Rügen, Thomas Helmer, Ignoranzallianz

1. „Jede vierte Rüge des Presserats betraf ‚Bild'“
(ndr.de, Fiete Stegers)
Fiete Stegers wertet Rügen des Deutschen Presserats aus: „Mit 157 Rügen seit 1986 liegen Deutschlands auflagenstärkste Zeitung und ihre Ableger unübersehbar vorn. (…) Im Auswertungszeitraum gab es nur 1989 und 1990 keine Rüge für einen ‚Bild‘-Titel. In fast jedem anderen Jahr war ‚Bild‘ dagegen negativer Spitzenreiter und kassierte manchmal mehr als 40 Prozent der insgesamt ausgesprochenen Rügen.“

2. „‚Jetzt kann ich die blöden Fragen selbst stellen, statt sie beantworten zu müssen'“
(abzv.de, Mario Müller-Dofel)
Thomas Helmer berichtet von seinen Erfahrungen mit „Bild“ und „Spiegel“: „Der Spiegel-Beitrag war leider die größte Fehleinschätzung, die ich je über mich lesen musste. Da wurden zum Beispiel Aussagen von mir verdreht und in falschen Kontexten zitiert, sodass sie nachteilhaft für mich waren. Und es wurden stilistische Mittel benutzt, um Thesen zu belegen, die nur der subjektiven Sicht des Journalisten entsprachen, ohne meine Sicht der Dinge ausgewogen einzubeziehen.“

3. „Stellungnahme der Redaktion“
(daserste.de)
Eine Stellungnahme zur vielfältigen Kritik („mehrere Tausend Briefe, Mails und Anrufe“) an der Sendung „Mission unter falscher Flagge – Radikale Christen in Deutschland“ (daserste.de, Video, 43:20 Minuten).

4. „Die Presse echauffiert sich“
(opalkatze.wordpress.com, Vera Bunse)
Vera Bunse nennt die Reaktion auf die Vorwürfe an die deutsche Presse, sie sei „gleichgeschaltet“, „eine wahre Ignoranzallianz“: „Hinter scheinbar unsachlichem Meckern vermuten die Beleidigten nicht einmal begründete Kritik. Den ernsten Hintergrund nehmen sie nicht wahr.“

5. „Verletzte Gefühle“
(wahrheitueberwahrheit.blogspot.de, Thomas Steinschneider)
Wie steht es um den Vorwurf, „deutsche Journalisten beteiligten sich an einem Propagandafeldzug“? Thomas Steinschneider prüft „drei kleine Einzelfälle“: „Menschen, bei denen davon auszugehen ist, daß sie bei einem tragischen Versehen ums Leben gekommen sind, wurden laut Spiegel also ‚ermordet‘. Menschen, bei denen davon auszugehen ist, daß sie ermordet wurden, sind laut Tagesschau ‚ums Leben gekommen‘. Und eine ‚unstreitig demokratisch legitimierte‘ Regierung ist in der Tagesschau auch mal ein ‚Regime‘.“

6. „Wer beim Tagesspiegel die Befehle erteilt“
(tagesspiegel.de, Johannes Schneider)
Johannes Schneider skizziert „einen hyperrealistischen Tagesablauf“ der „Tagesspiegel“-Redaktion, „für alle Verschwörungsfans“.