Einflussnahme, Ausbildung, Floskelschlacht

1. Wächst die Einflussnahme auf Journalisten?
(djv.de, Anna-Maria Wagner)
Zwei aktuelle Studien befassen sich mit der Einflussnahme auf Journalisten. Dennis Deuermeier hat im Rahmen einer Masterarbeit erstmals Journalist/innen aller Mediengattungen und Ressorts online nach Korruption befragt: Zwei Drittel der Journalisten hat bereits Korruptionsversuche erlebt … Eine weitere Studie befasst sich mit der Einflussnahme von Lobbyisten auf Medienhäuser und untersucht die Frage, ob diese Kooperationen zu Abhängigkeiten und Interessenkonflikten führen.

2. „Wir erleben eine Reklame-Schlacht der Anbieter“
(vocer.org, Daniel Moßbrucker)
Daniel Moßbrucker hat für „Vocer“ zwei Kapazitäten der Journalistenausbildung interviewt: den Medienökonom Prof. Lobigs vom Institut für Journalistik an der TU Dortmund und den Leiter der Deutschen Journalistenschule in München Jörg Sadrozinski. Eine der zentralen Fragen: Wie reagiert eine Journalistenschule im Gegensatz zu einem wissenschaftlichen Institut auf die Digitalisierung?

3. Warum sehen wir dieses Boot kentern?
(zeit.de, Wenke Husmann)
„Warum sehen wir dieses Boot kentern?“, fragt „Zeit“-Redakteurin Wenke Husmann in ihrem Kommentar und bezieht sich dabei auf die erschütternden Bilder, die von der italienischen Marine veröffentlicht wurden. Das Ganze hat eine politische Dimension:“Die italienische Regierung fürchtet, dass die nördlichen Grenzländer Österreich, Schweiz und Frankreich ihre Grenzen so dicht verschließen könnten wie es die Nachbarländer von Griechenland getan haben.“

4. Creative-Commons-lizenzierte Bilder: Die fünf häufigsten Fehler bei der Weiternutzung
(netzpolitik.org, Thomas Rudl)
Wikimedia Deutschland hat eine Liste der fünf häufigsten Fehler zusammengestellt, die bei der Weiternutzung von CC-lizenzierten Bildern gemacht werden. „Netzpolitik“ verlinkt die relevanten Seiten und fasst zusammen, wie es richtig geht.

5. Wenn gar nichts sagen blöd aussieht
(taz.de, Doris Akrap)
„Wer Beifall im ganzen Hause haben will, verurteilt „in aller Schärfe“. Aber wie scharf genau? So Döner-mit-scharf-scharf?“ Das fragt sich Doris Akrap in ihrer neuen „Taz“-Kolumne. „Wer Beifall im ganzen Hause haben will, verurteilt in aller Schärfe. Also in der Regel immer dann, wenn man weiß, dass die Mehrheit das eh auch verschärft doof findet. Und oft dann, wenn man weiß, man müsste da jetzt irgendwas tun, weiß aber nicht was, sieht aber blöd aus, wenn man gar nichts sagt.“

6. Haben Sie schon Ihre Hausaufgaben gemacht?
(zeit.de)
„Eine Formulierung wird zur Floskel.“ Die „Zeit“ listet auf, wer alles seine Hausaufgaben nicht gemacht hat: Vom Fußballtrainer bis zum Ex-Geheimdienstchef, vom Linkenpolitiker bis zum bayerischen Innenminister.