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Hans Eichels Pressemitteilung im Wortlaut
“Die Behauptung in der Bild-Zeitung am 14.12.2006, ich strebe mit meinen Klagen vor dem Verwaltungsgericht Kassel gegen das Land Hessen und gegen die Stadt Kassel die Zahlung einer zusätzlichen monatlichen Pension von insgesamt 7.626,00 € an, ist falsch.
Richtig ist, dass die Stadt Kassel die Auffassung vertritt, die Stadt Kassel treffe keine Zahlungsverpflichtung, das Land Hessen sei zur Zahlung eines monatlichen Versorgungsbezugs von 2.495,26 € verpflichtet.
Das Land Hessen vertritt die Auffassung, es brauche keinerlei Ansprüche zu erfüllen.
Die Beamtenversorgungskasse Kurhessen-Waldeck wiederum hat ein monatliches Ruhegehalt in Höhe von 5.131,42 € ohne die Berücksichtigung der Amtszeiten als Ministerpräsident des Landes Hessen und ohne die Berücksichtigung der Amtszeiten als Bundesminister der Finanzen errechnet.
Da zwischen der Stadt Kassel und dem Land Hessen unstreitig ist, das ich mit dem Ende meiner Tätigkeit als Ministerpräsident des Landes Hessen einen höheren Ruhegehaltsanspruch hatte, als den mir nunmehr auf Grund meiner zusätzlichen Tätigkeit als Bundesminister zuerkannten, ist eine Klärung der völlig unterschiedlichen Rechtsauffassungen der Stadt Kassel und des Landes Hessen, die seit Jahren nicht herbeigeführt werden konnte, vor dem VWG Kassel unabdingbar. Eine gerichtliche Klärung ist auch im Hinblick auf den durchzuführenden Versorgungsausgleich zwischen meiner geschiedenen Frau und mir unumgänglich.
Bei diesen Klagen geht es also nicht um eine zusätzliche Pension von 7626.-€ sondern um die Klärung, wer welchen Pensionsanteil zu tragen hat.
BILD hat wider besseres Wissen die heutige falsche Darstellung gebracht, ich werde deshalb presserechtlich dagegen vorgehen.”
Hans Eichel, MdB
Viele sind besser
wenige — manche — einige — mehrere — viele… Die deutsche Sprache kennt eine ganze Reihe Wörter, mit denen sich nicht genauer bezifferte Mengenangaben machen lassen. Das ist insofern ganz praktisch, als man durch die Wahl des entsprechenden Wortes zumindest ungefähr andeuten kann, wie groß die Menge ist.
Heute morgen um kurz nach 8 Uhr hat eine U-Bahn in Frankfurt einen Müllwagen gerammt, die Nachrichtenagentur dpa berichtete über den Unfall bereits um kurz vor 9 Uhr und vermeldete “mehrere Verletzte”. Und darum steht es so auch seit “08:51 Uhr” im “News-Ticker” von Bild.de:
Im Frankfurter Stadtteil Eckenheim ist eine U-Bahn mit einem Müllwagen zusammengestoßen. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt.
Doch das ist für Bild.de kein Grund, die Nachricht nicht mit folgender, dramatischer Überschrift unzubieten:
PS: Gegen 9.30 Uhr haben die Polizei und andere Nachrichtenagenturen die “mehreren Verletzten” der dpa-Meldung dahingehend präzisiert, dass “der U-Bahn-Fahrer als auch der Fahrer des Müllwagens leicht verletzt” wurden, sonst aber “nach ersten Erkenntnissen” niemand. Mit anderen Worten: “Mehrere” waren es, “viele” nicht. Bild.de bleibt dennoch bei seiner Darstellung.
Mit Dank an Mephon für den Hinweis.
Nachtrag, 13.13 Uhr: Bild.de hat die “U-Bahn rammt Müll-Laster”-Meldung von “08:51 Uhr” aus dem “News-Ticker” entfernt.
6 vor 9
Eingeklemmtes Aushängeschild
(taz, Silke Burmester)
Der Schriftsteller Joseph von Westphalen schreibt im Playboy die Kolumne “Augenblick”.
(Playboy 01.07, Artikel nicht online verfügbar.)
Steinbrück ist meine letzte Hoffnung
(Tagesspiegel Online, Markus Ehrenberg)
Moderator Helmut Pfleger über den missachteten Fernsehsport Schach, “Deep Fritz” und Stefan Raab.
Bild.T-Online startet Zeitung in «Second Life»
(Werbewoche)
Am 21. Dezember lanciert Bild.T-Online eine eigene Zeitung in der virtuellen Internet-Welt «Second Life» – kostenpflichtig.
(Die Website existiert auch schon, aber noch auf “Coming Soon”.)
Inside Spiegel Online
(SpiegelKritik, Julia Seeliger)
Julia Bönisch hat während ihres Studiums vier Monate lang als Praktikantin bei Spiegel Online gearbeitet und ihre Erfahrungen und Erlebnisse in einem Buch niedergeschrieben.
Hässlich, unzivilisiert und böse
(sueddeutsche.de, Stefan Holtel & Konrad Buck)
Der Internet-Pionier, Künstler und Gegenwartsphilosoph Jaron Lanier gilt als härtester Kritiker der anschwellenden Euphorie über das Web 2.0. Er sagt, das neue Internet führt ohne Individualität über kurz oder lang statt zu kollektivem Fortschritt zu einer neuen Form von digitaler Unterdrückung.
Wissenschaft als Web-Sampling
(Telepolis, Stefan Weber)
An Universitäten ist eine Textkultur ohne Hirn entstanden. Die neue Textkultur führt systematisch zu Texten, die nicht selbst geschrieben wurden und auch nicht von anderen gelesen werden.
(Artikel ist Teil 3 einer Serie. Teil 1: Textueller Missbrauch, Teil 2: Die abschreibende Zunft).
“Riesen-Zoff um Unterhalt”: Jetzt spricht Bohlen
Es ist schon einen Monat her. Dieter Bohlen war noch nicht überfallen worden, hatte es aber trotzdem auf die Titelseite der “Bild am Sonntag” geschafft. In einem faktenarmen, suggestiven Artikel berichtete die “BamS” über einen angeblichen “Riesen-Zoff um Unterhalt” und schrieb:
“Der Pop-Produzent äußerte sich (…) nicht zu dem Fall.”
Jetzt hat er’s doch getan.
Obwohl er am vergangenen Montag überfallen wurde und Bild.de bereits drei Stunden nach dem Überfall als Allererstes berichten durfte, findet sich dort heute — zusätzlich zu den großen “Überfall auf Bohlen”-Ankündigungen (siehe rechts) — auch noch ein etwas kleinerer Teaser mit Bohlens Namen:
Bild.de hatte nämlich (ganz ähnlich wie die “Bild am Sonntag” damals) bei besagtem “Riesen-Zoff”-Artikel einfach so die (verkürzte) grundsätzliche Einschätzung irgendeines “BamS”-Experten derart neben ein Foto von Dieter Bohlen montiert, dass sie aussah wie ein wörtliches Bohlen-Zitat.
Und deshalb stellt Bohlen nun auf Bild.de fest:
“Etwas Derartiges habe ich weder
wörtlich noch sinngemäß je gesagt.”
BILDblog-Leser wissen das schon länger. Jetzt wissen’s auch die Bild.de-Leser. Ob und wann die “BamS”-Leserschaft davon erfährt, bleibt abzuwarten. Und warum der beanstandete Bild.de-Teaser noch immer online ist, weiß wahrscheinlich nur Bild.de selbst.
6 vor 9
“Vieles wird vom Boulevard geprägt”
(FR online, Wolfgang Hettfleisch)
Der Ausschluss von Journalisten bei Sportvereinen spiegelt die verschärften Bedingungen des Mediengeschäfts.
Yahoo und Reuters kooperieren
(HORIZONT, D. Rasshofer)
Der US-Internkonzern Yahoo und die britische Nachrichtenagentur Reuters starten das Gemeinschaftsprojekt “You Witness” – auf Deutsch: Du bist Zeuge.
Roger Köppel ist “Journalist des Jahres”
(persoenlich.com)
Eine Jury des Branchenmagazins “Schweizer Journalist” (Artikel online nur als Thumbnails einsehbar) vergab zum zweiten Mal ihre Preise für “die besten Journalistinnen und Journalisten”. Roger Köppel wurde für seine aussergewöhnlichen Leistungen in der Deutschschweiz in diesem Jahr ausgezeichnet.
Die hundert besten Sites
(FACTS ONLINE)
Nützliches und Sehenswertes – die Tipps der FACTS-Redaktion.
Facts wie 1997… Mit Wikipedia!
Bildblog im Abo
(Bildblog)
Seit gestern gibt es BILDblog im Abo für 12 Euro pro Jahr. Die Gegenleistung ist ein BILDblog-Abonnentenausweis 2007.
Überflüssiger Wirbel um Forresters iTunes Store-Bericht
(fscklog, Leo)
Aus einer kleinen Studie wird ein Medienereignis, wenn Jounalisten herauslesen wollen, dass die iTunes-Umsätze rückläufig seien, so wie hier. Die Blogs sind bereits einen Schritt weiter in der Analyse der Zusammenhänge. (pho)
In eigener Sache
Seit gestern gibt es BILDblog im Abo.
Sonst ändert sich nichts.







