Olympia, Supertalent, Galileo

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Patriotisch auf Gefühligkeit fixiert“
(zeit.de, René Martens)
Die auf deutsche Medaillen zentrierte Olympia-Berichterstattung von ARD und ZDF: „Die Livestreams im Netz können sehr erholsam sein – vor allem, wenn sie nicht kommentiert werden. Da kann man all die nationalistische Fixiertheit vergessen – und eine gewisse meditative Qualität genießen.“

2. „Ganz unten: Zu Besuch bei der RTL-Erfolgsshow ‚Das Supertalent'“
(stefan-niggemeier.de)
Keine Monitore, wenig Wasser, kaum Unterhaltung: Stefan Niggemeier langweilt sich an einer Aufzeichnung der RTL-Sendung „Das Supertalent“.

3. „Zu viele Patzer bei ‚Galileo'“
(sueddeutsche.de, Katharina Mittelstaedt)
„Falsche Tatsachenbehauptungen“ in der ProSieben-Infotainmentsendung „Galileo“: „Im Jahr 2010 wurde im Zuge des ‚Grundschulwissenstest‘ beispielsweise erklärt, dass die Nadel eines Kompasses auf die ‚riesigen Eisenvorkommen‘ am Nordpol reagieren werde, ’sofern sie magnetisch ist‘. Es wurde auch schon behauptet, dass der Mond ein Planet sei, man CDs nur von innen nach außen säubern dürfte, um eine Verschiebung der Daten zu vermeiden und dass die Farbe des Hühnereis auf das Gefieder des brütenden Huhns zurückzuführen sei.“

4. „Weshalb ich das Degen-Bargespräch trotzdem publiziert habe“
(bar-storys.ch, Christian Nill)
Wie die Fußballprofis David Degen und Philipp Degen sowie der FC Basel auf ein veröffentlichtes Interview reagieren: „Ich habe mich schliesslich dennoch entschieden, das Gespräch von unserer Plattform Bar-Storys.ch zurückzuziehen und habe unsere Content-Partner entsprechend angewiesen, es mir gleich zu tun. Ich bedauere dies sehr, denn auf diese Weise laufen wir Journalisten Gefahr, zu Marionetten von wie auch immer gelagerten prominenten Befindlichkeiten zu werden.“

5. „Warum noch Feuilleton?“
(kopfzeiler.org, Johannes Kuhn)
Bei Funktionären der Universitätslehre und des Kulturbetriebs werde das Feuilleton noch am stärksten wahrgenommen und bestimme dort wirklich Diskurse, schreibt Johannes Kuhn. „Einzig: Die Aufgabe des Feuilletons der Gegenwart kann es nicht sein, Funktionäre zu bedienen.“

6. „Peter Studer: ‚Dieses Inserat ist skandalös'“
(infosperber.ch, Kurt Marti)
Die Mitarbeiter der Tageszeitung „Walliser Bote“ werden in einem Inserat des Verlags als PR-Dienstleister angeboten.