Rolling Stone, Apple Watch, BFM TV

1. „Rolling Stone and UVA: The Columbia University Graduate School of Journalism Report“
(rollingstone.com, englisch)
Die Zeitschrift „Rolling Stone“ zieht einen Artikel zurück und beauftragt drei Mitarbeiter der „Columbia Journalism Review“, einen Bericht über die falschen eigenen Recherchen zu verfassen. In der Einleitung zum Bericht schreibt Will Dana: „This report was painful reading, to me personally and to all of us at Rolling Stone. It is also, in its own way, a fascinating document ­— a piece of journalism, as Coll describes it, about a failure of journalism.“

2. „‚Rolling Stone‘: Bittere Analyse des Versagens“
(medienblog.blog.nzz.ch, Rainer Stadler)
Rainer Stadler schreibt zum Bericht: „Der Artikel sei nicht wegen mangelnder redaktioneller Ressourcen misslungen, hält der Expertenbericht fest. Vielmehr hätten mehrere ‚Rolling Stone‘-Mitarbeiter mit Jahrzehnten kollektiver Berufserfahrung dabei versagt, die richtigen Fragen zu stellen. Kritische Anmerkungen, die eine Kollegin der Abteilung für Faktenüberprüfung gemacht habe, seien ignoriert worden.“

3. „Falschmeldung: Apple Watch und das Schweizer Patent“
(steigerlegal.ch)
Die Meldung, Apple könne die Apple Watch in der Schweiz nicht verkaufen, sei falsch, stellt Martin Steiger fest: „In der Schweiz besteht – soweit ersichtlich – bislang kein Verkaufsverbot für die neue Apple Watch, schon gar nicht wegen einem Patent!“

4. „Harte Kritik an Berichterstattung“
(orf.at)
Betroffene der Geiselnahme in einem Supermarkt im Januar in Paris klagen gegen den TV-Sender BFM TV: „BFMTV brachte damals noch während des laufenden Anti-Terror-Einsatzes Telefoninterviews, sowohl mit Coulibaly als auch mit dem ‚Charlie Hebdo‘-Attentäter Cherif Kouachi, in denen sie ihre Motive und Verbindungen zu den internationalen Terrorvereinigungen Al-Kaida und IS bestätigten. (…) Der Anwalt der Kläger sagte der Nachrichtenagentur AFP nun, das Leben seiner Mandanten wäre gefährdet gewesen, ‚wenn Coulibaly in Echtzeit von der von BFMTV verbreiteten Nachricht erfahren hätte‘.“

5. „Extremismus der Erregung“
(zeit.de, Bernhard Pörksen)
Eine „elementare Ungewissheit bei gleichzeitig gefordertem Sofort-Sendezwang“ habe nach dem Absturz von Germanwings-Flug 9525 zu einem vierfachen Informationsvakuum geführt, analysiert Bernhard Pörksen.

6. „Das Flugzeugunglück“
(taz.de, Bernd Gieseking, 1. April)