Suchergebnisse für ‘korrigiert’

Kurz korrigiert (270)

Bild.de berichtet, Gebärmutterhalskrebs sei “die zweithäufigste Todesursache bei Frauen”.

In Deutschland sterben jährlich fast 1700 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Zum Vergleich: Über 20.000 Frauen erliegen in Deutschland jährlich einem Schlaganfall, über 10.000 Frauen sterben an Grippe oder Lungenentzündung, fast 5000 stürzen zu Tode.

Was Bild.de vermutlich eigentlich sagen wollte: Gebärmutterhalskrebs ist die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache bei Frauen.

Danke an Martin S.!

Kurz korrigiert (269)

Um Volontär bei “Bild” zu werden, sollte man u.a. möglichst wissen, dass Dimitri Dimitrijewitsch Schostakowitsch im vergangenen Monat 100 Jahre alt geworden wäre und der Toyota Corolla das meistverkaufte Auto der Welt ist.

Bei Bild.de nehmen sie aber auch Leute, die in den vergangenen zwei Jahren und auch den letzten Wochen alle bebilderten Nachrichtenmedien gemieden haben müssen. Leute also, die den Al-Qaida-Führer im Irak Abu Ajjub al-Masri nicht von dem vermutlich von der CIA nach Afghanistan verschleppten Deutschen Khaled al-Masri (Foto) unterscheiden können:

Danke an Nikolaus M.!

Kurz korrigiert (268)

Heute gab es keine Korrekturspalte in “Bild”.

Und wir hätten gedacht, die “Bild”-Zeitung berichtigt wenigstens ihren Kolumnisten Hugo Müller-Vogg, der gestern aus dem Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin einen Theo gemacht hat.

Danke an Karim A.!

Nachtrag, 6.10.2006: Immerhin hat Bild.de Müller-Voggs Fehler jetzt offenbar korrigiert.

Nachtrag, 10.10.2006: Und heute hat “Bild” mit der Berichtigung des Fehlers vom 4.10. dann doch noch die eigene Korrekturspalte gefüllt.

Kurz korrigiert (267)

Bild.de ist im “Lotto-Fieber” und schreibt:

Im Juli erzielte ein Mann aus Schleswig-Holstein mit rund 21,2 Mio. Euro den höchsten Einzelgewinn in der Lotto-Geschichte.

Nö. Den höchsten Einzelgewinn der Lotto-Geschichte erzielte ein Mann im Breisgau am 25. Mai 2005. Er gewann 23,9 Mio. Euro. Und gestern wusste man das in der “Bild”-Familie auch noch.

Danke an Manfred H.!

Nachtrag, 3. Oktober. Sicherheitshalber hat Bild.de den Satz nicht korrigiert, sondern ersatzlos gestrichen.

Kurz korrigiert (266)

Wir können uns nur wiederholen: Die “Bild am Sonntag”-Kolumne von Martin S. Lambeck heißt “Die Woche in Berlin”. Vielleicht sollte er das ernst nehmen und wirklich keine Abstecher mehr nach München, Brasilien, Washington — oder in den Kongo machen. Heute schreibt Lambeck, Verteidigungsminister Franz-Josef Jung hätte dort vergeblich darauf gewartet, von Präsident Laurent Kabila empfangen zu werden.

Kein Wunder: Laurent Kabila ist am 16. Januar 2001 ermordet worden. Präsident der Demokratischen Republik Kongo ist sein Sohn Joseph Kabila.

Danke an Karim A. für den Hinweis!

Nachtrag, 2. Oktober. Bild.de hat den Fehler inzwischen korrigiert.

Kurz korrigiert (265)

Unter der lustigen Überschrift “Sind Raubkopien bald legal?” berichtet Bild.de über das Programm der neu gegründeten Piratenpartei:

Einen Urheberrechtsschutz soll es nach der Vorstellung der Piraten nicht mehr geben.

Im Text wird sogar auf die Internetseite der Piratenpartei verlinkt. Allerdings scheint niemand bei Bild.de das dort erhältliche Parteiprogramm (pdf) verstanden ernsthaft gelesen zu haben. Darin heißt es nämlich:

Wir erkennen die Persönlichkeitsrechte der Urheber an ihrem Werk in vollem Umfang an.

Mit Dank an Mechthild C. und Rabbit Ambulance für den Hinweis.

Nachtrag, 17.40 Uhr: Der Piratenbeauftragte von Bild.de hat sich das Parteiprogramm mittlerweile offenbar etwas genauer durchgelesen und die Formulierung entsprechend angepasst.

Kurz korrigiert (263, 264)

Da “Bild” offenbar in der gestrigen Ausgabe keinen Fehler gefunden hat:

Das Wappen, mit dem “Bild” die Mannschaftsaufstellung des Champions-League-Gegners von Bayern München, Spartak Moskau, illustrierte (siehe Ausriss), ist gar nicht das Wappen von Spartak Moskau, sondern das Wappen von ZSKA Moskau. Die sind zwar auch in der Champions League, spielen aber in einer anderen Gruppe als der FC Bayern München.

Und wo wir gerade dabei sind: Auch im Sportteil von heute hat “Bild” geschlampt. Unter der Spielernoten-Grafik für das gestrige Spiel Werder Bremens gegen Chelsea, taucht bei den Auswechslungen plötzlich “Juventus” auf (siehe Ausriss). Dabei sind die dieses Jahr nicht mal in der Champions League.

Mit Dank an Paragleiber, Christian W., Erich D., Daniel F. und Chrisitan B. für die sachdienlichen Hinweise.

Kurz korrigiert (260/261 — 262)

Ja, ja, nachdem die “Bild”-Zeitung vor ein paar Wochen auf einen “Liebes-Schwindler” hereingefallen war, zeigte sie Verena und Oliver Kahn kürzlich als glückliches Paar. Fraglich allerdings, ob das für Bild.de wirklich Grund genug ist, “Verena Pooth” statt “Verona Pooth” und “Farah Kahn” statt “Farah Khan” zu schreiben.

Und wo wir gerade schon beim Fußball beim Korrigieren sind: Anders als “Bild” heute behauptet, ist Jens Lehmann offenbar nicht, “der einzige Torwart, der in der Bundesliga aus dem Spiel heraus getroffen hat (1997 für Schalke beim 2:2 in Dortmund)”. Denn das gelang auch Frank Rost 2002 für Werder Bremen beim zwischenzeitlichen 3:3-Ausgleichtreffer gegen Hansa Rostock.

Mit Dank an Christiane B. und Lars sowie Sascha M., Sascha G., Stefan L. und Martin F. für die Hinweise.

Nachtrag, 6.9.2006: Fehler 260 wurde korrigiert, 261 auch, Fehler 262 nicht.

Kurz korrigiert (259)

Wenn, sagen wir, das ehemalige Kindermädchen Friede Springer, inzwischen Mehrheitseignerin (!) der “Axel Springer AG”, den Vorstandsvorsitzenden des Medienkonzerns, Mathias Döpfner, heiraten würde, was wäre dann die passende Überschrift? Etwa:

Warum heiratet Friede ihren Chef?
(Hervorhebung von uns.)

Wohl kaum.

Wenn aber stattdessen die ehemalige Catering-Aushilfe Lisa Plenske, inzwischen Mehrheitseignerin (!) von “Kerima Moda”, den Geschäftsführer des Modekonzerns, David Seidel, heiratet, entscheidet sich “Bild” für:

"

Mit Dank an Florian Z., Willibald K. und Jan für den Hinweis.

Kurz korrigiert (258)

Gut, wir können verstehen, dass die Leute von Bild.de zögern, Inhalte von “Bild” einfach zu übernehmen. Und doch: Manchmal wäre es die bessere Entscheidung.

Denn der Mann, in dessen Londoner Penthouse bei einer wilden Party in dieser Woche ein Mann zu Tode stürzte, heißt zwar Gottfried von Bismarck. Es handelt sich aber nicht um den gleichnamigen Ehrensenator der Technischen Universität Hamburg-Harburg, den Bild.de dazu abbildet (Ausriss links). Sondern um den über zwanzig Jahre jüngeren Playboy, der in der gedruckten “Bild” zu sehen ist (Ausriss rechts).

Danke an Axel L., Frank S., Friedrich G. und Arne für die Hinweise!

Nachtrag, 27. August. Bild.de zeigt nun sicherheitshalber gar keinen Gottfried von Bismarck mehr.

Nachtrag, 29. August. Auf Bild.de findet sich heute eine “Richtigstellung”.

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