Lichtenhagen, Berliner Kurier, Bubble Tea

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Rostock-Lichtenhagen, die Opfer und die Medien“
(waschbaerpower.de, joerg)
Joerg erinnert an Medienberichte zu den Ausschreitungen von Rostock-Lichtenhagen vor zwanzig Jahren.

2. „‚In Diktaturen werden auch die Lebenspartner eingesperrt'“
(zeit.de, Harald Martenstein)
Harald Martenstein geht ein auf einen „taz“-Kommentar von Erik Peter zum Beziehungsleben der Ruderin Nadja Drygalla: „Leute können nur für das haftbar gemacht werden, was sie selber tun oder selber sagen – ist dieses Prinzip wirklich so schwer zu kapieren? Man nennt das auch ‚Rechtsstaat‘, nur zur Erinnerung. Das andere heißt ‚Diktatur‘, da werden immer auch die Lebenspartner eingesperrt.“

3. „‚Geradezu besessen'“
(juedische-allgemeine.de, Detlef David Kauschke)
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, erinnert an eine Karikatur im „Berliner Kurier“: „Der Berliner Kurier hat am 17. Juli eine Karikatur veröffentlicht, auf der man einen alten, sehr krummnasigen Mann sieht, der gerade einem Jungen den ganzen Penis abgeschnitten hat und das blutverschmierte Messer noch in der Hand hält. Darunter steht eine witzig gemeinte, aber sehr plump daherkommende Bemerkung – eine Karikatur, die genausogut im ‚Stürmer‘ hätte erscheinen können.“

4. „Gift im Bubble Tea? Oder Unsinn im Fernsehen?“
(intaiwan.de, Klaus)
Ein Arzt sagt im ZDF-Morgenmagazin, in Taiwan würden „Lebensmittel überhaupt nicht überprüft“ und „überhaupt nicht kontrolliert“.

5. „Kein Kommentar“
(coffeeandtv.de, Lukas Heinser)
Lukas Heinser vermisst in Deutschland eine Diskussionskultur wie im angelsächsischen Raum: „Mehr noch, im Fernsehen bekommen wir täglich – und ich wünschte, ‚täglich‘ wäre hier eine Übertreibung – gezeigt, wie man mit Menschen umgeht, die anderer Meinung sind: Unterbrechen, Anschreien, alle Argumente für nichtig erklären. Rhetorische Grundprinzipien werden in die Tonne gekloppt, auf der dann laut rumgetrommelt wird.“

6. „kooperationsanfrage“
(wirres.net, Felix Schwenzel)
Eine „Kooperationsanfrage“ von Groupon.de an Felix Schwenzel.