Paul Ronzheimer, Renditen, Klimawandel

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Mein dir deine Bildung!“
(pantelouris.de, Michalis Pantelouris)
Michalis Pantelouris analysiert den „Bild“-Artikel „So hat uns Zypern betrogen!“: „Offensichtlich hat sich Paul Ronzheimer bei seinem unermüdlichen Versuch BILD-Leser gegen Südeuropäer aufzuhetzen inzwischen davon verabschiedet, auch nur den Anschein erwecken zu wollen, so etwas wie Argumente, Fakten oder Logik zu verwenden. Er tippt einfach irgendetwas und schreibt seine Schlussfolgerung ohne Zusammenhang dazu.“

2. „Traumhafte Renditen für Zeitungsverlage“
(dradio.de, Stephan Karkowsky)
Medienökonom Frank Lobigs über die Renditen von Zeitungsverlagen: „Das sind Renditen, da können andere Unternehmen nur von träumen! Wenn Sie normale Großunternehmen nehmen, dann haben die eine Durchschnittsrendite von vier Prozent. Die Verlage liegen beim Dreifachen oder Vierfachen davon.“

3. „‚Zeitungspresse als Machtinstrument'“
(tagesspiegel.de, Bernhard Schulz)
Heute wird in Berlin die Sonderausstellung „Zwischen den Zeilen? Zeitungspresse als NS-Machtinstrument“ eröffnet. „Mit dem heutigen Blick für die Vielfalt von Meldungen und Meinungen ist der Eindruck der Zeitungslandschaft im NS-Regime niederschmetternd. Die gleichen Parolen, die gleichen im Stakkato gehämmerten Phrasen, die gleiche Typographie, fette Überschriften und rote Balken, dazu idyllische Fotos von der Front, wo sich Landser eine Zigarettenpause gönnen oder ihr Nachtlager bereiten: ‚Kein Himmelbett kann damit konkurrieren‘, so die Bildunterschrift.“

4. „Klimawandel: Skeptiker amtlich unerwünscht“
(heute.de, Reinhard Schlieker)
Reinhard Schlieker kommentiert die Broschüre „Und sie erwärmt sich doch“ des Umweltbundesamts, die mit Journalisten und Wissenschaftlern, „die einen menschengemachten Klimawandel für nicht erwiesen halten“, abrechne: „Die Publikation des Bundesamtes kann beim unbefangenen Leser den Eindruck erwecken, man habe es bei diesen Journalisten und Buchautoren mit vorsätzlichen Fälschern zu tun, die fremdgesteuert sind und von irgendwelchen Lobbyisten bezahlt werden.“

5. „Den Eltern den Job erklären“
(vocer.org, Steffi Fetz und Lisa Altmeier)
Die Aktion #erklärsmama bemüht sich, Kommunikationsberufe verständlich zu machen: „Teilweise kapieren die Menschen selbst nicht, was sie arbeiten. Wie sollen es dann die Eltern verstehen?“

6. „Blut, Miniröcke, Jargon. Wie man Szenetexte fabriziert“
(blog.tagesanzeiger.ch, Constantin Seibt)