RT, Syrien, Media Markt

1. „Die große Syrien-Schlamperei“
(taz.de, Idrees Ahmad)
Die Berichterstattung aus Syrien: „Von Anfang an hat Damaskus versucht, die Kontrolle über die Berichterstattung zu behalten, indem es die Arbeit für ausländische Journalisten lebensgefährlich machte – außer sie waren ‚eingebettet‘. Einige wenige gefährdeten dennoch ihr Leben, andere nutzten Skype, Youtube oder Twitter, um Material für Berichte zu sammeln. Wieder andere ignorierten die besonderen Umstände und hielten sich an orts- und zeitunabhängige Ideologien. Je weniger Journalisten nach Syrien reisten, desto stärker dominierten die Klischees die westliche Berichterstattung.“ Siehe dazu auch „Kurt Pelda erhält Menschenrechtspreis und kritisiert die Medien“ (srf.ch).

2. „Nenn mich nicht Mob – Der Umgang von Journalisten mit Inhalten aus sozialen Netzwerken“
(socialmediawatchblog.org, Eve)
Eve sieht die Haltung, „dass was öffentlich gepostet wurde, auch bedenkenlos weiterveröffentlicht werden kann“, kritisch: „Ein Tweet, der im Kontext einer Timeline als spontane Äußerung an eine bestimmte Zielgruppe gepostet wird, von der ein gewisses Vorwissen und oft auch ein Konsens erwartet werden kann, wird durch unbedachte Veröffentlichung im völlig anderen Kontext eines Nachrichtenmediums plötzlich zur fixierten kontroversen Position.“

3. „‚Wir wurden gleich mit der Propaganda-Keule begrüßt'“
(heise.de/tp, Harald Neuber)
Harald Neuber spricht mit dem Chefredakteur von „RT deutsch“, Iwan Rodionow: „Diejenigen, die sich informieren möchten, wie die Medien in Russland geknebelt, gesteuert und unterdrückt werden, die können sich durchaus bei der BILD, bei der Tagesschau, beim Spiegel oder bei der FAZ bedienen. Vielleicht wären sie etwas enttäuscht, wenn sie auf RT Deutsch klickten und dort auch auf solch plumpe Behauptungen träfen.“

4. „Informiert oder propagandiert?“
(weblog.medienwissenschaft.de, s2mmhoff)
Ein Resümee einiger zum Start von „RT deutsch“ publizierter Artikel: „Es ist also festzuhalten, dass RT Deutsch durchaus berechtigt ist, Kritik am Westen auszuüben, aber nach genauerer Betrachtung zeigt sich, dass RT Deutsch nicht objektiv arbeitet. Renommierte Journalisten belegen dies. Es kommt nicht zur Abwägung. Gegenpositionen kommen nicht zum Zug oder werden vollkommen verdreht. In ihren Methoden lassen sich klar propagandistische Absichten erkennen.“

5. „Native Advertising der Extraklasse: ‚Der dreiste Lügen-Opa‘ von Media-Markt“
(wuv.de, Markus Weber)
Media Markt wirbt in „Bild“ im „Bild“-Artikel-Format: „Obwohl sie korrekt als ‚Anzeige‘ gekennzeichnet ist, muss man dreimal hinschauen, um zu erkennen, dass hier die Elektronikfachmarktkette wirbt.“

6. „Unsichtbar: Vom Leben auf der Straße“
(unsichtbar.morgenpost.de)