Longform, Economist, Betrug

1. „Lügen & Betrügen“
(3sat.de, Video, 43:52 Minuten)
Wie Schüler, Studenten und Wissenschaftler abschreiben, manipulieren, lügen und betrügen.

2. „Bild dir keine Meinung“
(taz.de, Meike Laaf)
Alexander Blum von „Bild am Sonntag“ lässt bei Google Suchergebnisse zu vier Bildblog-Beiträgen, in denen sein Name vorkommt, löschen (BILDblog berichtete): „Er selbst äußerte sich dazu nicht, doch die Pressestelle des Axel-Springer-Verlags bestätigte der taz auf Anfrage, dass Blum ‚die Löschung eigeninitiativ beantragt‘ habe, und fügte hinzu: ‚Eine Rücksprache mit der Redaktion hat es nicht gegeben.'“

3. „Die Mär vom guten Online-Journalismus“
(robotergesetze.com, Boris Hänßler)
Der Longform-Journalismus werde zukünftig nur noch ein Publikum finden, „das sein Gehirn durch regelmäßige, lange Lesephasen trainiert, bewusst oder unbewusst“, glaubt Boris Hänßler: „Um die große Masse zu erreichen, braucht der Online-Journalismus dann eine andere Lösung, die es noch nicht gibt. Und wie das mit Ideen so ist: Sie kommen nicht, in dem wir sie herbei reden – sie kommen irgendwann von alleine.“

4. „Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik“
(heise.de/tp, Malte Daniljuk)
Malte Daniljuk stellt ein Protokoll des ARD-Programmbeirats vor, das sich mit der ARD-Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt auseinandersetzt: „Besonders negativ seien die Weltspiegel-Ausgaben des Bayrischen Rundfunks mit einer ‚einseitigen, fast schon an die Sprache des Kalten Krieges gemahnenden Moderation‘ sowie der ‚Bericht aus Berlin‘ hervorgestochen.“

5. „Kein Mädchenhändler, kein Lobbyist“
(blogs.stern.de, Hans-Martin Tillack)
Hans-Martin Tillack schreibt über Ex-„Bild“-Chefredakteur Hans-Hermann Tiedje: „Er darf öfters auf Seite 2 des Boulevardblattes mit einem ‚Bild-Kommentar‘ auftreten. Die Zeitung erwähnt dabei nie, dass der 65-Jährige im Hauptberuf als Berater für zahlende Kunden unterwegs ist. Auch unter seinem Pro-Steinbrück-Kommentar fehlte jeder Hinweis auf eine Doppelrolle des gelernten Journalisten.“

6. „With New Ad Measure, The Economist Emphasizes Quality Over Quantity“
(blogs.wsj.com/cmo, Suzanne Vranica, englisch)
Der „Economist“ erweitert die Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit des Publikums zu messen. „Some experts argue that if there was more focus on the time readers spend with stories and ads, publishers would invest in more compelling content and maybe rely less on lighter content that is designed to get people to click through or share.“