Oberhausen, BBC, Michael Jeannée

1. „Geografie für Privatradios: Brasilien liegt im Ruhrgebiet“
(fair-radio.net)
Fußball-Weltmeisterschaft: Radioreporter berichten aus einem „WM-Studio“ oder auch „live vor Ort“, aber nicht etwa aus Brasilien, sondern aus Oberhausen: „Wie uns eine ‚radio NRW‘-Sprecherin bestätigt, sitzt dort ein Sportreporter, der das Spiel schaut und davon berichtet, was er in der Übertragung sieht. Unter dessen Reportage wird die Live-Atmo aus den jeweiligen Stadien in Brasilien eingespielt, die die FIFA offiziell für solche Zwecke zur Verfügung stellt.“

2. „Wirre Experten müssen schweigen“
(nzz.ch, Paula Scheidt)
Die BBC will wissenschaftlichen Aussenseitermeinungen zukünftig weniger Gewicht geben. „Einige Journalisten und Blogger kritisieren, die neue Ausrichtung verhindere eine objektive Berichterstattung. Zwischen Konsens und Propaganda liege nur ein schmaler Grat, schreibt ein Blogger. Viele befürchten die Einschränkung von freier Meinungsäusserung und freiem Informationszugang.“

3. „Und es hat Klick gemacht“
(journalist.de, Boris Hänßler)
Wie lässt sich Erfolg im Netz messen, durch Klicks, Verweildauer, Aufmerksamkeit? Boris Hänßler zitiert Manuel Marini: „Die meisten Menschen bewegen beim Lesen unbewusst den Mauszeiger über den Text. Das ist ein guter Indikator, wie intensiv die Leute sich mit dem Inhalt beschäftigen – oder ob sie die Seite nur aufgerufen haben und sich einen Kaffee holen.“

4. „‚Krone‘: Aufregung nach NS-Anspielung in Jeannée-Kolumne“
(diepresse.com)
Die „Krone“-Chefredaktion ändert eine Kolumne von Michael Jeannée über den „deutschen Fußball“: „In Teilen der Morgenausgabe wurden zumindest die auf SA-Kampfgesänge und ‚Endsieg‘ anspielenden Passagen gestrichen.“

5. „Eine Email an SIXX“
(herrbrause.wordpress.com)
Herr Brause findet einen eigenen Tweet fast 1:1 wieder auf der Facebook-Seite von Sixx.

6. „Öffentliche Narbe“
(sueddeutsche.de, Ekkehard Müller-Jentsch)
Eine gerichtliche Auseinandersetzung um eine Schlagzeile von „Closer“ zu einem „Wundmal im Dekolleté“ von Simone Thomalla: „In öffentlicher Sitzung ließ sie vortragen: Der durch die Titelseite erweckte Eindruck, sie habe kürzlich eine Brustoperation durchführen lassen, sei falsch. Diese sei bereits sieben Jahre her, sodass ein aktuelles Berichtsinteresse nicht vorliege.“