Razzia, Political Correctness, Pasten

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Strafverfolgung: Warum wir keine Bilder rausgeben“
(blogs.taz.de/hausblog, Sebastian Heiser)
Eine „bundesweite Razzia bei Fotografen“ (tagesspiegel.de) führt zu Protesten. Die „taz“ erklärt, warum sie freiwillig keine Bilder herausrückt: „Wenn Demonstranten mitbekommen, dass Pressefotografen ihre Bilder der Polizei überlassen, müssen sie befürchten, von den Demonstranten als Hilfspolizisten wahrgenommen zu werden. Und das heißt in Fällen wie diesen auch, dass unsere Fotografen – genau wie der Polizist – zusammengeschlagen würden. Die Arbeit wäre zu gefährlich. Journalisten sind darauf angewiesen, von allen Beteiligten als unabhängige Berichterstatter wahrgenommen zu werden.“

2. „I ♥ Political Correctness!“
(kleinerdrei.org, Daniel)
Daniel liebt Politische Korrektheit: „Political Correctness ist super, weil sie dazu führt, dass weniger Leute diskriminiert werden. Das führt zu einem besseren und angenehmeren Zusammenleben für alle und macht die Welt zu einem besseren Ort. So einfach ist das.“

3. „Aussteigen oder bleiben?“
(medienwoche.ch, Joel Weibel)
Noch drei Monate lang ist Joel Weibel als Journalist angestellt. Doch will er wirklich beim Journalismus bleiben? „Will ich mir das antun, angesichts der Tatsache, dass derjenige Journalismus, den ich gerne machen würde, in der Schweiz noch von ein paar wenigen privilegierten Journalisten betrieben werden kann und sich der Rest mit den Brosamen abfinden muss?“

4. „Warum ihr euren koksenden Schwager nicht eure Pressetexte schreiben lassen solltet“
(noisey.vice.com, Lisa Ludwig)
Lisa Ludwig gibt Tipps, was man beim Texten von Pressemitteilungen für neue Musik besser vermeidet. Siehe dazu auch „Danke für diesen inneren Monolog, Al Walser“ (20min.ch, Kaspar Isler).

5. „Wie ein Twitterer das Lewandowski-Gerücht ins Rollen brachte“
(11freunde.de, Andreas Bock)
Ein Interview mit @breitnigge, dessen Tweet „vermutlich von einem italienischen User falsch interpretiert und nicht als Nebengeräusch, sondern als Ursache gewertet“ wurde. „Im Laufe des Dienstags hat sich diese Meldung auf Twitter verselbständigt, ganz so, als sei ich die verlässliche Quelle dieses Gerüchts.“

6. „Mehrheit der Internetgemeinde will Schavan im Amt lassen, weil sie schon 1980 copy & paste mit Schreibmaschine beherrschte“
(eine-zeitung.net)
„So schreibt beispielsweise ein User auf SchülerVZ: ‚wer schon 1980 ohne computer so sauber pasten konnte ist völlig zu recht bildungschef.'“