Suchergebnisse für ‘BILD’

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Der elektrische Reporter fragt Cory Doctorow
(elektrischer-reporter.de, Mario Sixtus, Video, 19:55 Minuten)
Cory Doctorow über Boing Boing, seinen Roman ?Backup? und Bedrohungen unsererer Privatsphäre (hier der gesamte Roman zum kostenlosen Download).

?Kerner ist die Situation entglitten?
(bild.t-online.de, Martin Heidemanns)
Es war der TV-Eklat des Jahres! Vor sieben Tagen warf Johannes B. Kerner (42) seine TV-Kollegin Eva Herman (48) aus seiner Sendung. 50 Minuten hatten der Moderator und seine Gäste mit Eva Herman über deren missverständliche Äußerungen zu Hitlers Familienpolitik gestritten. Seitdem hat die ehemalige ?Tagesschau?-Sprecherin geschwiegen. Exklusiv in BILD spricht Eva Herman jetzt über ihren Rauswurf, die schweren Stunden danach – und über einen abendlichen Anruf von Johannes B. Kerner.

Plötzlich geht es auch mit weniger Honorar
(tages-anzeiger.ch, Iwan Städler)
Nach heftigem politischem Protest verzichtet der SRG- Präsident auf eine Erhöhung seines Honorars ? als «Geste ans Personal». Dieses sagt, es habe gar nie einen Verzicht verlangt.

Ist Fernsehen gut für Kinder?
(novo-magazin.de, Wendy Earle)
Der Einfluss der Medien auf Kinder ist, seit das Fernsehen in den 50er-Jahren weite Verbreitung fand, eines der vorrangigen Themen öffentlicher Debatten.

Facebook-Gründer: Zuckerberg
(faz.net, Roland Lindner)
Er ist 23 und misst sich an Bill Gates. Seine Internetfirma Facebook taxiert er auf 10 Milliarden und bei öffentlichen Auftritten schwankt er zwischen Übermut und Schüchternheit. Sein Markenzeichen sind Badelatschen.

Der alte neue Mann
(zeit.de, Patrick Kremers)
Wer sind sie, die neuen Männer? Vor Kurzem nannte man sie schwul, metrosexuell oder postschwul. Jetzt versucht ein neues Magazin, diese Zielgruppe mit Konsum zu gewinnen.

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“Ihr Monopolisten: Jetzt kommt die Stunde der Wahrheit”
(persoenlich.com, Roger Schawinski)
Frage: Gibt es eine grössere Pervertierung der Marktwirtschaft als das Monopol? Im Prinzip nein. Doch die Schweizer Medienpolitik lehrt uns anderes. Sie erfand das Monster des privaten regionalen Monopols, das zusätzlich staatlich subventioniert wird. Und das in einem besonders sensitiven Bereich: demjenigen der Meinungsvielfalt bzw. der verhinderten Meinungsvielfalt.

Die Kehrseite der Medaille
(nzz.ch, Andreas Hirstein)
Der Nobelpreis macht aus Forschern Medienstars. Ihre Unterstützung verhilft politischen Anliegen zu medialer Aufmerksamkeit.

“Der Kreml versteht die Aufgabe der Medien nicht”
(krusenstern.ch)
Der russische Botschafter in Berlin wirft den Medien “ein verzerrtes Russland-Bild” vor. Die “Deutsche Welle” fragte Journalisten, Blogger sowie Medienforscher und kommt zum Schluss: Die deutschsprachigen Medien erfüllen ihre Aufgabe der Informationsvermittlung zur Meinungsbildung – nur der Kreml versteht das nicht.

Kongress der Weißwäscher
(telepolis.de, Dietmar Jazbinsek)
In Berlin diskutierten Pressesprecher und Unternehmensberater über Strategien zur Abwehr von Negativschlagzeilen.

Gut aussehen bei Google
(zuender.zeit.de, Chris Köver)
Früher im BDSM-Verein, heute im Controlling? Wenn nur die Bilder nicht im Netz stünden! Eine Reihe von Firmen macht aus solchen Problemen ein Geschäftsmodell. Ein Überblick über die neuen Rufmanager im Netz.

“Es wäre der Ruin der Literatur, es wäre der Bankrott der Kunstfreiheit…”
(don.antville.org)
Aus einem Aufruf von Schriftstellern aus dem Jahr 2006, der sich gegen das Verbot des Romans “Esra” von Maxim Biller wendet.

Ähm, wie starb noch mal Anna Nicole Smith?

So sieht gerade die “Seite 1” von Bild.de aus:

"Anna Nicole Smith -- War es doch kein Selbstmord?"

Und auch die Überschrift des dazugehörigen Artikels lautet:

"Anna Nicole Smith: War es doch kein Selbstmord?"

Im Artikel selbst heißt es dann:

"Laut US-Nachrichtensender CNN geht die kalifornische Justiz nicht mehr von einem Selbstmord des Ex-Playmates aus."

Das ist Unsinn. Laut US-Nachrichtensender CNN ging die kalifornische Justiz nie von einem Selbstmord des Ex-Playmates aus.* Im Gegenteil heißt es auf CNN.com ausdrücklich, dass Smith an einer unbeabsichtigten Überdosis Medikamente (“accidental drug overdose”) gestorben sei. Und anschließend beschreibt CNN sogar noch einmal ausführlich die längst bekannten Obduktionsergebnisse, aus denen der Leichenbeschauer folgert, Smith habe “nicht, wie manche behauptet hatten, versucht, sich umzubringen”.

*) Dass nun im Zusammenhang mit Anna Nicole Smiths Tod einige Arztpraxen durchsucht wurden, hat deshalb auch nichts damit zu tun, ob Smith Selbstmord begangen habe, sondern offenbar (nur) mit der Frage, wer ihr verbotene Medikamente verschrieben/besorgt hat — und anders als Bild.de gelingt es anderen Medien (wenngleich nicht allen) sogar mühelos, diesen Sachverhalt korrekt wiederzugeben.

Mit Dank an Ralph K. für den Hinweis.

Wann geschah der Unfall?

“Bild” berichtet heute bundesweit unter der Überschrift “Illegales Autorennen — Beifahrer filmte seinen eigenen Tod!” folgendes:

Der Beifahrer des aufgemotzten Golfs filmt den Porsche rechts neben sich. Beide Wagen rasen über die Bundesstraße. Plötzlich wackelt das Video, der Film bricht ab …

Das Drama hinter den Bildern: Hier hat ein junger Mann (20) seinen eigenen Tod gefilmt!

Die Tragödie geschah bei Konstanz (Baden-Württemberg), abends um 18.40 Uhr. Vier junge Männer lieferten sich ein illegales Rennen. (…) Die Autos jagen mit 220 km/h über die Straße, erlaubt sind nur 120. Der Porsche fällt auf der rechten Spur zurück. Doch dann [usw. usf. Ach, lesen Sie selbst…]

Und jetzt die Preisfrage: Wann geschah der Unfall?

    a) abends um 18.40 Uhr
    b) gestern
    c) am 30.3.2007
    (Mehrfachantworten sind möglich.)

 
Verständlicherweise besteht für andere Medien die eigentliche Nachricht deshalb auch nicht darin, dass ein Beifahrer seinen eigenen Tod filmte, sondern dass die Staatsanwaltschaft Konstanz jetzt, ein knappes halbes Jahr nach einem illegalen Autorennen mit einem Toten auf der Bundesstraße 33 bei Markelfingen, Anklage gegen drei junge Männer erhoben hat und in der Gerichtsverhandlung ein Video, das der getötete 20-Jährige direkt vor dem Unfall mit seinem Handy aufnahm, eine zentrale Rolle spielen wird. Für die Tageszeitung “Bild” spielt das alles keine zentrale Rolle, sondern:

keine.

Mit Dank an Michael M. und Harry S.

Iranisch für Anfänger

Seit vergangenem Samstag ist bekannt, dass der deutsch-iranische Fußballspieler Ashkan Dejagah nicht am Spiel der U21-Nationalmannschaft gegen Israel teilnehmen will (wir berichteten). Die “Bild”-Zeitung hat die Zeit nicht genutzt, sich ein wenig sachkundig zu machen.

“Bild”-Mitarbeiter Karl Wendl beschäftigt sich in seiner aktuellen Kolumne “Wendls Welt” auf Bild.de mit dem, was er Dejagahs “privaten Judenboykott” nennt und kommt zu dem Fazit:

Natürlich steht es jedem Zuwanderer frei, die Staatsbürgerschaft seines Heimatlandes zu behalten. Vielleicht wird Dejagah im Iran auch seinen Militärdienst ableisten, um nur ja nicht die iranische Staatsbürgerschaft zu verlieren.

Ob in seinem Fall jedoch irgendeine Loyalität zu Deutschland besteht, ist mehr als zweifelhaft.

Das ist grob irreführend. Iranern steht es in der Regel nicht “frei”, die iranische Staatsbürgerschaft zu behalten, sie haben keine andere Wahl. Der Iran entlässt seine Bürger nämlich fast nie aus dieser Staatsbürgerschaft, auch wenn sie es möchten. Genau deshalb können sie in Deutschland aufgrund von Paragraph 12 des Staatsangehörigkeitsgesetzes eine doppelte Staatsbürgerschaft annehmen.

“Dejagahs Fürsorgepflicht”
 
Der deutsch-iranische Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour (Grüne) bewertet das Verhalten des Fußballers in einem “taz”-Interview so:
 
“Dejagah versucht nur, sich an die iranischen Gesetze zu halten. Für einen Doppelstaatler wie Dejagah heißt das, dass er nach dem Gesetz nicht nach Israel einreisen darf — das steht in jedem iranischen Pass. Sonst würden ihm bis zu zwei Jahre Gefängnis drohen. Und davor hat er Angst. Zudem hat er Familie im Iran, sein Bruder spielt in der Ersten iranischen Liga. Da hat er auch für seine Leute eine Fürsorgepflicht. Dejagah ist nicht für die falschen Gesetze im Iran verantwortlich.”

Wendl suggeriert, dass Dejagah bei einem Besuch Israels nur damit rechnen müsste, die iranische Staatsbürgerschaft zu verlieren, und er suggeriert, dass Dejagah das mit seinem “privaten Judenboykott” um jeden Preis vermeiden will. Doch die Konsequenz einer Teilnahme an dem Spiel wäre nicht der Verlust der Staatsbürgerschaft, sondern dass Dejagah vermutlich nicht mehr in den Iran einreisen könnte, wo ein Teil seiner Familie lebt.

Wendl aber erwähnt diese Tatsache nicht. Er behauptet stattdessen kryptisch, Dejagah habe den Eklat “aus privaten Gründen” gewollt — weil er, anders als der ehemalige iranische FC-Bayern-Spieler Vahid Hashemian vor drei Jahren, nicht einfach eine Verletzung vorgetäuscht hat, um nicht gegen israelische Spieler antreten zu müssen* — und unterstellt, Dejagah lehne “mit seinem Verhalten die Herbeiführung einer Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen ab”.

*) “Bild” berichtete am 23.11.2004 über den Fall so:

Politische Entscheidung

Gegen Maccabi Tel Aviv wird Bayern-Stürmer Vahid Hashemian (28), wie schon im Hinspiel, nur Zuschauer sein — aus politischen Gründen. Seit der islamischen Revolution 1979 ist es iranischen Sportlern per Gesetz verboten, gegen israelische Teams anzutreten.

6 vor 9

“Bild”-Zeitung: TV-Tipps vom Boulevard
(merkur.de, Dieter Anschlag)
Wo es nur möglich ist, schießt das Massenblatt gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Doch wenn’s ums Programm geht, empfiehlt die Redaktion ARD und ZDF.

Thesenpapier zum Thema “Weblogs und Journalismus”
(presseportal.de)
Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) veröffentlicht heute ein Papier mit zehn Thesen zum Verhältnis von Weblogs zum klassischen Journalismus.

“Wir haben alle etwas zu verbergen”
(taz.de, Daniel Schulz)
Die geplanten neuen Sicherheitsgesetze zur Online-Durchsuchung bedrohen die Arbeit vieler Journalisten, sagt Hendrik Zörner vom Deutschen Journalistenverband.

Bertelsmann: Von Nazis, Bigamisten und einem anderen Kapitalismus
(woz.ch, Oliver Fahrni)
Der Wirtschaftsjournalist und WOZ-Autor Gian Trepp hat eine Monografie über den Verlagskonzern aus Gütersloh verfasst. Bitte lesen.

«Hier dauert alles etwas länger»
(werbewoche.ch, René Worni)
Marc Görtz, 43, seit 2005 Geschäftsführer von Ringier-TV und seit 1. Juli in der Ringier-Geschäftsleitung verantwortlich für die elektronischen Medien, zur TV-Digitalisierung und den Aussichten, die Produzenten mit den neuen Medien haben.

NZZ auf Abwegen
(kobi.ch)

Immer mehr deutsche Frauen werden Kanzler!

"Immer mehr deutsche Kirchen werden zu Moscheen!"

Das stand gestern auf der Titelseite der “Bild”-Zeitung. Und es stimmt — wenn man sich der “Bild”-Auffassung anschließen will, dass zwei “immer mehr” sind. Denn die einzige seriöse Datengrundlage für die “Bild”-Behauptung ist ein Bericht des “Tagesspiegel”, nachdem die Neuapostolische Kirche zwei ihrer Berliner Gotteshäuser an muslimische Gemeinden verkauft hat.

Da hört es aber schon auf mit der Seriosität. So schreibt “Bild” (und davon findet sich nichts im “Tagesspiegel”-Artikel):

Aus Mangel an Kirchgängern wollen auch katholische und evangelische Kirche in den nächsten Jahren rund 10 000 Gotteshäuser schließen. Demgegenüber wächst die Zahl muslimischer Gebetsstätten rapide: “159 Moscheen mit Minaretten gibt es schon, dazu 2500 Gebetshäuser. Und weitere 128 sind im Bau”, berichtet Salim Abdullah vom Islam-Archiv Deutschland.

Bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat man die Zahl 10.000 schon öfter gelesen, weiß jedoch nicht wo sie herkommt. Ein Sprecher zu uns:

Die Zahl geistert seit rund zwei Jahren durch die Presse, aber wir haben dazu nie Zahlen bekannt gegeben. Von unseren 23 bis 25.000 Gebäuden liegt die Zahl derer, die wir aufgeben müssen im untersten Promillebereich.

Und auch bei der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) kann man sich die Zahl nicht erklären und verweist auf eine Pressemitteilung aus dem Jahr 2005, in der es heißt:

Für die kommenden 10 Jahre wird damit gerechnet, dass weniger als 3 % der Kirchengebäude nicht mehr der Feier der Liturgie dienen werden. Es handelt sich bundesweit um etwa 700 Kirchengebäude, deren Bedeutung und Verwendung sich ändern werden.

Das heiße allerdings nicht, dass diese 700 Gebäude auch verkauft würden, ergänzt eine Sprecherin uns gegenüber.

Aber selbst wenn die Zahl 10.000 eine Grundlage hätte: Der von “Bild” implizit hergestellte Zusammenhang zu der vermeintlich “rapide” wachsenden Zahl “muslimischer Gebetsstätten” existiert nicht: Sowohl von der DBK als auch von der EKD gibt es Empfehlungen, keine Kirchen an islamische Gemeinden abzugeben. Und selbst der von “Bild” zitierte Leiter des Islam-Archivs* in Soest, Salim Abdullah, ist laut dpa offenbar der Meinung, dass die “Übernahme christlicher Gotteshäuser” von “untergeordneter Bedeutung” sei.

*) Zahlen des Islam-Archivs kommen zwar immer wieder in Presseberichten vor, es ist aber zweifelhaft, ob man sich auf sie zu verlassen kann. So nannte die “Zeit” die bundesweiten Konvertiten-Zahlen des Islam-Archivs für das Jahr 2004 bis 2005, die der “Spiegel” im Januar veröffentlicht hatte, “Fantasiezahlen”, deren Seriosität offenbar selbst islamische Verbände bezweifeln.

Dabei basierten die vom “Spiegel” veröffentlichten Zahlen auf einer Studie des Islam-Archivs, die immerhin vom Bundesinnenministerium (BMI) im Rahmen einer Projektförderung finanziert wurde. Allerdings wurde die Studie bislang vom BMI “nicht freigegeben”, bestätigt uns eine Sprecherin des BMI den “Zeit”-Artikel. Das Islam-Archiv sei der Bitte, “methodische Fehler” in der Konvertiten-Studie zu beseitigen über Monate nicht nachgekommen.

Womit wir dann wieder bei “Bild” wären. Die schreibt nämlich auf Seite 3 der Berlin-Ausgabe, “Schon 8500 Berliner” seien “zum Islam gewechselt”. “Bild” gibt zwar keine Quelle für diese Zahl an, hat sie aber offenbar von Mohammed Herzog, dem Gründer und Leiter der Islamischen Gemeinschaft deutschsprachiger Muslime Berlin (IGDMB). Und der sagte uns auf Nachfrage, woher er wiederum die Zahlen habe: vom Islam-Archiv in Soest.

Mit Dank an Kai B. für den sachdienlichen Hinweis.

Alter Wodka in neuen Schläuchen

Dass “Bild” gestern (wie berichtet) ein Zechgelage des britischen Prinzen Harry zu einer Titelschlagzeile machte, unkundig betextete, als “exklusiv” ausgab und darauf hinwies, dass “alle Skandal-Fotos von Prinz Harry” auf Bild.de zu sehen seien, war “Bild” offenbar nicht genug.

Denn heute berichtet “Bild” einfach noch einmal.

Alles eine Frage der Präsentation
 
Wer hätte gedacht, dass diese beiden Artikel über ein und dieselbe Begebenheit berichten?
 

“Bild” zeigt ein paar Fotos, die seit gestern bereits auf Bild.de zu sehen sind und auf die “Bild” gestern bereits hingewiesen hatte (“Weitere Szenen, auf Video aufgenommen, zeigen Harry in Namibia auf Sauf-Safari.”).

“Bild” verwendet, wie gestern schon, Zitate aus einem Artikel der britischen Boulevardzeitung “News of the World”, verschweigt aber, wie gestern schon, die Quelle — und die Tatsache, dass die “Skandal-Fotos” bereits vorgestern und exklusiv in “News of the World” veröffentlicht worden waren. Und “Bild” verschweigt, wie gestern schon, dass sich der “Skandal” selbst laut “News of the World” schon vor über zehn Monaten ereignete.

Andererseits fehlt auch heute nicht der Hinweis, dass “alle Skandal-Fotos von Prinz Harry” auf Bild.de* zu sehen seien. Ja, wenn wir’s genau nehmen, fehlt heute eigentlich nur die gestrige Behauptung, die gezeigten “Skandal-Fotos” seien “exklusiv”.

*) Tatsächlich hat Bild.de heute eine neue Bildergalerie im Angebot. Der Unterschied zur Bildergalerie von gestern: Was gestern noch Bild 25 von 25 war, ist heute Bild 1 von 25.

Immerhin hat “Bild” die heutige Neufassung der gestrigen Meldung um das Zitat eines Suchtberaters angereichert, der “zu BILD” gesagt haben soll: “Durch das Schnupfen soll der Wodka direkt in die Blutbahn gelangen.” Und das legt den Schluss nahe, dass es sich womöglich gar nicht um eine Neufassung der gestrigen Meldung handelt, sondern bloß um deren Korrektur. Schließlich verwendet “Bild” heute das Wort “Blutbahn” und sagt dazu nicht mehr, wie gestern noch, “Blutumlaufbahn”.

Kontinent des Lächelns II

Heiteres Synonyme-Raten in der Kategorie “Länder” ist nicht die Stärke von “Bild”.

Vereinigte Staaten? — “Land der unbegrenzten Möglichkeiten.”
Österreich? — “Alpenrepublik.”
Japan? — “Land des Lächelns.” — *Möööp*

Okay, nochmal:

Vereinigte Staaten? — “Land der unbegrenzten Möglichkeiten.”
Österreich? — “Alpenrepublik.”
Japan? — *Möööp*

Die Übung “Aus Fehlern lernen” ist auch nicht die Stärke von “Bild”.

Mit Dank an Spießer A.!

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