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Schwups II

Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat eine einstweilige Verfügung gegen “Bild” erwirkt. Es geht um die “Benzin-Wut”-Kampagne der Zeitung. In einem Interview in “Bild” vom 27. August hatte Trittin im Zusammenhang mit dem hohen Preis für Kraftstoff diverse Vorschläge aufgestellt, die die Zeitung auf ihrer Titelseite an mehreren Tagen auf eine einzige Forderung verkürzte: “ab und zu das Auto stehen lassen”. Am 31. August tauchten dann in “Bild” plötzlich die zusätzlichen Punkte Trittins wieder auf. “Bild” tat, als habe Trittin sie gerade erst auf Anfrage von “Bild” präsentiert, obwohl er sie bereits im ursprünglichen Interview formuliert hatte.

Das Landgericht Berlin untersagte “Bild” nun vorläufig, diese Darstellung wörtlich oder sinngemäß zu wiederholen. In einer weiteren einstweiligen Verfügung verpflichtete das Gericht “Bild”, eine Gegendarstellung Trittins zu dem Thema zu drucken.

Symbolfoto XVI

Wenn die “Bild”-Zeitung über Ausschreitungen deutscher Hooligans in der Slowakei berichtet — wäre es dann nicht schön, wenn auf dem Foto, mit dem sie das illustriert, auch deutsche Hooligans zu sehen wären? Und nicht, ganz im Gegenteil, slowakische Fans?

Diese Zuschauer im Stadion in Bratislava stehen jedenfalls, wie hier und hier deutlich zu erkennen, im slowakischen Fanblock. Und mit den Ausschreitungen nach dem Spiel hat das Foto ohnehin überhaupt nichts zu tun.

Danke an Sven Z., Christian S. und Tobias R. für die Hinweise!

Schwups (Wahlkampf VI)

Es gibt einen ganz einfachen Weg, Steuern zu senken: Man senkt ganz einfach die Steuern. Wenn man die Einkommensteuer abschaffen würde, hätten die Menschen zum Beispiel gleich viel mehr Geld in der Tasche! Auf die gleiche Art könnten zum Beispiel auch Museen ihre Attraktivität steigern: Sie halbieren einfach die Eintrittspreise! Und wenn Privatsender endlich aufhören würden, so viel Werbung zu zeigen, hätte man viel mehr Spaß beim Filmegucken!

Und wenn Sie jetzt sagen, dass das doch Milchmädchenrechnungen sind, weil die Einnahmeausfälle jeweils an anderer Stelle wieder ausgeglichen werden müssten, dann sind Sie vermutlich kein “Bild”-Redakteur. “Bild” glaubt nämlich, dass man nur die Ökosteuer abschaffen muss, schon kostet der Sprit weniger, und alle sind glücklich.

Glauben Sie nicht, dass das so schlicht da steht? Aber ja:

Von 1,31 Euro für einen Liter Super kassiert der Staat rund 84 Cent Steuern, knapp zwei Drittel.

Würde der Ökosteueranteil (inkl. MwSt. 17,75 Cent) wegfallen, blieben ihm immer noch rund die Hälfte.

Und schwups würde Sprit 1,13 Euro kosten …

Und schwups ist der Artikel zuende, und irgendwie kommt der Gedanke nicht mehr vor, dass die über 16 Milliarden Euro, die aus der Ökosteuer jährlich in die Rentenversicherung fließen, dann ja auf eine andere Art finanziert werden müsste und zum Beispiel — schwups — der Beitrag zur Rentenversicherung deutlich stiege.

“Bild”-Autor und Hobby-Wissenschaftler Dr. Paul C. Martin formulierte in einem “Bild”-Kommentar den Gedanken leicht abgeschwächt, aber ähnlich schlicht:

Dabei müßten nur Mineralöl- und Ökosteuer ein klein wenig und vorübergehend gesenkt werden, bis das Schlimmste ausgestanden ist.

…und schon bliebe Deutschland eine Art Hungersnot erspart (Martin bezeichnet Benzin als “Grundnahrungsmittel” wie früher Brot).

So einfach ist das also. Viel einfacher als, sagen wir, über viele Tage das Thema der explodierenden Benzinpreise in “Bild” mit persönlichen und politischen Angriffen auf Jürgen Trittin zu verbinden, ohne gleichzeitig der Wahrheit Gewalt anzutun.

Am 27. August druckte “Bild” ein Interview mit “Verhör” von Trittin. Der Umweltminister sagte darin auf die Frage nach Wegen aus der Preisspirale, dass die Industrie sparsamere Autos entwickeln müsse und dass alternative Antriebe gefördert würden. Er griff die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer durch die Union an. Und den Verbrauchern empfahl er vier Möglichkeiten: sparsamere Autos fahren, mit Erdgasautos fahren, spritsparender fahren sowie “ab und zu das Auto stehen lassen”.

“Bild” kündigte das Interview “Verhör”auf der Seite 1 so an:

Zwei Tage später war dies auch die einzige Aussage, die von den Vorschlägen Trittins übrig geblieben war. Alle anderen vergaß die “Bild”-Zeitung, um (wieder auf Seite 1) ihre These von der “Wut auf Trittin” zu belegen. Angeblich waren “Millionen Autofahrer empört” über die (von “Bild” verkürzte) Aussage des Umweltministers. Immerhin 18 davon empörten sich tatsächlich in “Bild” und sagten Sätze wie: “Der soll mal seinen Dienstwagen stehen lassen.” “Bild” selbst nannte Trittins (von “Bild” verkürzte) Äußerung einen “blanken Hohn” für Pendler.

Wiederum zwei Tage später titelte “Bild” auf Seite 1: “Benzin-Wut — Und die Politiker reden Müll”. Abgebildet waren als Beleg vier Politiker mit vermeintlich indiskutablen Zitaten — ausschließlich Mitglieder der rot-grünen Koalition, sicherlich ein Zufall, da ja auch CDU/CSU die Öko-Steuer nicht abschaffen wollen.

Inzwischen schien auch “Bild” allmählich der Kraftstoff auszugehen, denn der Artikel bestand tatsächlich fast ausschließlich aus alten Zitaten. Der Schluss allerdings hielt eine Überraschung parat:

Umweltminister Jürgen Trittin, hatte erst am Samstag im BILD-Interview allen Autofahrern geraten, ab und zu das Auto stehen zu lassen. Gestern präsentierte er auf BILD-Anfrage ein Drei-Punkte-Programm.

Sind Sie auch so gespannt, welche Punkte der Umweltminister nach Tagen der “Bild”-Attacke endlich aus der Schublade zog? Richtig: Es waren inhaltlich exakt die, die er “Bild” schon vier Tage zuvor diktiert hatte, die dem Blatt aber irgendwie unterwegs abhanden gekommen waren: keine Erhöhung der Mehrwertsteuer, alternative Treibstoffe, sparsamere Autos.

Nein, auch damit ist die Geschichte noch nicht zuende. Um zu belegen, dass Trittin Wasser predigt und Wein trinkt, begleiteten ein “Bild”-Reporter und ein “Bild”-Fotograf den Grünen-Minister am Dienstag einen ganzen Tag lang (die Umstände erläutert Trittin im “Tagesspiegel”). Akribisch schrieb der Reporter am Donnerstag auf, wie viele Kilometer Trittin mit seinem Dienstwagen zurücklegte, obwohl er doch das Ab-und-zu-Stehenlassen propagierte (und “Bild” druckte reichlich Fotos beim Ein- und Aussteigen in den Wagen).

Bilanz der Trittin-Wahlkampftour für diesen Tag: rund 600 gefahrene Kilometer, davon 380 Kilometer mit der Bahn, 215 Kilometer mit der Dienstlimousine, die zuvor 220 Kilometer aus Bonn zum Bahnhof in Bielefeld anfahren mußte, um den Minister abzuholen.

Der eifrige “Bild”-Mann hätte sich die Arbeit sparen können. Denn Trittins Dienstlimousine hat keinen Tropfen Benzin verbraucht. Sie ist, wie “Bild” unauffällig in einer Klammer vermerkt, “für 3400 Euro Aufpreis auf Erdgas umgerüstet” worden. Und Trittins Vorschlag lautete ja: Entweder mal den Wagen stehen lassen oder zum Beispiel auf einen Erdgas-Wagen umsteigen. Aber das komplette Zitat hatte der “Bild”-Mann sicher gerade wieder nicht zur Hand.

Evolution im Eiltempo

“Bild” macht Oskar Lafontaine heute ganz ironisch zum “Gewinner des Tages”. Ihm wurde nämlich von der “Wirtschaftswoche” der “Dodo-Preis für ökonomische Dummheit” verliehen. “Bild” schreibt:

Der “Dodo” war ein flugunfähiger, rund ein Meter großer Insel-Vogel, der wegen seiner mangelnden Lern- und Anpassungsfähigkeit ausstarb.

“Bild” hat diese Charakterisierung des Dodos zwar von der “Wirtschaftswoche” übernommen, falsch ist sie aber trotzdem. Und sie zeugt von ziemlich übersteigerten Erwartungen an die Evolution. Der Dodo, der bis zur Besiedelung seines Lebensraums keinerlei Feinde hatte, wurde nämlich ausgerottet. Er ist hungrigen Matrosen, abgeholzten Wäldern und eingeschleppten Affen, Ratten und Schweinen, zum Opfer gefallen.

So gesehen hätte die “Wirtschaftswoche” den Preis ebenso gut nach den Einwohnern Pompejis nennen können. Diesen Dummerchen ist es ja auch nicht gelungen, sich an herabfallendes Gestein, Flugasche und pyroklastische Ströme zu gewöhnen.

Mit bestem Dank für den Hinweis und die Pointe an Stefan E.

Ich weiß nix!

Nachdem die Schauspielerin Alexandra Neldel einer BILD-Mitarbeiterin ausdrücklich erklärt hatte, dass sie sich zu ihrem Privatleben nicht äußere, stand anschließend in einer “Bild”-Kolumne von Christiane “Ich weiß es!” Hoffmann unter anderem:

“Der ‘Verliebt in Berlin’-Star, bislang als Single geltend, gestand im Getümmel: ‘Ich bin verliebt!'”

Und weil das nicht stimmt, was da in der “Bild”-Kolumne von Christiane “Ich betexte Fotos!” Hoffmann stand, steht heute auf Bild.de (und voraussichtlich am kommenden Samstag auch in “Bild”) eine Gegendarstellung*.

Und dass das nicht stimmt, was da in der “Bild”-Kolumne von Christiane “Ich denk’ mir mal was aus!” Hoffmann stand, steht heute auf Bild.de (und hoffentlich am kommenden Samstag auch in “Bild”), wie gewohnt unter der Gegendarstellung. Da nämlich schreibt “die Redaktion” über Neldel:

Sie hat recht.
 
Mehr dazu hier, hier und hier.

*) Text online nicht mehr verfügbar.

Sunniten? Schiiten?

“Bild” berichtet heute auf der letzten Seite über eine Massenpanik an einer Pilgerstätte des Islam in Bagdad. Im Text heißt es:

1,5 Millionen Iraker pilgerten zur Grabmoschee des Imam Mussa al Kadim, eines sunnitischen Heiligen.

Anders als “Bild” schreibt, handelt es sich bei Mussa al Kadim (auch: Musa al Kadim, Mussa al-Kazim u.a.) aber nicht um einen sunnitischen Heiligen, sondern um den siebten Imam nach der Lehre der Imamiten oder Zwölferschiiten, also um einen schiitischen Heiligen. Die Heiligenverehrung wird zumindest von orthodoxen Sunniten sogar abgelehnt. (Und auch sonst gibt es einige Unterschiede zwischen Sunniten und Schiiten).

Bloß eine kleine Verwechslung, ein Flüchtigkeitsfehler? Schon möglich. Auf jeden Fall ist es aber ein Fehler, der den Verdacht nahe legt, dass “Bild” die gegenwärtigen politischen, gesellschaftlichen und religiösen Spannungen im Irak völlig Schnurz sind. Anders als anderen Zeitungen.

Mit Dank für den sachdienlichen Hinweis an Peter B.

Tatütata

Bitte beantworten Sie die folgende dreiteilige Frage:

Erstens: Welchem Zweck dient Ihrer Ansicht nach der Einsatz von Blaulicht und Martinshorn an Polizeifahrzeugen? Zweitens: In welcher Situation werden die Signale eingesetzt? Drittens: Können Sie sich Situationen vorstellen, in denen Blaulicht und Martinshorn die notwendige Eindeutigkeit polizeilicher Zeichen und Weisungen nicht gewährleisten?

Antwortvorschlag A
Einsatzfahrzeuge der Polizei nutzen Martinshorn und Blaulicht meist, damit andere Autofahrer Platz machen. Das Polizeiauto befindet sich auf dem Weg zu seinem Einsatzort. Aber letztens, wollte die Polizei mich bloß mit Blaulicht und Martinshorn anhalten, was ich zuerst gar nicht richtig begriffen hatte, weil ich die Leuchtschrift “Stop Polizei” zunächst übersehen hatte. Da wär’ ein anderes Signal vielleicht praktischer.

Antwortvorschlag B
Einsatzfahrzeuge der Polizei nutzen Martinshorn und Blaulicht meist, damit andere Autofahrer Platz machen. Die Beamten haben tierischen Kohldampf und Kaffeedurst und sind auf dem Weg zu “Dunkin’ Donuts”. Wenn die jetzt aber ‘n echten Einsatz haben, wär’ so’n extra Zeichen natürlich super — könnt’ ich gleich hinterher.

Wenn Sie sich für Antwort B entschieden haben, sind Sie höchstwahrscheinlich “Bild”-Redakteur und für diesen kurzen Text auf der heutigen Titelseite verantwortlich:

Darin heißt es nämlich:

Zivilfahnder, Streifenbeamte und Autobahn-Cops donnern künftig mit dem Heulton “Yelp” der US-Polizei zu ihren Einsätzen.

Wenn Sie sich aber für Antwort A entschieden haben, ist diese Pressemitteilung des Bundesinnenministeriums sicher interessant. Und für alle, die sich für Antwort B entschieden haben sowieso.

Mit Dank für den Hinweis an Boris T. und Frank R.

“Publizistische Begleitung”

In seiner aktuellen Ausgabe (S. 129) berichtet nun auch der “Focus” über die Hintergründe dessen, was “Bild” kürzlich auf ihrer Titelseite “Deutschlands perverseste Wette” nannte und als Einfall einer Schülerin ausgegeben hatte, die gemeinsam mit einer Freundin herausfinden wollte, wer an einem Tag “mehr Männer in die Kiste” bekomme.

Laut “Focus” handelte es sich bei der Aktion jedoch “um einen cleveren PR-Gag“: Armin Lobscheid, Chef des Kölner Bordells “Pascha”, in dem die “Sexwette” stattfand, habe im Vorfeld für deren “publizistische Begleitung” (O-Ton Lobscheid) gesorgt und verschiedenen Medien einen entsprechenden “Themenvorschlag” gemacht. Weiter heißt es:

“Der Kölner ‘Express’ und das RTL-Magazin ‘extra’ hatten wegen ‘zu viel Hardcore’ abgewinkt. ‘Bild’ dagegen signalisierte erfreut Zustimmung, erst in der Kölner Redaktion, dann die Kettwiger NRW-Zentrale, schließlich die Chefredaktion in Hamburg.

So kooperierte Europas größtes Boulevardblatt exklusiv mit Europas größtem Puff.”

Zusammenfassend nennt der “Focus” die Kooperation (die “der Leserschaft allerdings verborgen” blieb) “eine Art Notgemeinschaft gegen Auflagenschwund und Freierabstinenz”, die “Bild” immerhin eine verkaufte Auflage von “deutlich über vier Millionen Exemplaren” beschert habe…

Papalapapp

Wenn “Bild” heute auf Seite 2 mal wieder “weitere wichtige Fragen zum Besuch von Benedikt XVI.” beantwortet, dann ist das doch eine gute Gelegenheit, mal eben auf den 21. April zurückzukommen, oder? Schließlich hieß es da in “Bild”:

“Die Wahl des deutschen Kardinals Joseph Ratzinger wirft viele Fragen auf. BILD beantwortet die wichtigsten”

Und auf die wichtige Frage “Hat der Papst ein neues Wappen?” antwortete “Bild” damals:

Ja, das vorläufige Papstwappen (Foto) zeigt die gekreuzten Schlüssel und die Tiara. Eine große Kordel symbolisiert den starken Zusammenhalt des Papstes mit den katholischen Christen. Die Bänder der Tiara umwinden die Schlüssel. Alle symbolisieren die zeitliche und geistliche Ordnung des Papst-Amtes. Jesus gab Petrus die Schlüssel des Himmelreiches

Bedauerlicherweise stimmte an der “Bild”-Antwort nur das Wörtchen “Ja” am Anfang. Der Rest ist Unfug: Das auf dem “Foto” abgebildete Wappen nämlich war mitnichten “vorläufig” (oder gar “neu”, wie es dazu bei Bild.de heißt), es ist nicht mal ein “Papstwappen” und erst recht nicht das von Benedikt XVI.. Dessen neues Wappen wurde laut Radio Vatikan (und pfarre-horn.at) “erstmals zur Amtseinführung”, also erst ein paar Tage nach Erscheinen der “Bild”-Antwort, “in einer skizzenhaften grafischen Version” veröffentlicht und sieht selbst in der endgültigen Fassung nicht nur ganz anders aus, sondern hat auch eine komplett andere Bedeutung.

Das “Foto” in “Bild” indes zeigt nichts weiter als das offizielle Wappen des Vatikans – und das wiederum nicht erst seit April oder so, sondern (mehr oder weniger) schon seit dem 14. Jahrhundert. Dumm nur, dass die Erklärung von “Bild” nicht mal dazu passt: Die “große Kordel” beispielsweise verweist im Vatikanwappen auf den Bund zwischen der Macht des Himmelreichs und der göttlichen Herrschaft des Papstes auf Erden. Dass die Kordel “den starken Zusammenhalt des Papstes mit den katholischen Christen” symbolisiert, hatte sich “Bild” daher wohl spontan zurechtphantasiert.

Aber davon, dass “Bild” wichtige Fragen auch richtig beantwortet, war in “Bild” ja auch nie die Rede.

Mit Dank an Filippo R. für den Hinweis.

Nachtrag, 20.8.2005:
Wen wundert’s da, dass “Bild” auch die Frage “Wer schützt den Papst?” u.a. mit dem Satz “Die Schweizergarde ist nicht in Köln.” beantwortet, obwohl das offenbar gar nicht stimmt?

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