Nachwuchs beim DJV, Adblocker, Piratenradio

1. Aufruf zum Gemeinsamen
(medienwoche.ch, René Zeyer)
Angesichts der Angriffe auf Journalisten fordert René Zeyer, dass Medien zusammenstehen: Es sei nun nicht mehr die Zeit für Schuldzuweisungen, für gegenseitige Einteilungen in „rechtskonservativer Kampfjournalist“ versus „linker Gutmensch“. Nun gehe es um die Verteidigung der Pressefreiheit. Wobei auch der Staat durchgreifen sollte: „Sonst versagt er in seinem Kern.“ Siehe dazu auch die „Blogrebellen“ über Angst und eine „Schere im Kopf“. Einen Überblick zur Gewalt gegen Journalisten gibt es bei n-tv.de und faz.net.

2. DJV-Treffen: „Ah, die Schülerzeitung ist auch da“
(ndr.de, Sabine Schaper)
Zwei „Zapp“-Reporterinnen waren beim Verbandstreffen des DJV. Und nicht nur wegen des Zitats aus der Überschrift können sie sich „über Nachwuchssorgen beim DJV nicht mehr wundern“. Offensichtlich trauen die überwiegend (mittel)alten männlichen Anwesenden zwei jungen Frauen nicht zu, dass diese mehr als „ein schönes, lustiges Stück“, vielleicht „fürs Kinderradio“ machen. Thomas Otto Jenny Genzmer nimmt das beim „Deutschlandfunk“ zum Anlass, über das „Politikum Frau“ nachzudenken, und verlinkt unter anderem die Reaktionen von DJV- und BJV-Verantwortlichen.

3. Wie junge Menschen über Adblocker denken
(statista.com, Andreas Grieß)
„Statista“ hat 1002 Personen zwischen 18 und 35 Jahren gefragt, was sie von Adblocker halten — mit einem Ergebnis, das vielen Medien nicht gefallen dürfte: „Von den Befragten gaben mehr als die Hälfte an (53 Prozent), Adblocker zu verwenden.“ Außerdem sagen 43 Prozent, dass betroffene Webseiten am besten „An den Ausgaben sparen“ sollten, wenn ihnen durch Adblocker Einnahmeverluste entstehen.

4. Gekündigte Pädagogin: Auch „Krone“ druckte Namen von Magistratsbeamtin
(horizont.at, Timo Niemeier)
Der Ablauf: Die „Kronen Zeitung“ schreibt Quatsch über eine gekündigte Kindergartenmitarbeiterin. Das Medienwatchblog kobuk.at kritisiert die „Krone“ dafür. Ein „Krone“-Redakteur kritisiert daraufhin kobuk.at, weil ein Name einer beteiligten Magistratsbeamtin nicht geschwärzt wurde. Eben dieser kritikfreudige „Krone“-Redakteur veröffentlicht einen Artikel, in dem er den Namen einer Magistratsbeamtin nicht schwärzt. Und dafür gibt’s jetzt Kritik von horizont.at und kobuk.at.

5. Anti-ALDI-Rant aus dem SPIEGEL-Kindergarten
(wortvogel.de, Torsten Dewi)
Torsten Dewi nimmt einen „Bento“-Artikel über Aldi Satz für Satz auseinander. Am Ende bleibt davon nicht viel übrig: „Leider habe ich mittlerweile festgestellt, dass bento gerne auch banal, oberflächlich, großmäulig und pubertär auf der Klaviatur nicht des SPIEGELs, sondern der Huffington Post und Buzzfeed spielt.“

6. Illegaler Sender: Radioanarchie an der Grenze
(ndr.de, Joop Wösten, Video, 4:50 Minuten)