Frank A. Meyer, Karstadt, Oberhessische Presse

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Bei BILD im Angebot: Eine starke Kanzlerin und ihr schwacher Partner SPD“
(otto-brenner-stiftung.de)
Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz untersuchen 416 zwischen dem 15. Juni und dem 8. September 2013 zur Bundestagswahl erschienene „Bild“-Artikel und liefern eine Zwischenbilanz (PDF-Datei): „Mit optimalen personellen und finanziellen Ressourcen produzieren BILD und BamS ein Minimum an inhaltlichem Output mit einem Maximum an publizistisch-politischer Aufmerksamkeit.“

2. „Mediale Vorverurteilung – oder: Wenn Journalisten zu Richtern werden“
(eigenwach.wordpress.com)
Eigenwach stellt die Frage nach den Auswirkungen von medialen Vorverurteilungen auf Zeugenaussagen: „Wenn Zeugen sich zum Fall äussern, nachdem sie drei Tage nach der Tat im ‚Blick‘ die vermeintlichen ‚Fakten‘ gelesen oder diese von ‚Blick‘-Lesern zugetragen bekommen haben – wie unabhängig sind die Aussagen dann noch?“ Siehe dazu auch „Abt. Vorverurteilung – heute: Journaille vs. F.A.“ (infam.antville.org, patpatpat).

3. „Abstieg des Einflüsterers“
(nzz.ch, Francesco Benini)
Der Ringier-Mann Frank A. Meyer: „Meyer schöpft seine Macht aus dem Einfluss, den er auf Michael Ringier ausübt. Dessen Treue zu ihm ist unverbrüchlich.“ Siehe dazu auch „Ringiers Schlossgespenst“ (tagesanzeiger.ch, Michèle Binswanger).

4. „Karstadt kämpft“
(derhandel.de, Hanno Bender)
Hanno Bender schreibt über die Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens Karstadt: „In einem normalen Unternehmen hätte der Pressesprecher zunächst zum Telefonhörer gegriffen und um Richtigstellung gebeten. Nicht so bei Karstadt, dort wird die Öffentlichkeitsarbeit inzwischen offenbar vollständig von Anwälten erledigt, die sofort ’strafbewehrte Unterlassungserklärungen‘ einfordern.“

5. „‚In der taz kamen die Pädophilen selbst zu Wort'“
(blogs.taz.de, Nina Apin und Astrid Geisler)
„War die Blattlinie der taz damals pädophilenfreundlich?“, wird Stephan Klecha vom Göttinger Institut für Demokratieforschung gefragt, der im „taz“-Archiv pädophile Einflüsse auf die Grünen untersucht: „Es gab damals keine redaktionelle Linie im engeren Sinne. Die redaktionelle Linie bestand darin, alles zuzulassen. (…) Die taz war derart anarchisch strukturiert, dass sich neben den Pädophiliebefürwortern auch immer wieder die Gegenseite im Blatt fand. Beide Positionen standen relativ unkommentiert nebeneinander.“

6. „Aus der Reihe: erst denken, dann schreiben“
(extra3.blog.ndr.de)
Eine Schlagzeile aus der „Oberhessischen Presse“.