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Medienjunta, Segeln, Bildergalerie

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Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Nach der Machtergreifung der Medien erläutern Pressegeneräle ihr Programm”
(magda.de, Tom Schimmeck)
Tom Schimmeck malt sich aus, wie eine Medienjunta aus den Journalisten Kai Diekmann, Dirk Kurbjuweit, Gabor Steingart, Rainer Hank und Josef Joffe die Verantwortung übernimmt. “Wir hatten Rot-grün, Schwarz-rot und Schwarz-gelb heruntergeschrieben. Jetzt mussten wir selbst ran.”

2. “Wegsehen kann auch richtig sein…vor allem bei solchen Klickstrecken”
(medialdigital.de, Ulrike Langer)
“Wegsehen kann auch richtig sein” schreibt Julia Hohenadel in einem Kommentar zu einem Busunglück in Lohmar auf ksta.de. Dazu serviert wird eine Bildergalerie mit 17 Fotos vom Unglück – geknipst von Julia Hohenadel.

3. “Bild Bams Glotze”
(heise.de/tp, Peter Mühlbauer)
Für Peter Mühlbauer sind die privaten Sender nicht schlechter als die öffentlich-rechtlichen. Qualitätsunterschiede gebe es “zwar bei einzelnen Sendungen, aber keineswegs mehr grundsätzlich”.

4. “Expertenwissen”
(seefieber.de, Uwe Röttgering)
Uwe Röttgering entdeckt Fehler in der Segelberichterstattung von “Spiegel Online” und “Welt Online”: “Nun geht von diesen Fehlern nicht die Welt unter. Schwamm drüber, es geht ja nur ums Segeln. Was mir aber zu denken gibt, ist, dass uns diese Leute auch die Wirtschaftskrise und die große Politik erklären wollen. Es ist zu befürchten, dass sie davon genau so wenig Ahnung wie vom Segelsport haben.”

5. “Anleitung: So werden Sie beim nächsten Mal Chef”
(blog.persoenlich.com, Roger Schawinski)
Roger Schawinski erklärt, wie man es “in der Schweizer Medienlandschaft aufs höchste Treppchen” schafft.

6. “WM-Übertragung in England”
(faz.net, Gina Thomas)
Der britische TV-Sender ITV erhält mehr als fünftausend Beschwerden, nachdem die “1,5 Millionen HD-Zuschauer statt des Führungstors von Gerrard eine Werbung für Hyundai zu sehen bekamen”.

Computer Bild, Krise, Matthäus

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. “Gesundheitsportale: Das Geschäft mit Empfehlungen”
(aerzteblatt.de, Michael Hägele)
Michael Hägele prüft einen Test von “Computer Bild” zu Gesundheitsportalen und trifft auf “fragwürdige Experten und Methoden” (PDF-Version, 199 kb)

2. “Aufrütteln und abwiegeln”
(nzz.ch, Gerhard Schulze)
Soziologe Gerhard Schulze mit einem lesenswerten Text über die Krise als Dauerzustand und den dazu ausgetragenen Deutungskämpfen “zwischen Aufrüttlern und Abwieglern, Besorgten und Genervten, Rettern und Spöttern”.

3. “Marke werden – aber wie?”
(ejs.ituj-training.de, Jana Petersen und Adrian Pickshaus)
In fünf Schritten zum Journalist als Marke: 1. Schritt: Akquiriere klassisch! 2. Finde Deine Nische! 3. Werde Blogger! 4. Twittere was Du bloggst! 5. Schaffe Dir einen Finanzierungsmix!

4. “Das ewige Lamento”
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Christian Jakubetz kommentiert die Geldforderungen von deutschen Verlegern an Facebook: “Seit Jahren hecheln viele Verlage den Entwicklungen im Netz hinterher — und wenn sie dann feststellen, dass sie in einer Sackgasse gelandet sind, schreien sie nach Umsatzbeteiligung, Leistungsschutz, Welpenschutz und Artenschutz.”

5. “Tabloid treatment of asylum seekers under fire”
(guardian.co.uk, Paul Kenyon, englisch)
Wie englische Tabloid-Zeitungen über Asylsuchende berichten.

6. “Wir waren Helden”
(zeit.de, Henning Sußebach)
Was ist aus den Fußball-Weltmeistern von 1990 geworden? Ein Besuch bei Andi Brehme, Rudi Völler, Klaus Augenthaler, Bodo Illgner und Lothar Matthäus. Warum letzterer keinen Trainer-Job in Deutschland erhält? “Wer ihn einstellt, hätte sofort Bild und Bunte im Clubhaus. Dabei ist er womöglich kein schlechter Trainer.”

And here are the results of the Bild.de-Jury

Nachdem Lena Meyer-Landrut den Eurovision Song Contest gewonnen hatte (“wir” also mutmaßlich Grand Prix “sind”), schrieb “Bild”-People-Experte Alexander von Schönburg am Montag:

Künftig wollen wir sie öfter auf unserer Seite sehen.

Das klang angesichts der Tatsache, dass die junge Sängerin nicht mit “Bild” sprechen will, schon beinahe wie eine Drohung. Und tatsächlich sind Zeitung und Onlineauftritt seit Tagen voll von Lena — oder genauer: von irgendwas, was “Bild” und Bild.de mit dem Wort “Lena” versehen können.

Da wurde Bekanntes und Vermutetes zusammengetragen (BILDblog berichtete), Horst Köhlers Rücktrittsrede in “Lena-Sprech” übersetzt und der Versuch einer Exegese der Danksagungen in Lenas vor fast vier Wochen erschienener CD zur Seite-1-Story (“Den wichtigsten Menschen in ihrem Leben sagt sie jetzt Danke!”) verdreht.

Heute jetzt erklärt Bild.de:

Lena Meyer-Landrut: So wählten die Fans beim Grand Prix wirklich

Hätten NUR die Fans wählen dürfen, Lena Meyer-Landrut (19, “Satellite”) wäre NOCH weiter vorne gewesen …

Bild.de ist sich sicher:

Hätte es in diesem Jahr keine Jury-Entscheidung gegeben, die zu 50 Prozent zählte, wäre Lenas Sieg (246 Punkte) noch viel höher ausgefallen!

Wie genau die Fans “wirklich” abgestimmt haben, weiß auch Bild.de nicht, aber anders als bei weiten Teilen der sonstigen Lena-Berichterstattung gibt es immerhin Belege:

So erhielt Lena zum Beispiel von der rumänischen Jury keinen Punkt. Die rumänischen Anrufer wählten sie jedoch unter die Top 5. Ergebnis: 3 Punkte aus Rumänien.

Das “Beispiel” hat nur einen kleinen Haken: Rumänien scheint das bisher einzige von 39 Ländern zu sein, das seine Jury-Wertungen veröffentlicht hat. Die übrigen Ergebnisse werden irgendwann in den nächsten Tagen und Wochen bekannt gegeben.

Erst wenn alle 39 Jurywertungen bekannt sind, kann man also ausrechnen, wie groß die theoretischen Abweichungen gegenüber dem offiziellen Endergebnis tatsächlich wären.

PS: Und dann war da noch die Bild.de-Klickstrecke “So stimmte Europa für Lena”, die mit dieser geographischen Sensation aufwartete:

Georgien gab 0 Punkte: Nix für uns, 12 Punkte für Nachbar Weißrussland. Gemein!

Mit Dank an Bertha, Daniel P. und die vielen anderen Hinweisgeber.

Nachtrag, 28. Juni: Die European Broadcasting Union hat die Punktezahlen nach Jury- und Zuschauervotes getrennt veröffentlicht.

Das überraschende Ergebnis: Hätten nur die Fans wählen dürfen, hätte Lena Meyer-Landrut 243 Punkte bekommen (statt 246) und ihr Abstand zur zweitplatzierten Türkei hätte statt 76 Punkten nur noch 66 Punkte betragen.

Bild.de lag also voll daneben.

Fußballer (Abbildung ähnlich) hat was gesagt

Um noch eine neue Meldung über den “Knöchel der Nation” bringen zu können, hat die Onlineausgabe der “Berliner Morgenpost” dem früheren ghanaischen Nationalspieler Anthony Yeboah ein Statement abgerungen. Das an sich ist ja nicht schlimm — es ist ja vielmehr interessant, wie man im Lande des deutschen Vorrundengegners über das Foul von Kevin-Prince Boateng an Michael Ballack denkt.

Nur ein bisschen mehr Mühe hätte sich morgenpost.de dann doch geben können:

BALLACKS AUS: Yaboah nimmt Boateng nach Foul in Schutz

In der Überschrift heißt Yeboah plötzlich “Yaboah”, im Vorspann ist von “Kevin-Pince Boateng” die Rede statt von “Kevin-Prince” und bebildert ist der Artikel über Anthony Yeboah

Anthony Yeboah betreibt heute zwei Hotels in Ghana

… mit einem Foto von Anthony Baffoe. Aber der hat immerhin auch mal für Ghana gespielt.

Mit Dank an Jan K. und unsere Twitter-Follower!

Nachtrag, 16.44 Uhr: morgenpost.de hat die hier bemängelten Schreibfehler korrigiert und ein Foto des echten Anthony Yeboah gefunden.

Bild  

Der “Bild”-Hauer

Eine der häufig kolportierten Meinungen über die “Bild”-Zeitung lautet, sie sei zwar gefüllt mit schlecht recherchiertem und schlecht geschriebenem Unsinn, aber unterhaltsam – und ohnehin würde das Springer-Blatt niemand ernst nehmen. Dass der Unfug, der in “Bild” steht, selbst in Fällen mäßiger Relevanz allerdings Konsequenzen hat, das zeigt der weiterhin aktuelle Streit um eine Plastik des am Bodensee lebenden Bildhauers Peter Lenk (BILDblog berichtete).

Denn die Posse geht weiter. Und dafür, dass es auch tatsächlich eine Posse ist, dafür sorgen “Bild”, einige Lokalpolitiker sowie der Aufsichtsrat der Touristik Information GmbH in Konstanz mit viel Verve.

Bereits am 12. Mai, keine Woche nachdem “Bild” eine Gegendarstellung veröffentlichen musste, weil sie behauptet hatte, Lenks Darstellung eines Männchens in Papst-Montur sei einer Verunglimpfung des aktuellen Papst Benedikt XVI., verwurstete Bild.de eine dpa-Meldung in selber Sache folgendermaßen:

Konstanz: Nackter Papst soll weg

Der schwammige Wortlaut der dpa-Meldung machte es Bild.de leicht, die Hände in Unschuld zu waschen. Angesichts der Vorgeschichte klang die “News-Ticker”-Meldung wie ein Text gewordenes Zurückrudern, wie eine unfreiwillig komische Demutsgeste mit der sich Bild.de ins maximal Unkonkrete flüchten konnte:

Große Aufregung um einen nackten Papst! (…)

Als der Chef der Konstanzer Touristen Information die Aufstellung der Figur ankündigte, gab es Proteste. (…)

Zumal eine Zeitung irrtümlich geschrieben hatte, dass es sich bei dem nackten Papst um Paps tBenedikt [sic!] XVI handele.

(Hervorhebungen von uns)

“Ein” Papst? “Eine” Zeitung? Beinahe hätte man den Eindruck bekommen können, es sei nicht die falsche Behauptung der “Bild”-Zeitung selbst gewesen, die die Proteste entfacht habe.

Doch weder diese Korrektur durch die Hintertür, noch die Gegendarstellung und schon gar nicht die erklärenden Ausführungen Lenks über das wahre Wesen des im Konstanzer Bahnhof zu sehenden Papstes konnten den Aufsichtsrat der Touristik Information GmbH in Konstanz dazu bringen, kurz innezuhalten und Ruhe zu bewahren.

Im Sinne der von “Bild” mit freundlicher Unterstützung baden-württembergischer CDU-Granden entfachten Empörung beschloss eben dieser Aufsichtsrat, die Papst-Figur wieder abbauen zu lassen, wie die “Stuttgarter Zeitung” berichtet. Ob es aber jemals soweit kommt, ist allerdings fraglich — neuerdings steht zur Debatte, wer die Figur abbauen soll und darf, unter welchen Umständen und vor allem zu welchem Preis.

Also geht die Provinzposse in die nächste Runde und all das nur, weil ein paar lokale CDU-Politiker, einige Frömmler im Internet und ein ängstlicher Tourismusaufsichtsrat den Lügen auf den Leim gegangen sind, die “Bild” eben so von sich gibt.

Mit Dank auch an Mark F., Tobias G., Fabian K., Bernd R. und Vera H.

Böses Street-View-Bild ist kein Street-View-Bild

Vor einer Woche machte Bild.de einen “kurzen Test” des Straßenfotodienstes “Google Street View” und fand heraus: “Die Aufregung über mangelnden Datenschutz ist berechtigt”!

Zwar löscht Google angeblich Autokennzeichen und Gesichter automatisch, Häuser auf Wunsch. Doch die Datenschutz-Software hat sichtbare Schwächen!

Auf vielen Bildern, die Street View online zeigt, tauchen erkennbare Gesichter, sogar von Kindern auf. (…) Von Datenschutz kann da nicht die Rede sein.

Beispiel Paris: Google zeigt Bilder vom Kindern beim Eislaufen vor dem Pariser Rathaus. Das Gesicht eines Mädchens ist gut erkennbar.

Über die doppelte Ironie, dass ausgerechnet Bild.de sich um den Schutz der Privatsphäre der Menschen sorgt und andererseits selbst die gefundenen Fotos unverpixelt zeigt, hatten wir schon berichtet.

Aber es gibt ein größeres Problem mit der Geschichte: Das Foto ist gar nicht aus Street View.

Google hat uns auf Anfrage bestätigt, was angesichts der Perspektive des Fotos (die Google-Kamera fotografiert von einer deutlich höheren Position) nahe lag: Es handelt sich bei dem Bild nicht um eine Street-View-Aufnahme.

Das Foto stammt anscheinend von jemandem namens Niklas Jakobsen, der es offenbar vor zwei Jahren aufgenommen und bei Flickr hochgeladen hat.

Warum Bild.de mit einem Foto, das gar nicht von Google Street View stammt, den angeblich fehlenden Datenschutz bei Google Street View anprangert, wissen wir nicht.

Mit großem Dank an Alexander H.!

Nachtrag, 11.15 Uhr. Das ist originell: Bild.de hat das falsche Foto entfernt, aber den Text, der sich darauf bezieht, unverändert gelassen.

Axel Springer mahnt BILDblog ab

Die Axel Springer AG geht erstmals juristisch gegen BILDblog vor. Sie hat uns vorletzte Woche gleich drei Abmahnungen zugestellt. Die dadurch angeblich entstandenen Anwaltskosten will sie von uns erstattet bekommen: 2407,36 Euro.

Am 9. April hatten wir darüber berichtet, wie schwer sich “Welt Online” damit tat, eine Presserats-Rüge für einen Schleichwerbe-Artikel zu akzeptieren. Wir behaupteten dabei auch, dass “Welt Online” diese Rüge immer noch nicht veröffentlicht habe. Das war falsch. “Welt Online” hat es zwar seinen Lesern schwer gemacht, den entsprechenden Hinweis (siehe Screenshot rechts) zu entdecken: Der Deutsche Presserat hat in diesem Artikel einen Verstoß gegen Ziffer 7 des Pressekodex erblickt und diesen gerügtMan findet ihn nicht, wenn man in der “Welt Online”-Suchfunktion zum Beispiel nach “Presserat” sucht, obwohl dieser Begriff im Text vorkommt. Und die Rüge verschwindet aus dem Artikel, sobald man ihn ausdruckt. Aber wenn man sich den Artikel auf dem Bildschirm ansieht, ist der Hinweis da.

Sobald wir unseren Irrtum ein paar Stunden später bemerkt hatten, strichen wir die beiden fehlerhaften Sätze in unserem Eintrag durch und fügten eine Korrektur hinzu, in der wir auf die Veröffentlichung hinwiesen. Dennoch wurden wir eineinhalb Stunden später von der Geschäftsführung der “Welt” abgemahnt. Deren Anwälte behaupteten, wir würden trotz unserer Korrektur noch den falschen Eindruck erwecken, “Welt Online” sei die Bestätigung der Rüge durch den Presserat bereits seit vier Wochen bekannt und habe sie nicht unverzüglich veröffentlicht.

Wir, das heißt: Stefan Niggemeier als Autor des Eintrags und Lukas Heinser als Verantwortlicher im Sinne des Telemediengesetzes, wurden einzeln aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben und uns zu verpflichten, diesen Eindruck nicht mehr zu erwecken. Unter anderem wurde dabei auch der Satz “Das ist jetzt auch schon wieder vier Wochen her.” abgemahnt, den wir zu diesem Zeitpunkt schon durchgestrichen hatten. Außerdem forderte die Axel Springer AG eine Gegendarstellung.

Wir haben diese Forderungen nicht erfüllt, aber auf Anraten unseres Anwalts dem Eintrag eine weitere Korrektur hinzugefügt, die auch die Aussage von “Welt Online” enthält, erst am 1. April 2010 von der endgültigen Bestätigung der Schleichwerbe-Rüge erfahren und sie noch am selben Tag veröffentlicht zu haben.

Die Gegenseite teilte uns daraufhin mit, ihre (vermeintlichen) Rechtsansprüche gegen uns nicht weiter verfolgen zu wollen. Weil wir durch unsere Meldung jedoch die Unternehmenspersönlichkeitsrechte Springers verletzt hätten, seien wir dazu verpflichtet, den Schaden zu ersetzen. Das heißt: Wir sollen Springers Anwaltskosten zahlen.

Da wir unseren Fehler noch vor der Abmahnung von uns aus korrigiert hatten, sehen wir aber keinen Anspruch Springers auf eine kostenpflichtige Unterlassungserklärung. Auch die geforderte Gegendarstellung hätte Springer nach Ansicht unseres Anwalts gerichtlich vermutlich nicht durchsetzen können. Zudem sei die Berechnung der Anwaltskosten künstlich erhöht. Wir haben uns deshalb entschieden, die Forderungen nicht zu erfüllen.

Dennoch sind uns durch die völlig unnötige juristische Auseinandersetzung bisher schon Kosten für unseren Anwalt in Höhe von über 2000 Euro entstanden. Je nach dem weiteren Vorgehen Springers und dem Ausgang möglicher gerichtlicher Entscheidungen können die Gesamtkosten noch deutlich steigen. Anders als für die Axel Springer AG sind solche Beträge für uns erheblich.

Wir sehen in dem Vorgehen der “Welt” kein (selbstverständlich legitimes) Bemühen, eine korrekte Darstellung der Fakten zu erreichen, sondern nur den Versuch, einem lästigen Kritiker das Leben schwer zu machen. Wir würden uns deshalb freuen, wenn Sie uns mit einer Spende unterstützen könnten.

  

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Es gibt viele Beispiele dafür, wie deutsche Medien ihrer Verantwortung nicht gerecht werden: Sie verbreiten falsche Informationen, verletzen Persönlichkeitsrechte, fahren üble Kampagnen. Oft fehlt es schon an der schlichten Bereitschaft, eigene Fehler zu korrigieren. Schrumpfende Redaktionen, höheres Tempo, weniger Recherche — noch nie war es so leicht für Falschmeldungen, in kurzer Zeit weite Verbreitung zu finden.

Was wir dagegen setzen wollen, ist Aufklärung. Wir glauben, dass es hilft, die Fehler und Abgründe öffentlich zu machen, die kleinen Pannen und die große Desinformation.

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Bild  

Entsetzliche Bilder, exakt so dargestellt

Am 6. April 2008 veröffentlichten “Bild am Sonntag” und Bild.de das Foto einer nackten Kinderleiche auf einem Obduktionstisch: Es zeigte die fünfjährige Lea-Sophie, die ihre Eltern verhungern ließen. Die Redaktion, die behauptete, lange über das Für und Wider der Veröffentlichung diskutiert zu haben, hatte ihre Entscheidung damals mit dem Satz begründet: “Denn wir wollen, dass so etwas nie wieder in Deutschland passiert!” (BILDblog berichtete).

Genützt hat der selbstlose Einsatz nichts: Am 11. März 2009 fanden Notärzte und Polizisten in einer Hamburger Wohnung die Leiche der neun Monate alten Lara-Mia — “jämmerlich verhungert”, wie “Bild” am Samstag in der Hamburger Regionalausgabe kommentierte.

Der Text von Christian Kersting beginnt mit den Worten:

Die Bilder sind entsetzlich, brennen sich unauslöschlich ins Gedächtnis ein.

Und weil “Bild” die Gedächtnisse von Notärzten, Polizisten und anderen mit dem Fall betrauten Personen offenbar nicht ausreichten, hat man sich dazu entschieden, das Bild (“Der kleine Körper ist völlig abgemagert”) auch noch in die Gedächtnisse der Leser am Frühstückstisch einzubrennen.

Dabei war “Bild” natürlich nicht so blöd, noch einmal Fotos unbekannten Ursprungs zu verwenden und damit eine weitere – hilf- wie folgenlose – “Missbilligung” des Deutschen Presserats wegen Verletzung der Würde des Opfers zu riskieren — Nein!

Man gab einfach eine fast fotorealistische Zeichnung in Auftrag, die die Fotos brutalst möglich detailreich wiedergibt, großflächig in der Zeitung und auf der Startseite von Bild.de:

Wie viel Schuld tragen die Behörden am Tod der kleinen Lara-Mia?

Neben der Zeichnung steht:

BILD-Zeichnerin Nora Nowatzky hat die Situation exakt so dargestellt, wie sie auf den Fotos in den Akten zu sehen ist. Der kleine Körper ist völlig abgemagert. So fanden Notärzte und Polizisten das Mädchen.

Wie “Bild” an diese Fotos gekommen ist, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft auf unsere Anfrage nicht erklären — nur, dass sie nicht zur Veröffentlichung bestimmt gewesen seien.

Mit Dank an Daniel K., Eagle und Sarah H.

BILDblog hält Winterschlaf (4)

Die BILDblogger suchen zwischen den Jahren Orte auf, an denen sie vor der strengen Kälte geschützt sind (hohle Baumstämme, Erdhöhlen und dergleichen) und polstern sie mit Heu, Stroh, Blättern, Haaren, Wolle und anderen Materialien aus… Aber das wissen Sie ja längst. Wie in den vergangenen Jahren versetzen wir uns über die Feiertage in einen kurzen Topor (energetischer Schlafzustand). Falls Sie in der Zwischenzeit Entzugserscheinungen planen, empfehlen wir das Stöbern im unverändert aktuellen BILDblog-Vorläufer, den die Zeitschrift “Pardon” 1970 veröffentlicht hat und mit dem wir die Winterpause im vergangenen Jahr überbrückten: BILDblog vor 40 Jahren.

Wir danken für die Aufmerksamkeit, die Mitarbeit und das Interesse und wünschen allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Wir sehen uns im Januar 2010.

Mit Dank für die sachdienlichen Hinweise des Jahres 2009 an Achim S., Alex G., Alex, Alexander, Alicja, Andre E., André G., Andre S., Andreas B., Andreas E., Andreas F., Andreas G., Andreas G., Andreas H., Andreas K., Andreas N., Andreas S., Andreas W., Andreas, Angus S., Annika H., Armin E., Arne H., Arnt B., Attila S., Axel S., B., B.W., Basti, Bene F., Benedict L., Benjamin B., Benjamin F., Benjamin N., Benjamin Z., Bernd K., Bernd O., Bernhard H., Bernhard W., Birgit H., Birgit S., Björn K., C., C.W., Cabronsito, Camillo W., Can K., Carl E., Carmo C., Carsten F., Carsten V., Christian F., Christian G., Christian H., Christian I., Christian S., Christian S., Christiane R., Christoph M., Christoph von G.,Christoph, Christopher I., Clarissa von A., Claus H., Clem, Clemens W., Daniel B., Daniel E., Daniel K., Daniel L., Daniel N., Daniel P., Daniel S., Daniel S., Daniel V., Daniel W., Daniel, Daniela F., David B., David Jonathan S., David K., David M., Diana S., Dieter, Dirk M., Dirk O., Dominik L., Dominik M., Dorin P., E.S., Edelbert F., Ellen L., Eta C., Eva R., Fabian L., Fabian P., Falk E., Falk H., Felix F., Felix W., Flo F., Florian B., Florian G., Florian M., Frank B., Georg G., Georg H., Gerald, Gerd K., Gerhard V., Gerrit L., Götz N., Gunar, Gunnar M., Gunther S., Hanno B., Hans F., Hans K., Hansi, Hartmut M., Hauke R., Hauke S., Heiko J., Heiko T., Helgo O., Henning B., Henryk G., Holger M., Höpp, Horst M., Ingo H., Ivo B., Jahan D., jaimitoCV, Jakob, Jan B., Jan D., Jan G., Jan K., Jan M., Jan W., Jan-Dirk S., JB, Jebbe E., Jenny, Jens M., Joachim M., Joachim W., Jochen K., Johannes B., Johannes G., Jörg K., Jörn R., Julian G., Kai B., Kalle B., Katharina B., Katharina, Kathrin P., Katrin G., Kilian G., Klaus B., Klaus, Lars C., Lars F., Lars S., Lars, Laszlo J., lennet, Leonard E., Linus G., Lisa A., Luc B., Lukas K., Lukio, Maja I., Malte L., Manuel H., Marcel S., Marco B., Marco S., Marcus F., Marcus K., Maria, Mario G., Mario S., Mario S., Mario Z., Mario, Mark F., Marko B., Markus F., Markus M., Markus S., Martin B., Martin E., Martin R., Martin S., Martina D., Mathias H., Mathias S., Mathias, Matthias F., Matthias H., Matthias K., Matthias N., Matthias S., Matthias S., Matthias W., Max L., Max M., Max O., Max S., Melvin B., Micha B., Michael D., Michael H., Michael K., Michael M., Michael R., Michael, Michi, Michu B., Mike S., Moritz D., Natalie R., Nicole K., Niklas, Nikolaus K., Nils H., Nils, Nina, Noire, Norbert J., Norbert M., Norbert W., O.S., Oliver S., Pascal W., Patti, Peer S., Pete, Peter B., Peter G., Philipp E., Philipp W., Philippe J., Pia B., R.A., Raimo W., Rainer S., Ralf A., Ralf B., Ralph F., Reinhard K., Robert K., Robert P., Robert, Robin K., rod66, Roger, Rouven R., Rüdiger S., Rüdiger T., Samuel D., Sarah K., Sascha G., Sascha L., Schorsch, Sebastian C., Sebastian F., Sebastian G., Sebastian H., Sebastian O., Sebastian S., Sibylle B., Sigrid N., Simone B., Soe, Stefan A., Stefan B., Stefan B., Stefan D., Stefan H., Stefan K., Stefan S., Stefan W., Stefan, Steffen P., Steffen S., Steffen, Stephan F., Stephan, Sven, Th.K., Theo W., Thomas F., Thomas L., Thomas M., Thomas O., Thomas P., Thomas S., Thomas S., Thomas U., Thomas W., Thomas, Thorsten F., Thorsten K., Thorsten L., Thorsten M., Thorsten, Tilman D., Tim S., Timo L., Tobi H., Tobi, Tobias D., Tobias H., Tobias H., Tom K., Tom S., Tommy, Torben F., Torsten B., Torsten G., treets, Tronx, Twipsy, Udo V., Ulli V., Uwe H., Uwe M., Vera S., Volkmar D., Walter K., Wolfgang L., Wolle — und alle anderen, auch die vielen, deren sachdienliche Hinweise wir nicht berücksichtigen konnten!

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