Borgen, Sonneborn, Huffington Post

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „WAS SOLL DAS, HUFFPO?“
(blog-cj.de, Christian Jakubetz)
Der gestern erfolgte Start von Huffingtonpost.de: „Eine krude und aufmerksamkeitsheischende, in weiten Teilen aber substanzlose Mischung aus Focus Online und Bild, die aussieht, als sei sie von Praktikanten zusammengestopselt worden – das hat der deutsche Medien-Regenbogen nun wirklich nicht gebraucht.“ Siehe dazu auch „The Uffington Post“.

2. „Infantile Sprachlosigkeit“
(taz.de, Lalon Sander)
Lalon Sander antwortet auf den Artikel „Infantile Sprachmagie“ von Arno Frank: „Zur Unterstützung, anders über Herkunft und Identität nachzudenken, existieren zahlreiche Texte und Überlegungen. Doch diese betrachten viele als ‚Belehrung‘, die sie trotzig ablehnen. Belehrungen sind aber nur möglich, wenn jemand zuhören würde. Und das tun wenige.“

3. „Journalisten und der Linkgeiz“
(lousypennies.de, Stephan Goldmann)
Stephan Goldmann fordert mehr Verlinkungen: „Es ist keine journalistische Schwäche, sondern Ausdruck von Recherche-Sorgfalt, seine Quelle zu nennen und im Internet auch zu verlinken. Jeder Journalist, der das tut, verdient Respekt für die saubere Arbeit.“

4. „Die Königin der Serien“
(arte.tv, Diana Aust)
Ein Interview mit Camilla Hammerich, Produzentin der TV-Serie „Borgen“: „Wir verwenden viel Zeit darauf, gute Drehbücher zu machen: Das ist vielleicht das ganze Geheimnis. (…) Der Autor ist das Herzstück, das innere Geheimnis des Erfolgs. Daher wird er vom Sender DR festangestellt und hat inhaltlich das letzte Wort. Alle verfolgen ‚eine Vision‘, wie wir es nennen, und das ist die des Autors. Wir haben bei ‚Borgen‘ alle für Adam Price gearbeitet und versucht, seine Vision umzusetzen.“

5. „Bemerkungen zum deutschen Schriftleitergesetz, Neue Zürcher Zeitung vom 10.10.1933“
(pressechronik1933.dpmu.de, Max Ruchner)
Die NZZ kommentiert 1933 das deutsche Schriftleitergesetz: „Unsere demokratische Presse ruht auf dem Grundsatz, daß die politische Meinungsbildung ein organisatorischer Prozeß sei, an dem alle verantwortungsbewußten und denkfähigen Bürger mitzuwirken vermögen. ‚Demokratie ist Diskussion.‘ Im autoritären Staat ist die Meinungsbildung zurückgenommen aus dem öffentlichen Leben in die oberste hierarchische Zelle der Führer.“

6. „Sonneborn rettet die Welt – Folge 1“
(zdf.de, Video, 29:03 Minuten)