Massenmord, Fefe, Athen

6 vor 9

Um 6 Minuten vor 9 Uhr erscheinen hier montags bis freitags handverlesene Links zu lesenswerten Geschichten aus alten und neuen Medien. Tipps gerne bis 8 Uhr an [email protected].

1. „Batman und der Massenmörder“
(sonntagonline.ch, Marc Bodmer)
Bei der Berichterstattung zum Massenmord in Aurora, Colorado sind die Medien in der Zwickmühle zwischen Informationspflicht und Zurückhaltung. Die Berichterstattung ist gehalten, „weniger auf den Täter zu fokussieren als auf die Konsequenzen für die Opfer. (…) Auf die Darstellung von Details der Kleidung oder Bewaffnung sollte verzichtet werden, haben doch Präzedenzfälle der letzten Jahre gezeigt, dass spezifische Kleidungsstücke, Haarstile und Vorgehensweisen in späteren Taten imitiert werden.“ Siehe dazu auch „How the media shouldn’t cover a mass murder“ (newstatesman.com, Helen Lewis, englisch)

2. „Die Falschmeldung“
(faz.net, Peter Sturm)
Am 21. Juli 1944 veröffentlichte die BBC gezielt eine Falschmeldung: „Greene wies also seine Redakteure an, die Hörer darüber zu ‚informieren‘, dass ‚in Deutschland der Bürgerkrieg ausgebrochen‘ sei. Das Selbstbewusstsein der Radiomacher im Londoner Funkhaus war also offenbar zu diesem Zeitpunkt groß genug, um sie hoffen zu lassen, mit dieser Falschmeldung eine nachhaltige Wirkung erzielen zu können. Gelungen ist die Operation jedenfalls nicht.“

3. „Würgereiz beim Zeitschriftenbashing“
(feigenblatt-magazin.de, Theresa)
Theresa findet „den gerade vielerorts für den heiligen Gral befundenen“ „taz“-Artikel mit dem Faschismusvorwurf an Frauenzeitschriften „einigermaßen öde“.

4. „Gezwungen, sich zu verkaufen? Zur sozialen Lage von Journalistinnen und Journalisten“
(bpb.de, Volker Lilienthal und Thomas Schnedler, 10. Juli 2012)
Die Prekarisierung des Journalistenberufs anhand mehrerer Beispiele.

5. „Darüber lacht Fefe: Sprachliche Marker für Emotionen im Dienst der Ideologieerkennung“
(security-informatics.de/blog)

6. „Athen, du Ärmste“
(zeit.de, Moritz von Uslar)
Moritz von Uslar und Ernst-Wilhelm Händler berichten aus Athen.