The Sunday Times, NZZ, taz

1. „The Sunday Times’ Snowden Story is Journalism at its Worst — and Filled with Falsehoods“
(firstlook.org/theintercept, Glenn Greenwald, englisch)
Glenn Greenwald ärgert sich über die unkritische Aufnahme eines Artikels in der „Sunday Times“ durch Journalisten: „The whole article does literally nothing other than quote anonymous British officials. It gives voice to banal but inflammatory accusations that are made about every whistleblower from Daniel Ellsberg to Chelsea Manning. It offers zero evidence or confirmation for any of its claims. The ‚journalists‘ who wrote it neither questioned any of the official assertions nor even quoted anyone who denies them.“ Siehe dazu auch „Five Reasons the MI6 Story is a Lie“ (craigmurray.org.uk, englisch).

2. „Berichtigung: gefürchtete Konsequenz eines journalistischen Fehlers“
(fachjournalist.de, Frank C. Biethahn)
Frank C. Biethahn klärt auf über Berichtigungsansprüche und unzulässige Tatsachenbehauptungen.

3. „NZZ verbreitet irreführende Statistik“
(infosperber.ch, Urs P. Gasche)
Urs P. Gasche kritisiert die NZZ, weil sie bei einer Kriminalitätsstatistik das Bevölkerungswachstum nicht einbezogen hatte: „Im konkreten Fall gab es im Jahr 1984 eine Verurteilung pro 105 Einwohner, im Jahr 2014 eine Verurteilung auf 60 Einwohner. Das ist immer noch eine starke Zunahme, jedoch nicht um 138 Prozent, sondern um 75 Prozent.“

4. „Die Kasachstan-Connection: Wie der SPIEGEL ins Visier der Nasarbajew-Lobby geriet“
(spiegel.de, Walter Mayr)
Walter Mayr liest E-Mails, die „in seltener Eindringlichkeit die Versuche der Nasarbajew-Lobbyisten, sich Teile der Presse dienstbar zu machen“, beleuchten.

5. „Wirtschaftsförderung auf Abwegen“
(nzz.ch, Christoph Eisenring)
Die „taz“ erhält 3,8 Millionen Euro Fördergelder aus der „Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur'“. Wie sie auch im eigenen Hausblog transparent macht: „Die taz braucht keine staatlichen Subventionen, um auch Ihr Handeln weiterhin kritisch verfolgen zu können. Die 3,7 Mio. ‚Subvention‘ dienen der taz Verlagsgenossenschaft eG ausschließlich dazu, ein neues Haus zu bauen. Hier wird also nicht irgendwas subventioniert, sondern investiert – in die Zukunft.“

6. „Tim Hunt: ‚I’ve been hung out to dry. They haven’t even bothered to ask for my side of affairs'“
(theguardian.com, Robin McKie, englisch)
Wissenschaftler Tim Hunt tritt nach Aussagen an einem Vortrag von seiner Honorarprofessur zurück: „‚I was very nervous and a bit confused but, yes, I made those remarks – which were inexcusable – but I made them in a totally jocular, ironic way. There was some polite applause and that was it, I thought.‘ (…) Hunt may have meant to be humorous, but his words were not taken as a joke by his audience. One or two began tweeting what he had said and within a few hours he had become the focus of a particularly vicious social media campaign.“