Scheuers Spielchen, Dubiose Internet-Gurus, Welterklärer

1. Scheuers Spielchen mit den Medien
(tagesschau.de, Martin Kaul & Antonius Kempmann)
Dass Ministerien und Behörden zur Presse manchmal nicht das beste Verhältnis haben, ist bekannt. Ein interessantes Beispiel liefert derzeit das Ministerium von Andreas Scheuer. Interne Mails aus dem Bundesverkehrsministerium würden zeigen, wie man dort versucht habe, kritische Berichterstattung zu erschweren. Einige dem WDR und NDR vorliegende Dokumente würden gar dokumentieren, „wie der Minister Anweisung gab, die Arbeit eines ‚Spiegel‘-Journalisten bei der Aufarbeitung der Maut-Affäre zu konterkarieren“.
Weiterer Lesetipp: Daniel Bouhs kommentiert: Scheuers PR-Tricks werden Folgen haben! (ndr.de).

2. Dubiose Internet-Gurus: Wenn 14-Jährige das große Geld versprechen
(rnd.de, Matthias Schwarzer)
In den Sozialen Netzwerken tummeln sich unzählige Online-Coaches, die den gutgläubigen Interessentinnen und Interessenten Reichtum, Erfolg und ein sorgloses Leben versprechen. Oft mit allerlei Tricks: Da wird geschwindelt, getäuscht und manipuliert. Da verspricht dann schon einmal ein 14-Jähriger seinen potenziellen Kunden und Kundinnen den lang ersehnten „Ausbruch aus dem Hamsterrad“. Matthias Schwarzer hat sich einige der Online-Gurus und deren fragwürdige Coachingangebote angeschaut.

3. Mehrere dicke Enden auf einmal
(taz.de, Erica Zingher)
Mit dem Popmagazin „Spex“ und dem Berliner Stadtmagazin „Zitty“ werden gleich zwei jahrzehntelang existierende Projekte eingestellt. Der Grund für das zweifache Aus sollen die coronabedingt fehlenden Werbeeinnahmen gewesen sein, doch ist das die einzige Wahrheit? Erica Zingher wirft einen Blick in die Vergangenheit und geht der Frage nach, ob es schon zuvor Anzeichen für das nahende Ableben beider Magazine gegeben hat.

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4. „Die Hautfarbe war nie ein Hinderungsgrund“
(sueddeutsche.de, Kathleen Hildebrand)
Der Musiksender Viva ist auch heute noch ein positives Beispiel für Diversität in den Medien. Kathleen Hildebrand hat sich mit dem früheren Viva-Chef Dieter Gorny über das Musikfernsehen von damals unterhalten und ihm die Frage gestellt, warum das deutsche Fernsehen heute so gleichförmig aussehe: „Es hat, was Diversität, aber auch was Innovation angeht, eine jahrzehntelange Minus-Entwicklung gegeben. Es gibt eine Kluft zwischen Fernsehen und Popkultur. Das normale Mainstream-Fernsehen begreift sich eher nicht als Trendscout und produziert für eine Gesellschaftsstruktur, die es so eigentlich immer weniger gibt.“

5. Thomas Fischer erklärt die Welt
(lto.de, Pia Lorenz)
Es gibt bereits einige beliebte Podcasts zu Rechtsfragen, doch der allergrößten Beliebtheit erfreuen sich True-Crime-Formate. Im SWR2-Podcast „Sprechen wir über Mord?!“ erklärt der bekannte Kolumnist und Ex-Bundesrichter Thomas Fischer seinen Mit-Podcastenden Viktoria Merkulova und Holger Schmidt seine Sicht auf einen konkreten Fall beziehungsweise darauf, was bei diesem Fall das tatsächliche Problem sei. „Ein echtes Hörvergnügen für alle, die True Crime und Strafrecht lieben“, findet Pia Lorenz in ihrer Rezension.

6. Über eine Million US-Dollar pro Post trotz Corona: Das ist die „Instagram Rich List 2020“
(omr.com, Torben Lux)
OMR hat sich die aktuelle „Instagram Rich List“ angeschaut, die wiedergibt, welcher Star am meisten für einen (werblichen) Instagram-Post kassiert. Auch wenn die Liste wegen ihrer vielfach nur geschätzten Zahlen mit Vorsicht zu genießen sei, gebe sie einige aufschlussreiche Hinweise. Angeführt wird die Tabelle vom Schauspieler und ehemaligen Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson, der für einen Werbe-Post rund eine Million Dollar aufrufen könne.