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“Bild” pokert – und verliert

Es ist doch wirklich sonderbar. In “Bild” kann man heute auf der Seite zwei folgende Schlagzeile lesen:

Und im dazugehörigen Text steht dies:

Um 18.42 Uhr ließ zum ersten Mal eine ZDF-Hochrechnung auch das letzte Fünkchen für Heide Simonis (61/SPD) erlöschen: Selbst die zwei Abgeordneten des Südschleswigschen Wählerverbandes können sie nicht mehr ins Amt der Ministerpräsidentin retten – CDU und FDP haben mit 35 Sitzen die absolute Mehrheit der Mandate errungen!

Andererseits kann man in “Bild” heute auf der Seite zwei aber auch dies hier lesen (übrigens unter der Überschrift “Heide stürzt ab, Merkel lacht”):

Wer regiert künftig in Schleswig-Holstein? Noch unklar!
(…)
Nach einer stundenlangen Zitterpartie stand erst kurz vor Mitternacht fest: Weder für Rot-Grün (33 Sitze) noch für Schwarz-Gelb (34) reicht es zur absoluten Mehrheit.

Das ist zwar fast das Gegenteil des eingangs Zitierten, im Grunde ist es aber einfach zu erklären: Teile der “Bild”-Auflage werden früher gedruckt, als andere, weshalb das vorläufige amtliche Endergebnis dort nicht berücksichtigt werden konnte. Und in dieser Hinsicht unterscheidet “Bild” sich nicht von anderen Zeitungen. In der Hinsicht, dass sie entgegen einfachsten journalistischen Grundregeln derart knappe Hochrechnungen als feststehendes Wahlergebnis präsentiert, allerdings schon.

Quasi als Beleg seien hier deshalb noch einige Zeitungen von heute zitiert, die das vorläufige amtliche Endergebnis auch nicht mehr ins Blatt bekommen haben, dafür aber bestimmte Wörter, die in “Bild” gänzlich fehlen, und die den entscheidenden Vorteil mit sich bringen, dass in diesen (nicht mehr aktuellen) Texten immer noch die Wahrheit steht:

“Union (…) schafft voraussichtlich den Regierungswechsel”
“Süddeutsche Zeitung”

“Bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein zeichnet sich ein Machtwechsel ab
“die tageszeitung”

“die CDU (…) kann womöglich zusammen mit der FDP (…) wieder die Landesregierung stellen.”
“Frankfurter Allgemeine Zeitung”

BILD dir eine Meinung

Interessant, interessant: Falls man nicht unterstellt, dass “Bild” schlicht was dagegen hat, wenn (hierzu zum Beispiel) andere anderer Meinung sind als “Bild”, dann ist wohl schon allein die Tatsache, dass in einer Zeitung zwei verschiedene Meinungen stehen können, für “Bild” (in der ja manchmal sogar zwei verschiedene Wahrheiten stehen) Grund genug, um daraus einen “Verlierer” des Tages zurechtzubiegen – und die Meinungsverschiedenheit “peinlich” zu finden.

Mit anderen Worten:

“Peinlich für den Politikchef der ‘Süddeutschen Zeitung’. Einen Tag, nachdem Heribert Prantl (51) die Rede von Bundespräsident Köhler von seinem Münchener Schreibtisch aus im Leitartikel runtergemacht hat (‘Allgemeinplätze aneinandergereiht …’), mußte er sich im eigenen Blatt vom jüngeren Kollegen belehren lassen. Reporter Christoph Schwennicke, der Köhler live im Israelischen Parlament erlebt hatte, urteilte: eine Rede ‘mit besonderer Kraft’.”

PS: Natürlich hätte “Bild” aus demselben Grund auch ebenso gut Herrn Schwennicke zum “Gewinner” machen können, aber der Platz für den “Gewinner” war ja schon vergeben an den tollen Auflagenrekord eines verlagseigenen Sonderhefts der “AutoBILD”! [Ach nee, Unsinn: Das mit der “AutoBILD” war ja gar nicht heute, sondern gestern, sorry…]

“Bild” macht Neuanfang

“Bild”-Chefredakteur Kai Diekmann greift hart durch: Er will bei der Beachtung der “journalistischen Standards” des Blattes in Zukunft kein Auge mehr zudrücken. Das sagte er anlässlich der Neubesetzung mehrerer Stellen in der Chefredaktion, die er als “Zäsur” bezeichnete. Seine “grundsätzlichen Überlegungen” waren ihm “so wichtig”, dass er sie zusätzlich per E-Mail an die “Bild”-Mitarbeiter schickte. In dem Brief, den die Fachzeitschrift “werben & verkaufen” veröffentlichte, lobt er die Bedeutung des Blattes, fährt aber fort:

Wo Licht ist, ist Schatten. Wo gearbeitet wird, da werden Fehler gemacht. Das heißt nicht, daß wo mit besonders großen Buchstaben gearbeitet wird, deshalb auch besonders große Fehler gemacht würden. Aber: In großen Buchstaben sind Fehler eben besonders eindrucksvoll und tun uns besonders weh. Gerade weil wir journalistischer Schrittmacher und Marktführer sind, werden wir sehr genau und kritisch beobachtet. Und deshalb müssen wir uns selbst und unsere Performance jeden Tag kritisch überprüfen.

Jeder Fehler ist ein Fehler zuviel! Lassen Sie mich ein paar Dinge unsortiert herausgreifen:

Wer sich bei heiklen Themen auf andere verläßt und keine eigenen Recherchen anstellt, paßt nicht zu uns. Übergeigte Überschriften, die vom Text nicht gehalten werden, haben in BILD nichts zu suchen. Texte, die man nicht versteht, Bildunterschriften, die lieblos hingerotzt werden, machen unsere Zeitung kaputt. Wer bei anderen abschreibt und dabei nicht mal in der Lage ist, Namen oder Fakten richtig abzuschreiben, gehört nicht zu BILD!

Was ich Ihnen hier beispielhaft sage, sind eigentlich selbstverständliche Standards. … Deshalb gilt bei der Beachtung unserer journalistischen Standards künftig: Null Toleranz! Qualität kommt von quälen. Und das erwarte ich von uns. Jeden Tag, immer wieder.

Wem die Bereitschaft fehlt, mit Lust, mit Liebe und mit Leidenschaft für BILD zu arbeiten, jeden Tag für das gesamte Blatt mitzudenken, der sollte sich prüfen, ob er bei uns wirklich richtig ist. In diese Kritik schließe ich jeden, der Führungsverantwortung trägt, vor allem und zu allererst mich, ein.

Der Antritt der neuen Mitglieder der Chefredaktion, fast vier Jahre, nachdem Diekmann “Bild”-Chefredakteur wurde, solle als ein “Neuanfang” begriffen werden, schrieb Diekmann:

Wenn alle mitmachen, werden die nächsten vier Jahre ganz sicher so erfolgreich wie die vergangenen vier Jahre.

Wir begrüßen den “Neuanfang”, weisen aber darauf hin, dass die verkaufte Auflage von “Bild” in den vergangenen vier Jahren um elf Prozent oder eine halbe Million Exemplare gesunken ist.

Warum lassen so viele Fans “Bild” im Stich?

“Warum lassen so viele Fans Raab total im Stich?” fragt “Bild” heute in einer Schlagzeile auf Seite 4 und schreibt:

“TV-Lästermaul Stefan Raab (38) laufen die Zuschauer weg.”

Und vielleicht ist es sinnvoll, an dieser Stelle zunächst an einen “Bild”-Artikel vom April diesen Jahres zu erinnern, der mit dem Satz begann:

“TV-Lästermaul Stefan Raab (37) leidet mit seiner Pro7-Show ‘TV total’ an akutem Quotenschwund.”

Ja, und vielleicht sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass die “Bild”-Berichterstattung damals von ProSieben als “Quatsch” bezeichnet wurde. (Womöglich schadet es auch nicht, jetzt mal eben einen “FAS”-Text vom Mai diesen Jahres – Überschrift: “Raab gegen ‘Bild'” – zu verlinken.)

Aber zurück zur heutigen “Bild”-Ausgabe:

“Droht ihm das gleiche Schicksal wie seiner TV-Kollegin Anke Engelke (38), die wegen schlechter Quoten vergangene Woche aus dem Programm gekippt wurde? (…) Läuten die bedrohlich niedrigen Zahlen sein TV-Ende ein?”

Solche Fragen stellt “Bild” sich und ihren Lesern. Stellt man sie einer ProSieben-Sprecherin, lautet die Antwort (wie im April) schlicht: “Nein.”

Und mag sein, das heißt noch gar nichts. Es mag auch sein, dass “TV total” am “vergangenen Mittwoch”, wie “Bild” schreibt, tatsächlich “nur 1,15 Millionen” Zuschauer fand (jedenfalls ungefähr: ProSieben sagt “1,2 Millionen”). Dass die Quoten nach Senderangaben jedoch am vergangenen Montag mit 1,47 Millionen oder am Donnerstag mit 1,57 Millionen (und am Dienstag trotz “Chamions League” bei 1,25 Millonen) zum Teil deutlich über dem Mittwochswert lagen, bleibt bei “Bild” unerwähnt. Und dass für ProSieben letztlich sowieso nicht alle, nur die 14- bis 49-jährigen Zuschauer zählen, auch.

Suggestiver und sinnentstellender ist da wohl nur noch die “Bild”-Grafik zum angeblichen “Quotensturz bei ‘TV total'”. Denn – mal abgesehen davon, dass die dort fürs Jahr 2000 verzeichnete Zuschauerzahl von 3,71 Millionen keine relevante Größe ist, weil “TV total” damals nicht vier- sondern nur einmal wöchentlich ausgestrahlt wurde – zeigt die Kurve mitnichten einen “Quotensturz”, sondern, nun ja, eine Konsolidierung. Schließlich hat sich der Zuschauerschwund von vormals jährlich weit über 200.000 auf zuletzt gerade mal 30.000 reduziert, so dass es durchaus angebracht wäre zu schreiben:

TV-Lästermaul Stefan Raab (38) laufen immer weniger Zuschauer weg.

Wie hingegen ein wirklicher “Quotensturz” aussähe, veranschaulicht die von uns angefertigte Vergleichsgrafik zur Auflagenentwickung der “Bild” im selben Zeitraum.
 
 
 

KW 51/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

***

1. Haben Thüringens Behörden ein Problem mit Journalisten?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 22:24 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Holger Klein mit dem Verdi-Gewerkschafter Peter Dinkloh über die Neuauflage eines Prozesses gegen zwei Neonazis, die 2018 im thüringischen Fretterode Journalisten brutal angegriffen haben. Der Bundesgerichtshof habe das erste, sehr milde Urteil aufgehoben, weil das Landgericht das politische Motiv der Tat zunächst ignoriert habe.

2. Netflix vs. Paramount – Trump mischt bei Übernahme von Warner Brothers mit
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 25:05 Minuten)
Bei “BR24 Medien” geht es um die Bieterschlacht der Streaming-Giganten Netflix und Paramount um das Hollywood-Studio Warner Brothers Discovery. Martin Ganslmeier, ARD-Korrespondent in New York, kommentiert: “Medienexperten hier in den USA sagen, eigentlich ist das die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn Netflix Warner Brothers übernimmt, dann sind die Kinos in Gefahr, wenn umgekehrt Paramount sich doch noch durchsetzen sollte, dann wird der links-liberale Nachrichtensender CNN neutralisiert.”

3. »Journalismus im Fadenkreuz – Angriffe auf die unabhängige Presse und die Meinungsfreiheit«
(youtube.com, Carolin Emcke, Video: 1:44:46 Stunden)
Carolin Emcke diskutiert mit Anna-Lena von Hodenberg, Anja Osterhaus und Gilda Sahebi über die systematischen Angriffe auf den unabhängigen Journalismus. Die Runde analysiert, wie Hass und Gewalt gezielt gegen Frauen und marginalisierte Gruppen eingesetzt würden, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Zentral sei dabei die Frage, welche Strategien es gibt, um sich gegen diese Zerstörung der Meinungsfreiheit zu wehren.

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4. Fromm, kontrovers, extrem? Christfluencer in sozialen Medien
(ardaudiothek.de, Thomas Bimesdörfer & Michael Meyer, Audio: 20:38 Minuten)
Christliche Influencer würden in den Sozialen Medien ein immer größeres Publikum erreichen, doch neben den frommen Inhalten befänden sich oft rechte politische Botschaften. Besonders freikirchliche Akteure würden die Plattformen nutzen, um ihre teils demokratiefeindlichen Weltbilder zu verbreiten. Die Journalistin Kyra Funk ordnet diesen Trend im Interview bei “Medien – Cross und Quer” ein und erklärt, wo die Grenzen der Religionsfreiheit liegen.

5. Wie YouTube zu BILD wird
(youtube.com, Mats Schönauer, Video: 24:36 Minuten)
Mats Schönauer analysiert in seinem Video, dass sich die Plattform YouTube durch zunehmende Sensationsgier und Desinformation immer mehr den Methoden der “Bild”-Zeitung annähere. Unterstützt wird er dabei von dem YouTuber Zeo, der die historische Entwicklung YouTubes von den harmlosen Anfängen hin zu einem professionellen Geschäft mit der Wut beleuchtet. Anhand von Beispielen zeigt Schönauer, wie YouTuber gezielt Desinformation, Hetze und sogar KI-Fälschungen nutzen, um mehr Klicks und Geld zu generieren.
Transparenzhinweis: Mats Schönauer ist ehemaliger Leiter des BILDblog und Co-Autor des BILDblog-Buchs “Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet”.

6. Rützel & Respondek vs. Raab & Co – der Jahresrückblick
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 39:43 Minuten)
“Warum sind Stefan Raabs Witze genauso wie ellenlange Event-Quizshows einfach nicht totzukriegen? Was sagt der Trend zu Verräter-Formaten wie ‘The Power’ oder ‘Werwölfe’ über unsere Gesellschaft aus? Muss man im Fernsehen wirklich weiter Menschenjagden veranstalten?” Darüber unterhält sich Alexander Matzkeit mit den TV-Experten Lukas Respondek (fernsehserien.de) und Anja Rützel (unter anderem “Spiegel”).

Medienversagen, Verdrehte Themen, Content aus dem Klassenraum

1. Medienversagen nach der Tragödie von Graz
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Andrea Gutschi kritisiert, dass zahlreiche Medien nach dem Amoklauf in Graz grundlegende journalistische Prinzipien verletzt hätten. Sie beanstandet unter anderem, dass einige Redaktionen den Täter durch Fotos, persönliche Details und Deutungen seiner Psyche unnötig in den Mittelpunkt gerückt hätten, was ein gefährliches Identifikationspotenzial für mögliche Nachahmer geschaffen haben könnte. Insgesamt sei Gutschis Einschätzung nach das mediale Verhalten in dieser Ausnahmesituation weniger von Aufklärung als von Emotionalisierung und dem Streben nach Reichweite geprägt gewesen.
Weiterer Lesetipp: Ganz ähnlich sieht das Boris Rosenkranz bei “Übermedien”: “Sie verbreiten reißerische Videos und belagern traumatisierte Menschen: Einigen Medien geht es nach dem Grazer Amoklauf nicht um sachliche Berichterstattung, sondern darum, im Rennen um exklusive Content-Schnipsel vorne zu liegen. Wie immer bei solchen Ereignissen.”

2. Die “Berliner Zeitung” verdreht Themen so lange, bis sie ins verhetzende Muster passen
(msn.com, Jochen Zenthöfer)
Jochen Zenthöfer kritisiert, dass die “Berliner Zeitung” Themen aus seiner Sicht systematisch so verdrehe, bis sie in ein populistisches oder hetzerisches Narrativ passen würden. Aktuell werde eine Soziologin, die demokratisch zur Präsidentin einer Hochschule gewählt worden sei, mithilfe fragwürdiger Plagiatsvorwürfe und suggestiver Berichterstattung diskreditiert. Wichtige Fakten und Kontext würden dabei weggelassen, um ein Bild von Skandal und politischer Fehlbesetzung zu erzeugen.

3. “Klimapolitik wird zum Kulturkampfthema erhoben”
(orsted.de, Nils Husmann)
Luis Paulitsch warnt im Interview mit Nils Husmann, dass viele Alternativmedien nicht primär Meinungsvielfalt fördern, sondern gezielt rechte Narrative verbreiten und einen politischen Rechtsruck anstreben würden. Unterstützt von Social-Media-Algorithmen könnten sie mit emotionalisierenden Inhalten gezielt Angst und Empörung schüren. Das geschehe oft im Zusammenhang mit Themen wie Klimapolitik, Migration oder Energiekrisen. Trotz oft geringer Reichweite würden sie es immer wieder schaffen, durch geschickte Themenplatzierung und ideologische Netzwerke die öffentliche Debatte spürbar zu beeinflussen.

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4. Warum wir regionale Zeitungen in der digitalen Ära brauchen
(medientage.de, Petra Schwegler)
Petra Schwegler berichtet über eine neue Studie, der zufolge regionale Zeitungen trotz sinkender Auflagen weiterhin eine wichtige Rolle spielen, auch weil sie digital immer stärker genutzt würden. Die Studie stammt von der Score Media Group, einem Zusammenschluss regionaler Zeitungen, und zeige: Viele Menschen würden lokale Berichterstattung für unverzichtbar halten und seien zunehmend bereit, dafür zu zahlen und Werbung zu akzeptieren. Der digitale Wandel gelte dabei nicht als Bedrohung, sondern werde als Chance gesehen, neue Leserinnen und Leser über verschiedene Kanäle zu erreichen.

5. Berichten über LSBTIQ-Themen
(verdi.de)
Queere Menschen begegnen in Medienberichten noch immer häufig missverständlichen oder klischeehaften Formulierungen. Um Unsicherheiten zu beseitigen und Fehler zu vermeiden, helfe ein aktualisierter Leitfaden des Bundes Lesbischer und Schwuler JournalistInnen, der konkrete Tipps und Fallbeispiele für sensible und sachgerechte Sprache liefere.

6. Content aus dem Klassenraum – Dürfen Lehrer Influencer sein?
(youtube.com, Lisa Beusch & Kim Kristin Mauch, Video: 18:57 Minuten)
Der Beitrag des NDR-Medienmagazins “Zapp” zeigt, wie Lehrkräfte auf Plattformen wie TikTok und Instagram mit Einblicken in ihren Schulalltag viralen Content erstellen. Dabei würden sie in Konflikt mit Datenschutz, Werbung und ihrem Bildungsauftrag geraten, wenn etwa Schülerinnen und Schüler Teil der Videos werden. Lisa Beusch und Kim Kristin Mauch begleiten zwei angehende Lehrerinnen, die wegen ihrer Posts ihren Job verloren haben, und gehen den rechtlichen und ethischen Fragen hinter dem Phänomen nach.

Gaza, Kommt die Digitalabgabe?, Ohrfeigen für den Journalismus

1. Journalisten müssen vor Gericht gehört werden
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Organisation Reporter ohne Grenzen setzt sich dafür ein, dass palästinensische Journalistinnen und Journalisten, die in Gaza Opfer israelischer Angriffe wurden, beim Internationalen Strafgerichtshof offiziell als Opfer und nicht nur als Zeugen gehört werden. Ziel sei es, den betroffenen Medienschaffenden zu Gerechtigkeit zu verhelfen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

2. Kulturstaatsminister will Internetriesen zur Kasse bitten
(spiegel.de)
Kulturstaatsminister Wolfram Weimer plane eine Digitalabgabe, bei der große Internetplattformen wie Google und Meta künftig zehn Prozent ihrer in Deutschland erzielten Umsätze abführen sollen. Vorbild für das Vorhaben sei Österreich, wo eine ähnliche Abgabe bereits seit 2020 gelte und keine relevanten Preiserhöhungen für Endkunden verursacht habe.

3. “TikTok ist schuld, oder nicht?”
(blog.medientage.de, Bettina Pregel)
Der Blogger und Politikberater Martin Fuchs warnt im Gespräch mit Bettina Pregel davor, gesellschaftliche Probleme wie Radikalisierung und Einsamkeit allein TikTok zuzuschreiben. Fuchs betont, dass zur demokratischen Meinungsbildung eine umfassende Medienkompetenz aller Altersgruppen nötig sei, da viele Menschen Schwierigkeiten hätten, belastbare Quellen von unseriösen Informationen zu unterscheiden.

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4. SWMH-Mediengruppe will sich von Regionalzeitungen in Baden-Württemberg trennen
(swr.de)
Die Südwestdeutsche Medienholding, unter anderem mehrheitliche Eigentümerin der “Süddeutschen Zeitung”, beabsichtige, ihre Regionalzeitungen in Baden-Württemberg wie die “Stuttgarter Zeitung” und die “Stuttgarter Nachrichten” an die Neue Pressegesellschaft (unter anderem “Südwest Presse”) zu verkaufen. Die Übernahme stehe noch unter Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung, soll aber nach Genehmigung ein neues Zeitungshaus mit rund 700.000 Exemplaren Gesamtauflage schaffen. Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft Verdi seien besorgt wegen möglicher Arbeitsplatzverluste und würden vor einer zunehmenden Medienkonzentration warnen.

5. SLAPP: Ohrfeigen für den kritischen Journalismus
(dfjv.de, Gunter Becker)
Gunter Becker beschreibt in seinem Beitrag, wie Journalistinnen und Journalisten durch sogenannte SLAPP-Klagen (strategische Klagen gegen öffentliche Beteiligung) eingeschüchtert und mundtot gemacht werden sollen, insbesondere wenn sie über brisante Themen wie Korruption oder gesundheitliche Risiken recherchieren. Anhand konkreter Fälle zeigt Becker, dass SLAPP-Klagen von Behörden, Unternehmen sowie Politikerinnen und Politikern genutzt werden, um kritische Berichterstattung durch juristischen und finanziellen Druck zu unterbinden.

6. Gleichstellungsbeauftragte im ÖRR stärken
(verdi.de, Claudia Krieg)
Das Verdi-Medienmagazin “M” hat mehrere Gleichstellungsbeauftragte von öffentlich-rechtlichen Sendern (SWR, NDR, BR) dazu befragt, ob sie ihre Arbeit als effektiv für mehr Geschlechtergerechtigkeit erleben. Die Antworten würden zeigen, dass die jeweiligen Maßnahmen der Sender unterschiedlich erfolgreich und vielfältig sind. Dazu gehören Maßnahmen wie spezielle Mentoringprogramme, die Teilnahme an Initiativen wie der “50:50-Challenge” und der Einsatz von Checklisten und Schulungen, um Diskriminierung zu verhindern und das Bewusstsein für Vielfalt zu stärken.

Hartes Arbeitsklima, Ende der freien US-Presse?, Holger Friedrich

1. “Das Arbeitsklima ist extrem hart”
(verdi.de, Stefan Mey)
Im Interview mit Stefan Mey schildert Katharina Weiß von Reporter ohne Grenzen, dass die Berichterstattung über den Nahostkonflikt für viele Journalistinnen und Journalisten in Deutschland mit massivem Druck, Anfeindungen und struktureller Einschränkung der Pressefreiheit verbunden sei. Besonders problematisch seien körperliche Angriffe auf Demos, gezielte Online-Hasskampagnen sowie politische Interventionen und redaktionelle Selbstzensur, etwa durch Begriffssperren oder ungleiche Behandlung von Quellen.

2. Das Ende der freien Presse in den USA?
(ndr.de, Fritz Lüders, Video: 21:22 Minuten)
Der Beitrag des NDR-Medienmagazins “Zapp” zeigt, wie die Regierung von Donald Trump gezielt klassische Medien ausgrenze, regierungstreue Influencer in den Vordergrund rücke und kritische Berichterstattung systematisch unter Druck setze. Durch wirtschaftliche Hebel, rechtliche Drohungen und politische Einflussnahme auf Medienaufsicht und Auslandsrundfunk sei die Pressefreiheit in den USA massiv gefährdet. Diese Strategie bedrohe nicht nur einzelne Medienschaffende, sondern schwäche die demokratische Öffentlichkeit insgesamt.

3. Holger Friedrich sagt, wie (gut) es beim Berliner Verlag läuft – und lässt eine Zeitschrift der Weimarer Republik wieder aufleben
(kress.de, Marc Bartl)
Wie Marc Bartl bei “kress” berichtet, plant Verleger Holger Friedrich eine Neuauflage der Zeitschrift “Weltbühne”, um an deren republikanisch-antimilitaristische Tradition aus der Weimarer Zeit anzuknüpfen und Räume für offenen Diskurs zu schaffen. Gleichzeitig habe Friedrich Geschäftszahlen des Berliner Verlags (unter anderem “Berliner Zeitung”) offengelegt: 2024 sei ein operativer Gewinn von 1,4 Millionen Euro erzielt worden, was die wirtschaftliche Stabilität des Hauses belege. Als nächstes Ziel wolle Friedrich mit dem Berliner Verlag Gesellschafter der Deutschen Presseagentur (dpa) werden, um ostdeutsche Perspektiven stärker in die Medienlandschaft einzubringen.

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4. ORF jubelt über den ESC-Sieg und fängt schon an zu rechnen
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Im “Austria-Update” von “DWDL” schreibt Timo Niemeier, dass der öffentlich-rechtliche ORF trotz erheblicher Sparzwänge den Eurovision Song Contest 2026 in Österreich ausrichten möchte. Die Vorbereitungen dafür hätten bereits begonnen. Gleichzeitig warne der ORF-Redaktionsausschuss vor einem massiven Programmabbau infolge eingefrorener Rundfunkbeiträge und appelliere an die Politik, die redaktionelle Unabhängigkeit zu wahren. Weitere Themen: Canal+ soll ein Angebot für die TV-Rechte an der österreichischen Bundesliga abgegeben haben, ein Verleger sei wegen Bedrohung verurteilt worden, und der Medienwissenschaftler Leonhard Dobusch ziehe als neues SPÖ-Mitglied in den ORF-Stiftungsrat ein.

5. Kritik oder Rassismus? – Warum Herkunft kein Makel ist
(thueringer-allgemeine.de, Roya Hedayati)
In einem Kommentar für die “Thüringer Allgemeine” berichtet Roya Hedayati, dass sie als Volontärin in der Lokalredaktion Arnstadt sowohl Offenheit als auch alltäglichen Rassismus erlebt habe: “Ich habe viele offene Menschen kennengelernt – und gleichzeitig erlebt, wie verletzend es sein kann, als junge Frau mit Migrationsgeschichte im Journalismus zu arbeiten.” Abwertende Kommentare über ihre Herkunft würden zeigen, dass Diskriminierung sowohl im Journalismus als auch im Alltag des Ilm-Kreises präsent sei. Hedayati ruft dazu auf, Ausgrenzung nicht zu ignorieren, sondern offen anzusprechen und sich für Vielfalt und Respekt einzusetzen.

6. Gefährlicher Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung
(netzpolitik.org, Chris Köver & Sebastian Meineck)
Bei netzpolitik.org argumentieren Chris Köver und Sebastian Meineck, dass das neue schwedische Gesetz zur Online-Sexarbeit nicht nur Sexarbeiterinnen kriminalisiere, sondern auch tief in digitale Plattformstrukturen eingreife. Plattformen wie OnlyFans oder Snapchat könnten demnach künftig strafrechtlich belangt werden. Zudem würden verstärkte Inhaltslöschungen, Profilverbote und der Ausschluss Betroffener von Zahlungsdiensten drohen. Der Gesetzgeber nutze den Schutz vor Missbrauch als Vorwand, um die Überwachung digitaler Kommunikation und Zahlungsflüsse auszuweiten.

Drohender Kulturkampf?, Problem mit Ruhegeldern, Zerschlagung

1. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer braucht einen Masterplan
(djv.de, Gina Schad)
Gestern verkündete der designierte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass Wolfram Weimer, einst Chefredakteur der “Welt” und des “Focus”, Kulturstaatsminister werden soll. Der Deutsche Journalisten-Verband kommentiert Weimers Ernennung: “Durch seinen beruflichen Hintergrund als Verlagsmanager kennt Wolfram Weimer den Hintergrund privater Medienhäuser. Wir hoffen daher, dass er sich für eine zukunftsweisende Journalismusförderung einsetzen wird, der Qualitätsjournalismus in der Fläche garantieren wird und nicht auf eine reine Subventionierung der Zustellung von Printprodukten setzt.”
Weiterer Lesetipp: In der “taz” konstatiert Dirk Kniphals: “Droht also jetzt ein rechter Kulturkampf von der Spitze des Kulturstaatsministeriums aus? Es spricht tatsächlich viel dafür, dass Weimer geholt wird, um es den Linken, den ‘Gutmenschen-Bevormundern und moralischen Besserwissern’, wie er im Vorwort zu seinem Buch formuliert, zu zeigen. Avancierte, emanzipative und popkulturelle Ansätze müssen sich auf Gegenwind einstellen.”

2. Der RBB wird sein Problem mit hohen Ruhegeldern nicht los
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Der RBB sei vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, die hohen Ruhegeldzahlungen an eine ehemalige Programmdirektorin einzustellen, und müsse der Frau weiter monatlich über 8.000 Euro Ruhegeld zahlen. Der öffentlich-rechtliche Sender habe erfolglos argumentiert, die Verträge seien sittenwidrig und würden wegen der enormen Gesamtsummen ein “wucherähnliches Rechtsgeschäft” darstellen.
Weiterer Lesetipp: In seinem Kommentar beim “Tagesspiegel” fragt Joachim Huber: “Ist nun moralisch fragwürdig, was rechtlich zulässig ist? Das muss die Vizepräsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, das muss Claudia Nothelle für sich entscheiden.”

3. Warum es für Alphabet, Meta & Co. eng werden könnte
(netzpolitik.org, Tomas Rudl)
Tomas Rudl beschreibt, wie große Technologiekonzerne durch kartellrechtliche Untersuchungen und Gerichtsverfahren immer stärker unter Druck geraten. Insbesondere Alphabet (Google) drohe nach den jüngsten Urteilen die Zerschlagung. Rudl erläutert auch die politische Dimension dieser Verfahren, in denen Republikaner wie Donald Trump und JD Vance die Konzerne nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ideologisch ins Visier nähmen.

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4. Newsletter Netzwerk Recherche 244
(netzwerkrecherche.org, Stefanie Dodt)
Wie immer eine Empfehlung wert, nicht nur für investigativ arbeitende Journalistinnen und Journalisten: der Newsletter des Netzwerk Recherche. Die aktuelle Ausgabe beginnt mit Überlegungen von Stefanie Dodt, warum Redaktionen ihre Rechercheobjekte nicht erst kurz vor der Veröffentlichung konfrontieren sollten, und wie ein frühzeitiger Dialog zu mehr Vertrauen führen kann. Außerdem gibt es einen Überblick über medienrelevante Nachrichten, Veranstaltungen, Preise und Stipendien.

5. Urteil: Medienwächter dürfen Pornoplattformen sperren lassen
(digitalfernsehen.de, Florian Pötzsch)
Das Verwaltungsgericht Berlin habe entschieden, dass die Medienanstalt Berlin-Brandenburg berechtigt sei, Internetanbieter zur Sperrung der deutschsprachigen Pornoseiten “Pornhub” und “Youporn” zu verpflichten, da deren Betreiberin “Aylo Freesites” jahrelang Jugendschutzauflagen ignoriert und finanzielle Interessen über rechtliche Vorgaben gestellt habe. “Aylo Freesites” könne gegen diese Entscheidung noch Rechtsmittel beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen.

6. Filmtipp: Good News
(verdi.de, Jürgen Kiontke)
Jürgen Kiontke empfiehlt “Good News”, einen Spielfilm von Hannes Schilling über den Journalisten Theo, der unter beruflichem und finanziellem Druck eine Reportage über Rebellen in Südthailand erfindet. Der Film reflektiere kritisch, aber empathisch, über die Isolation von Auslandskorrespondentinnen und -korrespondenten in gefährlichen Gebieten, den Druck und die Gefahren im Journalismus und erinnere dabei an reale Fälle wie den von Claas Relotius.

Angriffe auf Journalisten, Auskünfte aus Magdeburg, Verstummte Stimme

1. Intifada gegen die Presse
(taz.de, Nicholas Potter)
Nicholas Potter beklagt in seinem Kommentar, dass Journalistinnen und Journalisten, die kritisch über antiisraelische Demonstrationen berichten, zunehmend Opfer von Drohungen, Gewalt und Einschüchterung würden: “Auch ich persönlich bin einer Diffamierungskampagne samt Bedrohungen und Beleidigungen in den Sozialen Medien ausgesetzt. Inzwischen kleben Sticker mit meinem Namen und Gesicht an Straßenlaternen, Litfaßsäulen und Ticketautomaten in Berlin.”

2. Stadt Mag­de­burg ver­wei­gerte rechts­widrig Aus­künfte zum Weihnachtsmarkt
(lto.de, Pauline Dietrich)
Der Axel-Springer-Verlag, oder genauer: die “Welt”-Redaktion, habe erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht Magdeburg durchgesetzt, dass die Stadt Magdeburg Auskünfte zum Sicherheitskonzept für den Weihnachtsmarkt geben müsse, auf den im Dezember 2024 ein Anschlag verübt wurde. Die Stadt und der Veranstalter hätten zuvor mit Verweis auf laufende Ermittlungen Informationen verweigert, insbesondere dazu, warum Sicherheitsmaßnahmen offenbar nicht wie geplant umgesetzt worden seien.

3. Donald Trump zerschlägt “Voice of America”
(faz.net)
US-Präsident Donald Trump habe die Mittel für den US-Auslandssender “Voice of America” durch ein Dekret drastisch gekürzt und 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abrupt beurlaubt. Das Weiße Haus begründe diesen Schritt damit, “radikale Propaganda” auf Kosten der Steuerzahler stoppen zu wollen. Kritiker würden darin einen schweren Schlag gegen unabhängige Berichterstattung und ein “großes Geschenk an Amerikas Feinde” sehen.

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4. Zeitungsredaktionen in Bayern treten in den Ausstand
(dju.verdi.de, Nils Schmidbauer)
Wie die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union in Verdi (dju) mitteilt, treten Zeitungsredaktionen bayernweit in einen dreitägigen Warnstreik, nachdem die Arbeitgeber ein aus Sicht der Gewerkschaft provokativ niedriges Angebot mit geringen Gehaltserhöhungen und weiteren Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen vorgelegt hätten. Die dju kooperiert dabei mit dem Deutschen Journalisten-Verband, der ebenfalls zum Warnstreik aufruft. Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, der für die Arbeitgeberseite am Verhandlungstisch sitzt, fordert in einer Pressemitteilung hingegen mehr Verständnis für die unter Druck stehenden Verlage.

5. Telegram-Chef Durow hat Frankreich verlassen
(spiegel.de)
Telegram-Gründer Pawel Durow, gegen den in Frankreich wegen unzureichender Maßnahmen gegen kriminelle Inhalte auf seinem Instant-Messaging-Dienst ermittelt wird, habe das Land mit richterlicher Genehmigung vorübergehend verlassen und sei nach Dubai ausgereist. Durow, der zuvor unter Auflagen in Frankreich bleiben musste und seine Plattform nun stärker moderieren wolle, habe die gegen ihn erhobenen Vorwürfe zurückgewiesen, da er nicht für die Taten anderer verantwortlich sei.

6. Medienmagazin DWDL.de steigt bei Übermedien ein
(dwdl.de)
Wie “DWDL” und “Übermedien” melden, beteilige sich die DWDL.de GmbH mit 50 Prozent an der Übermedien GmbH. “Übermedien”-Gründer Stefan Niggemeier habe seine Anteile verkauft. Die übrigen 50 Prozent halte weiterhin der zweite “Übermedien”-Gründer Boris Rosenkranz. Für die Leserinnen und Leser beider Magazine ändere sich jedoch nichts: “Die Redaktionen von Übermedien und DWDL.de werden sich inhaltlich austauschen, aber auch in Zukunft eigenständig arbeiten.”

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