Schön blöd

Rund 4.600 Frauen nehmen an den Olympischen Sommerspielen in London teil. Für viele von ihnen gilt wohl das Olympische Motto „Dabeisein ist alles“, einige werden mit Medaillen behängt nach hause fahren und an ein paar wird man sich vielleicht auch noch in einigen Jahrzehnten erinnern.

Und einige von ihnen fallen nicht (nur) durch beeindruckende sportliche Leistungen auf oder durch enttäuschende Missgeschicke, sondern …

Nun ja:

Laufsteg London – in fast allen Disziplinen verzaubern uns Schönheiten aus allen Kontinenten. Sie legen es offenbar drauf an, uns die Köpfe zu verdrehen: Viele Athletinnen „brezeln“ sich für die Wettkämpfe richtig auf, fast so, als stände eine Miss-Wahl an.

Noch nie sind bei Olympischen Spielen so viele Schönheiten aufgefallen, ob beim Tennis, Turnen, Hürdenlauf oder sogar beim Hammerwerfen.

Mit anderen Worten: Bei Bild.de sind die kalten Duschen ausgefallen, die Latten sind knapp unter Hüfthöhe aufgelegt und für geübte Sportler aus dem Stand zu überspringen.

In 27 Bildern werden 23 Sportlerinnen vorgestellt, die wahlweise „toll geschminkt“, „einfach nur bezaubernd“, „hübsch“, „goldig“, „süß“, „atemberaubend schön“, „sympathisch und schön“, „schnell und schön“, „strahlend schön“, „genau gleich schön“ oder „schön anzuschauen“ sind.

Auch vor angestaubten Chauvinisten-Phrasen schrecken die Autoren bei Bild.de nicht zurück: So ist die schwarze Turnerin Gabrielle Douglas eine „exotische Schönheit“, die Schweizer Turnerin Giulia Steingruber eine „absolute Naturschönheit“.

Dabei ist es offenbar gar nicht so wichtig, wer jetzt eigentlich wirklich auf diesen ganzen Bildern zu sehen ist:

Chai von der Laage beim Hürdenlauf

Die abgebildete Frau heißt – man kann es ein bisschen am Namensschild erahnen – nicht Chai von der Laage, sondern Carolin Nytra. „Chai von der Laage“ ist der Nachname der Fotografin, die dieses Bild gemacht hat.

Mit Dank an Armin J.

Nachtrag, 10. August: Bild.de hat einige Bilder aus der Galerie entfernt und ein paar neue hinzugefügt. Das Foto von Carolin Nytra ist dabei sicherheitshalber rausgeflogen.