einer gerichtlichen Verurteilung einen “Mörder” nennen darf, selbst dann nicht, wenn er ein Geständnis abgelegt hat. Das lässt sich gut anhand der heutigen “Bild”-Zeitung demonstrieren:

Er hat die kleine Schönheits-Königin ermordet

Ob John Karr, der gestern in Thailand festgenommen wurde, tatsächlich 1996 in den USA die sechsjährige JonBenet Ramsey getötet hat, ist nämlich alles andere als sicher. Er hat zwar zugegeben, bei ihr gewesen zu sein, als sie starb. Aber selbst die zuständige Staatsanwaltschaft zieht sein Geständnis in Zweifel. Seine Ex-Frau soll ihm ein glaubwürdiges Alibi gegeben haben, in Details gibt Karr den Tatverlauf falsch wieder und kann nicht erklären, wie er das Mädchen kennenlernte oder an den Tatort gelangte. Psychologen erklärten, Karr habe schwere Minderwertigkeitskomplexe und suche dringend Aufmerksamkeit, langjährige Kenner des Falles stellten viele Widersprüche fest.

Ja, das konnte man gestern alles noch nicht wissen. Aber genau darum wäre “Bild” gut beraten gewesen, den Verdächtigen nicht (wie so oft) als “Kinder-Killer” und “Mörder” zu bezeichnen.

Danke an Nils M. für den Hinweis!

Nachtrag, 13.55 Uhr. Und selbst jetzt, da “Bild” die Zweifel an der Aussage Karrs kennt und in seinem Online-Ableger darüber berichtet, nennt Bild.de den Verdächtigen schlicht “Killer”.

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Anspruch sucht Wirklichkeit (zeit.de)
Hart, aber gerecht: Bertelsmann soll für seine Mitarbeiter ein besonderes Unternehmen sein. Doch nun erleben Tausende nur noch eins: Härte

Journalisten als Spin Doctors (nzz.ch)
Kritik an Fehlern der britischen Presse

“Ich freue mich auf die Rückkehr von Roger Köppel” (persoenlich.com)
Seit April ist Res Strehle nicht nur Chefredaktor des Magazins, sondern auch Geschäftsführer. Strehle blickt auf schwierige Wochen zurück: Er war gezwungen, sich von seinem Stellvertreter Peer Teuwsen zu trennen. Im Interview mit “persoenlich.com” spricht der promovierte Ökonom über die Hintergründe des von Misstönen begleiteten Abgangs Teuwsens und sagt, wie er sich auf den Schlagabtausch mit Roger Köppels Weltwoche vorbereitet.

Chronik eines angekündigten Skandals (sz-magazin.sueddeutsche.de)
Weltweit demonstrierten Muslime gegen die Mohammed-Karikaturen einer dänischen Zeitung. Das war kein Zufall. Ein halbes Jahr später beschreiben zwei Redakteure von Jyllands-Posten erstmals, wie es so weit kommen konnte.

Dickens beim Döner (taz.de)
Am Nebentisch gibt es das pralle Leben, und ein altes Bild entsteht neu.

Alias Ned (tagesspiegel.de)
Für ein Buch wurde sie zum Mann, sie wollte die Welt der Kerle erkunden – doch man spielt nicht ungestraft mit der Identität.

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