Sebastian Edathy, Die Zeit, Christopher Lauer

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Der DJV, Ernst Jünger und Edathy“
(rheker.wordpress.com)
Fotojournalist Sascha Rheker kritisiert den Beitrag „Foto in die Wohnung hinein: Persönlichkeitsrechte?“ (djv.de, Michael Hirschler), der die Veröffentlichung der Fotos aus der Wohnung von Sebastian Edathy insgesamt „als (noch) vertretbar“ einstuft.

2. „Es gibt keine Gesetzeslücke im Fall Edathy“
(notes.computernotizen.de, Torsten Kleinz)
Torsten Kleinz bewertet die Forderung nach einem generellen Verbot käuflicher Nacktfotos von Kindern. „Schließt man die vermeintliche ‚Gesetzeslücke‘ müssten die Strafverfolger Tausende von Verfahren gegen Leute einleiten, die niemals zu Kindesmissbrauch beigetragen haben. Denn Gesetze haben keine Fußnote: ‚Diesen Paragraphen bitte nur auf böse Menschen anwenden‘.“

3. „Verloren in der Twitter-Wüste“
(gefaelltmir.sueddeutsche.de)
Ein Tweet einer CNN-Moderatorin führt andere zum Glauben, ein vierjähriger Junge durchquere die jordanische Wüste, um seine Familie zu finden.

4. „Freischreiber für die Zeit“
(freischreiber.de, Videos)
Fünf freie Journalisten ergänzen die Videos von fünf Journalisten und Autoren, mit denen die „Zeit“ in eigener Sache wirbt.

5. „Braucht es uns noch?“
(carta.info, Wolfgang Michal)
„Heute sind es die Blogs, die alt aussehen“, konstatiert Wolfgang Michal – „die im Netz Sozialisierten“ würden „den Altmedien förmlich an den Lippen“ hängen. Und kommt zu diesem Schluß: „Also sperren wir den Laden doch einfach zu. In der Welt der Medien macht es keinen Sinn, etwas am Leben zu halten, was nicht mehr gebraucht wird.“

6. „‚Ich find‘ die Frage blöd'“
(taz.de, Sascha Frischmuth)
Politiker Christopher Lauer gibt ein Interview mit der „taz“ nur ungekürzt und in vollständigem Wortlaut frei – und so wird es auch veröffentlicht.