Armin Wertz, Tilo Jung, Twitter

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „‚Ich saß in Assads Knast'“
(tagesspiegel.de, Lutz Haverkamp)
Nach fünf Monaten in einem syrischen Gefängnis wird Journalist Armin Wertz wieder freigelassen. „Ich habe den Verdacht, dass ich durch die Bemühungen der deutschen Behörden und dem Auftreten Merkels in St. Petersburg freigekommen bin.“

2. „Wie viel Information steckt in NDR und SWR?“
(ndr.de, Video, 5:01 Minuten)
Die Studie „Zwischen Boulevard und Ratgeber-TV“ (PDF-Datei) zeigt „die Programmstrukturen und die fernsehpublizistischen Programmleistungen der dritten Programme“.

3. „Tilo Jung: ‚Ich bin mein eigener Chefredakteur'“
(selbstdarstellungssucht.de, Natalie Mayroth)
Tilo Jung befragt bei „Jung & Naiv“ Politiker – finanziert von Joiz und Google. „Weder der Sender Joiz noch Google haben redaktionelle Eingriffsmöglichkeiten. Ich würde mal behaupten, dass die Redakteure der FAZ und der Süddeutschen, die das bemängeln, viel unfreier sind als ich.“

4. „Blinkend mit Hasen jonglieren: Die ‚Huffington Post‘ und die Inflation der Aufmerksamkeit“
(stefan-niggemeier.de)
Stefan Niggemeier liest Huffingtonpost.com: „Zu fast jedem Stück gehört eine Bildergalerie oder ein Video, locken Dutzende weitere Teaser, laden Symbole zum Twittern, E-Mailen, Teilen, Kommentieren ein. Ich soll den Autoren folgen, Themen abonnieren, Newsletter bestellen, das Ressort liken, es bei Reddit unterbringen, die regelmäßig vierstellige Zahl von Kommentaren zum Text lesen. Die ganze Seite brüllt: Mach mit! Tu was! Komm hierher! Schau hierüber! Klick das! Das ist vermutlich vorbildlich und unzweifelhaft erfolgreich, gemessen an einer einzigen Währung: Aufmerksamkeit.“

5. „Unter Nehmern“
(sz-magazin.sueddeutsche.de, Lorenz Wagner)
Ein Besuch in der Twitter-Zentrale in San Francisco: „Ein Art-déco-Haus mit endlosen Fluren, in den Nischen reihen sich gläserne Denkwaben, an den Wänden hängen Rehköpfe, vor den Klospiegeln stehen Einweg-Zahnbürsten, in der Kantine gibt es ein DJ-Pult, und schließlich ist da diese Dachterrasse – ein sonnenheller Garten über der Stadt, Bäume, Hecken, Wiese, Liegestühle. Amerikas neue Traumfabrik.“

6. „Käse ist der neue Kuchen“
(aistdasneueb.tumblr.com)