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Gefährlicher Kahlschlag, “Stoppt Kopp”, Kampf um ProSiebenSat.1

1. Gefährlicher Kahlschlag
(journalist.de, Michael Kraske)
Michael Kraske berichtet über massive Sparmaßnahmen beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), die auf einer digitalen Mitarbeiterversammlung angekündigt wurden. Demnach müsse der öffentlich-rechtliche Sender bis 2028 160 Millionen Euro einsparen, was zu drastischen Einschnitten im Programm und insbesondere im investigativen Journalismus führen werde. Die Sparpläne hätten bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern große Unruhe und Entsetzen ausgelöst, zumal die Kürzungen auch noch in ein kritisches Wahljahr mit mehreren Landtagswahlen im Sendegebiet fallen.

2. Berlusconi-Konzern und ProSiebenSat.1 auf Konfrontation
(deutschlandfunk.de, Michael Watzke, Audio: 6:30 Minuten)
Die Familie von Silvio Berlusconi, dem ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten und Medienunternehmer, strebt über die Holding Media for Europe (MFE) eine weitere Übernahme von ProSiebenSat.1 an. MFE ist bereits Hauptanteilseigner und wolle nun noch mehr Anteile an dem deutschen TV-Konzern erwerben. Die Pläne stoßen in Deutschland auf große Bedenken. Michael Watzke war bei der ProSiebenSat.1-Hauptversammlung dabei, wo es so lebhaft zugegangen sei wie lange schon nicht mehr.

3. Die Giftküche im Hinterland
(kontextwochenzeitung.de, Thomas Morawitzky)
Thomas Morawitzky berichtet über eine Fahrraddemo gegen den für seine Veröffentlichungen von Esoterik und rechten Verschwörungstheorien bekannten Kopp-Verlag. Die von der Initiative “Stoppt Kopp” organisierte und von 42 Gruppen unterstützte Demonstration hatte zum Ziel, auf die problematischen Inhalte des Verlags aufmerksam zu machen und lokalen Widerstand zu mobilisieren.

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4. EU-Kommission untersucht Desinformation und Drosselung politischer Inhalte
(netzpolitik.org, Maximilian Henning)
Die Europäische Kommission hat eine Untersuchung gegen Facebook und Instagram wegen möglicher Verstöße gegen das Gesetz über digitale Dienste eingeleitet, insbesondere in Bezug auf den Umgang mit Desinformation und die Einschränkung politischer Inhalte. Auch der vom Mutterkonzern Meta eingeführte erschwerte Datenzugang für Forscherinnen und Forscher gäbe Anlass zur Sorge. Meta drohe eine mögliche Strafe von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, was bis zu 7,5 Milliarden Euro entsprechen könnte.

5. Tweet-Kontrolle bleibt
(taz.de)
Tesla-Chef und Twitter/X-Eigentümer Elon Musk ist vor dem Obersten Gericht der USA mit dem Versuch gescheitert, die ihm von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC auferlegten Kommunikationsbeschränkungen anzufechten. Diese Restriktionen, die eine vorherige Prüfung jedes Tesla-bezogenen Musk-Tweets durch einen Juristen vorsehen, wurden nach einem irreführenden Tweet Musks im Jahr 2018 eingeführt, der zu erheblichen Kursschwankungen der Tesla-Aktie führte.

6. Das sind die Gewinnerinnen und Gewinner der “Goldenen Blogger”
(rp-online.de)
Auch in diesem Jahr wurde der Social-Media-Preis “Goldene Blogger” verliehen, diesmal nicht in Berlin, sondern im historischen Zeughaus in Neuss. Als “Bloggerin des Jahres” wurde Tupoka Ogette für ihre rassismuskritischen Beiträge ausgezeichnet, insgesamt gab es 13 Kategorien. Die “Rheinische Post” fasst zusammen, wer sonst noch auf der Nominierungsliste stand und wer sich am Ende über eine der begehrten Trophäen freuen durfte.
Weiterer Lesetipp: In einer Art Rückschau schreibt Mitveranstalter Thomas Knüwer über Barbaras Rhabarberbar und die Sehnsucht nach dem Durchatmen (indiskretionehrensache.de).

Musk im Porzellanladen, Arme Kate, ProSiebenSat.1 ohne Berlusconi

1. Protest war erfolgreich
(djv.de, Hendrik Zörner)
Mit Erleichterung reagiert der Deutsche Journalisten-Verband auf die Nachricht, dass die Berlusconi-Gruppe MediaForEurope eine Übernahme der deutschen Privatsendergruppe ProSiebenSat.1 ausgeschlossen hat: “Das ist ein guter Tag für die Beschäftigten des Senders und für die Medienvielfalt in Deutschland. In Italien hat Silvio Berlusconi die Medien seines Konzerns nach und nach zu politischen Instrumenten für seine eigene Partei umgebaut. Nicht auszudenken, was das für ProSiebenSat.1 hätte bedeuten können.”

2. Twitter macht API-Zugang kostenpflichtig – mit einer Woche Vorlaufzeit
(heise.de, Eva-Maria Weiß)
Twitter kappt mit einer Vorlaufzeit von einer Woche den kostenlosen Zugang zu seinen Schnittstellen (API). Das habe weitreichende Folgen, so Eva-Maria Weiß. Betroffen seien beispielsweise Analysedienste, die Tweets nach Trendthemen abseits der Twittertrends durchsuchen, sowie Social-Media-Tools, die von Redaktionen, Unternehmen und Influencern genutzt werden.
Weiterer Lesehinweis: Auf netzpolitik.org kommentiert Markus Reuter: “Das Unternehmen führt sich damit einmal mehr wie der sprichwörtliche Elefant im Porzellanladen auf. Denn mit seiner Entscheidung zerstört Twitter vermutlich Tausende Freizeit- und Non-Profit-Projekte, die auf die kostenlose Schnittstelle angewiesen sind. Doch unter Elon Musk betrachtet man derlei Folgen offenbar mit Achselzucken. Wenn überhaupt.”

3. Wie Erkenntnisse aus der Psychologie den Journalismus verbessern können
(bonn-institute.org, Margarida Alpuim & Katja Ehrenberg)
Beim Bonn Institute für Journalismus und konstruktiven Dialog gibt es zwei aufschlussreiche Aufsätze zum Thema “Psychologie im Journalismus”. Darin geht es darum, kognitive Filter und Denkfehler zu verstehen und zu vermeiden, sowie um die Macht der Sprache. Eine lohnenswerte Lektüre, auch für alle, die nichts mit der Medienbranche zu tun haben.

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4. Die Nachwuchssorgen der Kreativen
(faz.net, Helena Sophia Schäfer)
Laut einer Studie des medianet berlinbrandenburg gibt es in Berlin und Umgebung einen Fachkräftemangel in der Kreativwirtschaft. 80 Prozent der Medien-, Kreativ- und Digitalunternehmen hätten demnach Probleme, Fachkräfte zu finden, insbesondere in der Filmwirtschaft. Helena Sophia Schäfer begibt sich in ihrem Kommentar auf die Suche nach den Ursachen. Ihr Fazit: “Die Kreativität lebt, da können die besorgten Älteren ganz beruhigt sein. Nicht die Jungen sind spießig, sondern das Fernsehen der Alten ist es.”

5. Die Nominierten für den Goldenen Blogger 2023
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Die Goldenen Blogger bezeichnen sich selbst als “Deutschlands ältesten und wichtigsten Social Media- und Influencer-Award”. Die diesjährige Verleihung findet am 24. April in Düsseldorf statt, doch die Nominierten stehen bereits fest – darunter viele verdiente Online-Engagierte, die alle eine Auszeichnung verdient hätten.
Transparenzhinweis: Der “6-vor-9”-Kurator stand 2022 selbst auf der Nominierungsliste.

6. Die arme Frau
(twitter.com/topfvollgold, Mats Schönauer)
Wie viele Kinder haben Prinzessin Kate und Prinz William eigentlich? Yellow-Press-Kritiker Mats Schönauer vom “topfvollgold” hat nachgezählt und ist auf die erstaunliche Zahl von 336 gekommen. Und inzwischen dürften es noch mehr geworden sein …

Nadelattacken bei ProSieben?, Familiärer NDR-HH, Windkraft

1. Berliner Club-Gäste kritisieren ProSieben für “Needle Spiking”-Experiment
(rbb24.de)
In den vergangenen Monaten gab es immer wieder Berichte von Klubbesuchern oder Festivalbesucherinnen, sie seien mit einer Nadel gestochen worden (“needle spiking”) und hätten danach Symptome erlebt, die einer Vergiftung mit K.-o.-Tropfen ähneln. Nun soll ProSieben derlei Nadelattacken in einem Klub simuliert haben, jedoch ohne die Betroffenen darüber zu informieren. Eine Klubbesucherin will einen Piks gespürt haben, der Sender spricht von Berührungen mit einem Textmarker. So oder so bleiben Fragen zur ethischen Statthaftigkeit des Experiments.
Anmerkung des “6-vor-9”-Kurators: Der US-amerikanische Medizinsoziologe Robert Bartholomew hält das Phänomen “needle spiking” für ein modernes Märchen: “Warum sollte ein Täter so etwas Riskantes wagen, wenn es einfacher wäre, dem Opfer K.-o.-Tropfen in den Drink zu schütten?” (nzz.ch, Florian Schoop)

2. Profitierte die Familie von Funkhaus-Direktorin Rossbach vom NDR?
(businessinsider.de, Philip Kaleta)
Nach Informationen von “Business Insider” sollen auch die Töchter der NDR-Hamburg-Direktorin Sabine Rossbach vom öffentlich-rechtlichen Sender profitiert haben. Die ältere Tochter habe jahrelang PR-Kunden in NDR-Programmen platzieren können, die jüngere eine begehrte Festanstellung im Sender bekommen. Und auch der Ehemann der Funkhauschefin sei vom NDR mit einem üppigen Beratervertrag versehen worden.

3. Über den unverantwortlichen Versuch von Tagesschau und MDR, Windkraft als Klimakiller zu framen
(graslutscher.de, Jan Hegenberg)
In einem Beitrag auf Tagesschau.de ist von “Klimakillern in Windkraftanlagen” die Rede. Gemeint ist damit die Verwendung eines technisch notwendigen Gases. Jan Hegenberg erklärt, warum er dessen Eisatz für eher unproblematisch, den Tagesschau.de-Beitrag aber für problematisch hält: “Sorry, liebe ARD, aber für diesen billigen Gotcha-Journalismus haben wir echt keine Zeit mehr. Ja, Windkraft ist nicht komplett klimaneutral. Surprise: Photovoltaik, vegane Burger und Fahrräder auch nicht.”

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4. “Katastrophen erhöhen das Interesse an Information”
(journalist.de, Jan Freitag)
Steffen Klusmanns Start an der Spitze der “Spiegel”-Redaktion fiel in die Zeit der größten Krise des Hauses, dem Skandal um Fälscher Claas Relotius. Nun leitet Klusmann bereits seit vier Jahren den “Speigel” und hat dessen Transformation mitgestaltet. Der “journalist” hat mit ihm gesprochen, dabei geht es auch um vom “Spiegel” beackerte Boulevardthemen: “Die Trennungsgeschichte von Johnny Depp und Amber Heard hat viele interessiert. Solch ein Thema können wir nicht Bild und Bunte überlassen. Zumal es gesellschaftliche Relevanz hat, und damit passt es auch zum Spiegel.”

5. Querdenker-Anwälte wollen Volksverpetzer mundtot machen
(volksverpetzer.de, Thomas Laschyk)
Die Seite “Volksverpetzer” berichtet immer wieder über die “Querdenker”-Szene und werde von dieser mit allerlei absurden, aber kostspieligen und zeitraubenden “Quatsch-Klagen” überzogen: “Man will uns einschüchtern, Zeit stehlen und massiv Kosten verursachen. Da man mit Argumenten offensichtlich nicht gegen unsere vielen Faktenchecks ankommt, versucht man uns jetzt mit juristischen Mitteln und so genannten SLAPP Klagen mundtot zu machen.”

6. Video der weinenden russischen Touristin entstand vor Krim-Explosionen
(dpa-factchecking.com)
Die Nachrichtenagentur dpa hat ein Video überprüft, das weite Verbreitung fand und in dem sich eine weinende Frau über das Ende ihres Krim-Aufenthalts beklagt – angeblich als Folge von Explosionen auf einer russischen Luftwaffenbasis. Das Fazit der Faktenchecker: “Die Szene mit der weinenden Touristin entstand vor den Explosionen auf der Krim am 9. August. Der Schluss, sie habe ihren Urlaub deswegen abgebrochen, ist also falsch.”

RTLs “Info-Offensive”, Burda beleidigt, Baerbock bei ProSieben

1. Was hinter der Informations-Offensive von RTL steckt
(deutschlandfunk.de, Christoph Sterz, Audio: 6:26 Minuten)
RTL ist bislang vor allem für sein Unterhaltungsprogramm bekannt, doch der Sender wolle seine Kompetenzen im News-Bereich ausbauen. Was steckt hinter der “Info-Offensive”? Die Abgrenzung zu Streaming-Diensten? Der Versuch, sich bei den Medienaufsehern einzuschmeicheln? Oder die gestiegene Nachfrage nach verlässlichen Informationen, wie der RTL-News-Geschäftsführer behauptet?

2. Burda: Böhmermann geht “weit über die Grenzen des guten Geschmacks”
(uebermedien.de, Boris Rosenkranz)
Jan Böhmermann hat sich in der jüngsten Ausgabe seines “ZDF Magazin Royale” mit der deutschen Regenbogenpresse und ihrem skrupellosen Geschäftsmodell beschäftigt. Mit auf der Anklagebank: Der für zahlreiche Klatschblättchen und Lügengeschichten verantwortliche Burda-Verlag, der gegenüber seinen Mitarbeitenden mit einer hilflos wirkenden Stellungnahme reagiert: Die Sendung des TV-Satirikers gehe “weit über die Grenzen des guten Geschmacks”.

3. Über das Ende von Maxwell Strauß wurde nicht diskutiert
(faz.net)
Der Bayerische Rundfunk hat unlängst einen Sketch des Satirikers Helmut Schleich ausgestrahlt, in dem dieser als schwarz geschminkter “Maxwell Strauß” zu sehen war. Zunächst hatte der Sender die Ausstrahlung gegen Blackfacing-Vorwürfe verteidigt, war dann jedoch umgeschwenkt und hat die Sendung aus der Mediathek entfernt. Schleich hat sich dazu in verschiedenen Medien geäußert. Er bedauere, dass “der Diskriminierungsvorwurf stärker gewichtet wurde als die Freiheit der Kunst”. Den Vorwurf des Blackfacings wolle er nicht gelten lassen: “Hier in Deutschland spielt das Thema historisch betrachtet keine besondere Rolle.”

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4. Realität oder Fiktion – wer erklärt die Politik besser?
(de.ejo-online.eu, Joachim Trebbe)
In einer Studie wird die Politik-Darstellung in einer Fernsehserie (“Borgen”) mit der Darstellung in einem politischen Magazin (“Berlin direkt”) verglichen. Joachim Trebbe fasst die Ergebnisse zusammen: “Für das Wissen darüber, wie politische Prozesse ablaufen, können fiktive Geschichten also offensichtlich genauso relevant sein wie die journalistische Berichterstattung über das politische Tagesgeschäft – das gilt allerdings nicht für die Meinungsbildung über aktuelle, gesellschaftliche Probleme – die kann man sich nicht ausdenken.”

5. Behandelt wie die Mafia
(taz.de, Michael Braun)
Die sizilianische Staatsanwaltschaft hat über Rettungseinsätze im Mittelmeer recherchierende Journalisten und Journalistinnen in einem Umfang abgehört, wie es sonst nur ­­­­bei Mafia- oder Terrorismusverdacht üblich ist, berichtet Michael Braun. Mindestens in einem Fall soll eine Person abgehört worden sein, gegen die kein Verdacht bestanden habe. In einem anderen Fall sei ein Gespräch einer Journalistin mit ihrer Anwältin protokolliert worden, das nichts mit den Ermittlungen zu tun hatte. Als Reaktion auf dieses Vorgehen habe die Journalistengewerkschaft für den 3. Mai, den Tag der Pressefreiheit, zu einer Protestkundgebung vor dem Sitz des Ministerpräsidenten in Rom aufgerufen.

6. Baerbock hat bei Pro Sieben leichtes Spiel
(sueddeutsche.de, Cornelius Pollmer)
In der aktuellen “SZ”-Medienkolumne geht es um das erste große Exklusivinterview mit der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bei ProSieben. Cornelius Pollmer zieht ein Fazit: “Bekommen haben die Grünen nicht zuletzt ein schönes Handicapmatch, weil die Interviewer Katrin Bauerfeind und Thilo Mischke es in kaum einer Sekunde vermochten, Baerbock inhaltlich zu stellen. Fazit aus Sicht der Grünen: extrem smarter Schachzug, we love to politain you, netter Fernsehsender, gerne wieder!”

Kalbitz im Sommerinterview, “Zapp”, Liebesinvest bei ProSiebenSat.1

1. Bühne frei für den Feind der Demokratie
(spiegel.de, Ann-Katrin Müller)
In bestechender Beweisführung erklärt die “Spiegel”-Redakteurin Ann-Katrin Müller, warum es keine gute Idee des RBB war, dem nachgewiesenen Rechtsextremisten Andreas Kalbitz ein komplettes Sommerinterview zu widmen. “Warum aber sollte der RBB, ein öffentlich-rechtlicher Sender, der selbstverständlich dem Grundgesetz verpflichtet ist, dem Spitzenpolitiker einer Partei Sendezeit geben, über die der dortige Verfassungsschutzchef sagt: ‘Es liegen hinreichend wichtige tatsächliche Anhaltspunkte dafür vor, dass von ihm Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung ausgehen’? Kalbitz steht wie kaum ein anderer für die Gefahr, die von der AfD für unsere Demokratie ausgeht. Warum soll der RBB ausgerechnet ihm eine Bühne bieten?”

2. Die Willkür muss ein Ende haben
(netzpolitik.org, Constanze Kurz)
netzpolitik.org hat sich mit der Juristin Jacqueline Neumann über Social-Media-Accounts von Amtsträgern und Behörden unterhalten. In dem Interview geht es unter anderem um die Frage, warum die Regierung ihre Kritikerinnen und Kritiker nicht auf Facebook oder Twitter sperren darf. Ein hochinteressantes Gespräch, weil es Licht auf einen bislang nur lückenhaft geregelten Bereich wirft. Und weil es mit dem Fall des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und dessen Twitter-Blockade eines ihn kritisierenden Accounts typische Argumentationsmuster und Abläufe nachzeichnet.

3. “Zapp” und die große Frage: Braucht man einen Sendeplatz, um Programm zu machen?
(uebermedien.de, Jürn Kruse)
Für das Medienmagazin “Zapp” brechen schwierige Zeiten an: Laut eines internen NDR-Papiers werde es zukünftig nur “in reduziertem Umfang produziert”. “Zapp”-Redaktionsleiterin Annette Leiterer befürchte eine Etatkürzung von einem Drittel. “Übermedien”-Redakteur Jürn Kruse ordnet den schmerzhaften Schritt ein und überlegt, wie ein Ausweg aus dem Dilemma aussehen könnte.

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4. Rasender Reporter
(faz.net, Sandra Kegel)
Die “FAZ” erinnert an den am vergangenen Donnerstag verstorbenen Schauspieler Tilo Prückner und dessen Rolle im “Willi-Busch-Report” (1979). Darin spielte Prückner einen Reporter, der mit zweifelhaften Methoden um das Überleben seiner Provinz-Postille “Werra-Post” kämpft. (“Die von ihm, zwecks Auflagensteigerung, provozierten Sensationen nehmen ein unkontrollierbares Eigenleben an, dem ihr Urheber nicht gewachsen ist. Eine vielschichtige Tragikomödie, klug entworfen und souverän inszeniert, mit präziser Information über die damalige deutsche Wirklichkeit.”, Lexikon des internationalen Films.)

5. Was machen ARD und ZDF im Sommer?
(deutschlandfunk.de, Michael Meyer, Audio: 5:43 Minuten)
Dieses Jahr fallen verschiedene Sport-Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, die im Programm der Öffentlich-Rechtlichen fest eingeplant waren, coronabedingt aus. Es müssen also unzählige Programmstunden gefüllt werden, doch womit? Zu befürchten sei: vor allem mit Wiederholungen statt mit neuen Inhalten.

6. Kartellamt sagt Ja zu ProSiebenSat.1 und Lovoo
(wuv.de, Annette Mattgey)
Das Medienunternehmen ProSiebenSat.1 wird immer mehr zum Datingunternehmen. Der Konzern, dem bislang schon die Dating-Plattformen Parship und Elite Partner gehören, verleibt sich aller Voraussicht nach auch Lovoo ein. Das Kartellamt habe bereits grünes Licht gegeben, nun fehle nur noch die Zustimmung aus den USA.

ProSieben, Schwarzer, Stewart, Davies

1. “Winnenden: 100 Euro für eine Tränen-Aufnahme”
(wuv.de, Jochen Kalka)
“Schülern wurde gegen Cash diktiert, was sie vor laufender Kamera sagen sollten. Auch der Satz ‘Tim wurde von seinen Mitschülern gemobbt’, soll gekaufte Filmware gewesen sein. Andere Schüler wurden, ebenfalls gegen ein Entgeld von 20 bis 100 Euro, gebeten, Blumen oder Kerzen abzulegen und sich dann weinend zu umarmen.”

2. “Gibt es noch recherchierende Journalisten?”
(carta.info, Marvin Oppong)
Alice Schwarzer belegt ihre Thesen in der Welt und im Standard zu den Auswirkungen von Pornografie mit Untersuchungen von Henner Ertel vom G.R.P. Institut für Rationelle Psychologie. Dieses wurde aber 2008 von Jochen Paulus in der Zeit als unseriös enttarnt. Gegen Henner Ertel läuft ein Strafverfahren, ihm “wird vorgeworfen, die Grade ‘Doktor’ und ‘Professor’ zu Unrecht zu führen.”

3. Pro7 Newstime täuscht Nachrichten vor
(dwdl.de, Jochen Voß)
“Am Wochenende verstörte ProSieben seine Zuschauer mit Programmtrailern im Stil einer echten Nachrichtensendung.” Auf YouTube zu sehen einmal das in Rekordzeit gealterte Baby, einmal der von Insekten angegriffene Mann.

Read On…

Springer übernimmt ProSiebenSat.1

Axel Springer (“Bild”, “Die Welt”, “Hörzu” …) übernimmt ProSiebenSat.1 (Pro Sieben, Sat.1, Kabel 1, N24, Neun Live …). Bis zum Herbst will Springer 100 Prozent der Fernsehfamilie besitzen und mittelfristig beide Unternehmen miteinander verschmelzen. Was das für die “Bild”-Zeitung und ihre “unabhängige” Berichterstattung bedeutet, kann man erahnen. Und natürlich demnächst hier nachlesen.

Mehr in der “Financial Times” und bei “Spiegel Online”, erste Reaktionen bei tagesschau.de.

Nachtrag, 12.47 Uhr: Auf einer Pressekonferenz sagte ProSiebenSat.1-Chef Guillaume de Posch zu Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner, er werde in Zukunft nicht nur “Bild” und “Welt” lesen, sondern auch die Fernsehprogramme sehen müssen. Und wörtlich: “Ich kann dir versichern, die Frauen sehen auf unseren Sendern genau so gut aus wie in der ‘Bild’-Zeitung.”

Nachtrag, 18.45 Uhr: Die “Süddeutsche Zeitung” kommentiert die Fusion so:

Harmlos, unpolitisch ist [Springer] freilich nicht — und will es auch nicht sein. Man hat gern Einfluss, man hat auch gern Medienmacht, um Dinge zu bewegen. (…) Hier wächst zusammen, was nicht zusammengehört, wenn die Meinungsvielfalt erhalten bleiben soll.

Klarnamenpflicht schadet, Portal gegen EU-Netzsperren, KI erfindet

1. Eine Klarnamenpflicht schadet der Demokratie
(netzpolitik.org, Markus Reuter)
In seinem Beitrag bei netzpolitik.org kritisiert Markus Reuter die von Bundeskanzler Friedrich Merz geforderte Klarnamenpflicht im Internet. Eine solche Maßnahme schränke fundamentale Grundrechte wie die Meinungs- und Pressefreiheit massiv ein. Zudem gebe es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass ein Zwang zur Offenlegung der Identität den digitalen Diskurs tatsächlich befriede.

2. US-Regierung entwickelt offenbar Portal gegen EU-Netzsperren
(spiegel.de)
Die US-Regierung arbeite an einem Portal namens freedom.gov. Die Website solle es europäischen Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen, staatliche Netzsperren für illegale Inhalte wie Hassrede oder Terrorpropaganda zu umgehen. Der Vorstoß spiegele den grundsätzlichen Konflikt zwischen dem weitreichenden US-Verständnis von Meinungsfreiheit und strengeren europäischen Regulierungen wie dem Digital Services Act wider.

3. Die Gesellschaft des Verschwindens
(taz.de, Stephan Weichert)
In einem Essay für die “wochentaz” warnt der Medienwissenschaftler Stephan Weichert vor den weitreichenden gesellschaftlichen Folgen Künstlicher Intelligenz. KI läute das Ende des bisherigen Internets ein und treibe die schleichende Entkernung der Demokratie voran. Tech-Milliardäre würden die Technologie nutzen, um politische Diskurse zu manipulieren und menschliche Reflexion durch algorithmische Berechnungen zu ersetzen. Weichert fordert eine gemeinwohlorientierte KI-Entwicklung, klare Transparenzpflichten und digitale Resilienz.

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4. Wenn die KI Quellen erfindet
(verdi.de, Rudolf Stumberger)
In einem Selbstversuch schildert der Autor Rudolf Stumberger die Neigung Künstlicher Intelligenz zu digitalen Halluzinationen. So habe der Chatbot DeepSeek fiktive Aussagen erfundener Expertinnen generiert, nur um dem geforderten “journalistischen Stil” zu entsprechen. Auf kritische Nachfragen habe das System seine Fehler zwar eingestanden, im nächsten Schritt aber direkt neue falsche Quellen präsentiert. Eine Studie der Europäischen Rundfunkunion (PDF) belege dieses Problem.

5. ProSiebenSat.1 fährt in Österreich großes Sparprogramm
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Die österreichische Tochter von ProSiebenSat.1 habe ein massives Sparprogramm angekündigt, nach dem rund neun Prozent der gesamten Belegschaft wegfallen würden. Dies entspreche dem Abbau von etwa 45 Arbeitsplätzen. Um die Kündigungen sozial abzufedern, verhandle das Management derzeit mit dem Betriebsrat über einen entsprechenden Sozialplan.

6. News & Politik – Podcasts hängen TV und Zeitungen ab
(spotify.com, Su Holder & Chris Guse, Audio: 39:43 Minuten)
In der aktuellen Folge des Branchen-Podcasts “Übers Podcasten” analysiert das Produzenten-Duo Su Holder und Chris Guse einen massiven Wandel im Hörverhalten in Deutschland. Laut einer neuen Studie von Seven.One Audio seien News-Formate mit 28 Prozent Marktanteil nun das meistgehörte Genre. Vor diesem Hintergrund diskutieren die beiden die rasant wachsende Relevanz von politischer Einordnung via Audio.

Hartes Urteil, Analyse statt Anarchie, Synchronsprecher vs. Netflix

1. Hartes Urteil gegen Jimmy Lai sorgt weltweit für Empörung
(spiegel.de)
Der 78-jährige Verleger und Demokratieaktivist Jimmy Lai sei in Hongkong auf Basis des umstrittenen Sicherheitsgesetzes wegen angeblicher Kollaboration mit dem Ausland und Aufruhrs zu 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die EU-Kommission sowie Regierungsvertreter aus Großbritannien und Japan hätten das Urteil scharf kritisiert und Lais sofortige Freilassung gefordert. Die Organisation Human Rights Watch habe den Richterspruch als “grausamen und zutiefst ungerechten” Schlag gegen die Meinungsfreiheit bezeichnet.

2. Holger Friedrichs Jungpionier
(taz.de, Matthias Meisner)
Florian Warweg, der früher für “Alternativmedien” wie “RT Deutsch” und die “Nachdenkseiten” gearbeitet habe, wechsele als parlamentarischer Berichterstatter zur neugegründeten “Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung” (“OAZ”) des Verlegers Holger Friedrich. “OAZ”-Chefredakteur Dorian Baganz habe erklärt, dass man ohne den angeblichen “Bias” westdeutsch geprägter Medien über die negativen Folgen von Aufrüstung und Ukrainehilfe berichten wolle.

3. Giordanis Reset: Analyse statt Anarchie bei ProSiebenSat.1
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Der neue ProSiebenSat.1-CEO Marco Giordani habe bei seinem öffentlichen Debüt eine Abkehr von der bisherigen “Joyn”-Strategie signalisiert und betont, dass die linearen Sender wieder die klare Priorität hätten. Thomas Lückerath wertet Giordanis Auftritt als nüchternen und analytischen “Reset”, der zwar keine radikale Revolution, aber eine spürbare Evolution darstelle. Es bleibe jedoch offen, ob angesichts des angespannten Werbemarktes weitere Sparmaßnahmen notwendig würden.

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4. Netflix: Deutsche Synchronsprecher verweigern die Zusammenarbeit
(youtube.com, Jessica Zahedi, Video: 9:00 Minuten)
“ZDFheute”-Moderatorin Jessica Zahedi unterhält sich mit Patrick Winczewski, der deutschen Synchronstimme von Tom Cruise, über den Konflikt der deutschen Synchronsprecher und -sprecherinnen mit dem Streaming-Giganten Netflix: “Worum geht es in dem Konflikt genau? Welche Rechte haben Sprecher an ihrer Stimme? Und was sagt der Streit über den Umgang mit KI in kreativen Berufen?”

5. Der wichtige Scheiß
(journalist.de, Timur Vermes)
Timur Vermes kritisiert, dass der Journalismus seit Jahrzehnten an Qualität verliere, indem er verzweifelt versuche, Soziale Medien zu imitieren, und sich durch Sparmaßnahmen und Datenhörigkeit selbst entwerte. Vermes stellt fest, dass das Publikum in der digitalen Content-Flut ertrinke und das “Schnellhörensehen” ein Hilferuf sei. Deshalb müsse der Journalismus nicht noch mehr Feeds, sondern Relevanz und harte Auswahl, also den “wichtigen Scheiß”, bieten.

6. Glaskugelige Kaffeesatzlesereien 2026: Sehnsucht nach Echtheit
(indiskretionehrensache.de, Thomas Knüwer)
Thomas Knüwer prognostiziert in seinem jährlichen Ausblick einen massiven “GenAI-Crash” im Jahr 2026. Die immensen Investitionen in Infrastruktur und Rechenzentren seien aus seiner Sicht aufgrund fehlender profitabler Geschäftsmodelle nicht refinanzierbar, was zu einer makroökonomischen Krise führen werde. Als Gegenbewegung erwarte er eine “New Realness”, bei der der Einsatz generativer KI zunehmend als Zeichen von Faulheit und sozialem Abstieg gewertet werde. Zudem sieht Knüwer klassische Medienhäuser in einer Zange zwischen KI-Suchmaschinen und Influencern.

Angriff auf Journalisten, Im permanenten Shitstorm, Straßenbahn

1. Video zeigt Angriffe auf Journalisten bei Kubitschek-Treffen
(taz.de, Jean-Philipp Baeck)
Am Rande eines Treffens des neurechten Verlegers Götz Kubitschek in Schnellroda seien Journalisten des Medienkollektivs “Recherche Nord” von Teilnehmern, darunter Vertreter der AfD-Jugend und der Identitären Bewegung, massiv bedrängt und körperlich angegriffen worden. Wie Videoaufnahmen belegen, seien die Reporter geschlagen, mit Wasser bespritzt und bestohlen worden. An den Einschüchterungsversuchen seien auch prominente Akteure wie Martin Sellner und Kubitschek selbst aktiv beteiligt gewesen. Betroffene werten das Geschehen als alarmierendes Zeichen und sagen, dass der Vorfall eine Vorahnung auf das sei, was die AfD bundesweit plane.

2. Im permanenten Shitstorm
(netzpolitik.org, Tomas Rudl & Markus Reuter)
Laut einer Datenanalyse von netzpolitik.org würden etablierte Medien wie “Tagesschau”, “Spiegel” und “Zeit” auf der Plattform X (vormals Twitter) trotz Millionen von Followerinnen und Followern kaum noch Reichweite erzielen. Stattdessen schlügen ihnen überwiegend Hass und rechte Hetze entgegen. Die Redaktionen würden ihren Verbleib damit rechtfertigen, auf X ein Gegengewicht zu Desinformation bilden zu wollen. In den Kommentarspalten würden jedoch feindselige Trolle und automatisierte Bots dominieren, während alternative Plattformen wie Bluesky inzwischen höhere Interaktionsraten ermöglichen könnten.

3. Berufsgeheimnis weiter schützen
(djv.de, Hendrik Zörner)
Ein Medienbündnis, dem unter anderem der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) angehört, habe das Bundesjustizministerium aufgefordert, den Schutz journalistischer Berufsgeheimnisse auch im digitalen Raum uneingeschränkt zu wahren. Hintergrund sei ein Referentenentwurf zur IP-Adressspeicherung, der Ermittlungsbehörden einen erleichterten Zugriff auf Verkehrsdaten ermögliche und durch die etwaige Erstellung von Bewegungsprofilen den Quellenschutz gefährde. Dem Bündnis würden neben dem DJV der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, der Medienverband der Freien Presse, der Verband Privater Medien, der Deutsche Presserat, ARD, ZDF, Deutschlandradio, Reporter ohne Grenzen und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in Verdi angehören.

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4. Der langsame Niedergang von ProSieben
(youtube.com, Jakob Schreiber, Video: 20:34 Minuten)
In diesem Video geht es um die “wilde Business-Story hinter dem einst größten TV-Konzern Deutschlands”. Der einst mächtige TV-Konzern ProSiebenSat.1 sei durch fehlgeschlagene Investitionen in Internetfirmen und ein vernachlässigtes Fernsehprogramm in eine tiefe finanzielle Krise gerutscht. Da die wichtigen Werbeeinnahmen sänken, und der eigene Streamingdienst Joyn im Vergleich zu Netflix hohe Verluste schreibe, hätten sich Schulden in Milliardenhöhe angehäuft. Als Folge des Absturzes habe die italienische Berlusconi-Familie (Media For Europe) den Sender im Herbst 2025 übernommen und die komplette Führungsebene ausgetauscht.

5. In Frankreich und Australien: Brauchen wir ein Social-Media-Verbot?
(mdr.de)
Frankreich und Australien hätten bereits gesetzliche Verbote für die Nutzung Sozialer Medien durch Jugendliche auf den Weg gebracht. Nun werde auch in Deutschland angesichts einer Empfehlung der Leopoldina über ähnliche Schritte diskutiert. Zwar seien psychische Risiken wie Essstörungen oder depressive Verstimmungen unbestritten, doch Expertinnen und Experten wie die Medienpsychologin Johanna Degen seien skeptisch. Pauschale Verbote würden lediglich Symptome bekämpfen und könnten leicht umgangen werden. Fachleute würden stattdessen eine deutlich frühere Förderung der Medienkompetenz fordern.

6. Schriftsteller Poschenrieder fährt Straßenbahn: “Ich habe die Schnauze voll”
(fr.de, Uli Kreikebaum)
Uli Kreikebaum berichtet über den renommierten Schriftsteller Christoph Poschenrieder, der nach 15 Jahren und acht Romanen seinen Beruf aufgegeben habe, um stattdessen als Straßenbahnfahrer in München zu arbeiten. Als Grund für diesen radikalen Schritt nennt der 61-Jährige die ständige finanzielle Unsicherheit im Literaturbetrieb. Obwohl Fans und Buchhändler den Verlust bedauern würden, habe Poschenrieder seinen Frieden mit der Entscheidung gemacht. Er ziehe nun den geregelten Dienst in der Tram dem Schreiben weiterer Bücher vor.

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