Süddeutsche Zeitung, Upworthy, Thilo Sarrazin

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „SZ macht Facebook zu Jewbook“
(publikative.org, Patrick Gensing)
Die „Süddeutsche Zeitung“ wird aufgrund einer Karikatur, die Mark Zuckerberg zeigt, kritisiert, siehe dazu „German cartoon of Facebook CEO Zuckerberg sparks anti-Semitism row“ (jpost.com, Benjamin Weinthal, englisch) oder auch „Krake Juda“ (titanic-magazin.de, Stefan Gärtner).

2. „Stellungnahme des Zeichners“
(sueddeutsche.de)
Der Zeichner dieser Karikatur, Burkhard Mohr, gibt zu den öffentlichen Reaktionen eine Stellungnahme ab: „Dass die Karikatur zur WhatsApp-Übernahme durch Facebook, bei der ich eine überspitzte Zeichnung Mark Zuckerbergs in Kombination mit der Krake aus dem Film ‚Fluch der Karibik‘ dargestellt habe, wie eine antijüdische Hetz-Zeichnung aussieht, ist mir nicht aufgefallen.“

3. “ Why We Fact-Check Every Post On Upworthy“
(blog.upworthy.com, Matt Savener, englisch)
Upworthy.com setzt Ressourcen ein in der Fakten-Kontrolle. „My team scrutinizes everything that goes up on the site before we post it — a rarity at a time when even print magazines are laying off fact-checkers. All facts asserted in our content have to be backed up by reliable sources such as major trustworthy media outlets, government agencies and reports, scientific experts, and authoritative nongovernmental organizations.“

4. „Wie Wulff ohne ‚Bild‘ nach Afghanistan reiste und so vielleicht einen ‚Krieg‘ auslöste“
(stefan-niggemeier.de)
Der Wortlaut der Nachricht, die der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann im Dezember 2011 auf die Mailbox gesprochen hatte, wurde gestern auf Bild.de veröffentlicht.

5. „Gift und Gegengift“
(begleitschreiben.net, Gregor Keuschnig)
Gregor Keuschnig liest das Buch „Der neue Tugendterror“ von Thilo Sarrazin und stösst darin auf „rein gar nichts Neues“: „Es gibt keinen frischen Gedanken zum medialen Phänomen der Verschlag­wortung von Sachverhalten. Nichts über den Populismus der Medien, die selber jedem Vereinfacher Populismus attestieren. Die zahlreichen Versuche mit paternalistischen Sprachregelungen einen Uniformismus zu erzeugen, werden vom Autor bejammert statt analysiert.“

6. „Thilo Sarrazin entgeht tugendterroristischem Anschlag nur knapp“
(der-postillon.com)