Kriegsbilder, Stringer, Martin Lejeune

1. „Manipulierte Kriegsfotos: Bilder, die lügen“
(spiegel.de, Leon Scherfig und Philipp Löwe)
Gefälschte Kriegsbilder im Netz: „Drastische Bilder machen bei Twitter und Facebook die Runde. Aber dieser Krieg im Netz wird von beiden Seiten mit oft unsauberen Mitteln geführt – es wird gefälscht und gemogelt.“

2. „Können wir diese Bilder sehen – und nichts tun?“
(handelsblatt.com, Maike Freund)
Und echte Kriegsbilder im Netz: „Die Bilder sind echt, denn echte Menschen werden hingerichtet. Und sie sind trotzdem Propaganda, weil sie ein Ziel verfolgen, das des IS. Wie viel politische Macht in Bildern stecken kann, ist spätestens seit dem 11. September 2001 klar, der die Welt veränderte. Experte El Difraoui ist sich sicher, dass auch die Terrorbilder des Islamischen Staats diese politische Macht haben.“

3. „Gefährlicher Einsatz im Kriegsgebiet“
(ostpol.de, André Eichhofer)
Ein Bericht über Stringer in der Ostukraine, die Gefahr laufen, entführt zu werden. „Zeitungen und Agenturen zahlen rund 100 US-Dollar pro Tag, TV-Sender etwas mehr.“

4. „Was ist los in Gaza? – Jung & Naiv in Israel: Folge 187“
(youtube.com, Video, 68:15 Minuten)
Tilo Jung spricht mit Journalist Martin Lejeune, der während der Bombardierung des Gazastreifens durch die israelische Armee mehrere Wochen bei einer lokalen Familie verbracht hat.

5. „Sind wir Kriegstreiber?“
(cicero.de, Petra Sorge)
In einem Stück zur Glaubwürdigkeit der deutschen Presse berichtet Petra Sorge auch von einer Debatte über die Unabhängigkeit von Martin Lejeune: „Dass sich die Debatte um journalistische Unabhängigkeit an einem freien Journalisten Bahn bricht, der unter Einsatz seines Lebens von der Front berichtet, während auf der anderen Seite gut verdienende Festangestellte der Zeit gegen eine ZDF-Satire klagen, weil sie um ihren journalistischen Ruf fürchten, muss doch einige Medienkonsumenten zweifeln lassen.“

6. „Jeder Satz ein Seufzer“
(operation-harakiri.de, Ralf Heimann)
Die Zukunft der Zeitung: „Man kann ja versuchsweise mal die eigene Zeitung durchblättern und sich die Frage stellen, auf was man wirklich nicht verzichten möchte. Die Pressemitteilungen von Stadt und Polizei, die Nachrichten der Vereine, die Termine – um das zu veröffentlichen, braucht man keine Journalisten. Wirklich wichtig ist nur ein kleiner Teil. Und um den herzustellen, bräuchte man einen Computer und ein paar Leute. Tatsächlich aber sind riesengroße Organisationen damit beschäftigt, Nachrichten und PR-Text auf Papier zu drucken und in der Stadt zu verteilen.“ Siehe dazu auch „Wann wird die letzte Zeitung gedruckt?“ (watson.ch, Philipp Löpfe).