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KW 04/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Müssen Korrespondenten in der Ukraine inzwischen darum kämpfen, im Nachrichtenchaos noch durchzudringen?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 32:38 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Holger Klein mit dem ARD-Korrespondenten Vassili Golod in Kiew: “Wie ist es inzwischen, aus dem Krieg in der Ukraine zu berichten? Und wie sehr müssen Reporter vor Ort um die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit buhlen bei all den vielen Meldungen von Krisen in der ganzen Welt, die Tag für Tag kursieren?”

2. Das Ende der BILD-Zeitung
(youtube.com, Mats Schönauer, Video: 20:45 Minuten)
“Bild” bleibe laut Mats Schönauer trotz massiv sinkender Verkaufszahlen der gedruckten Zeitung durch ihre riesige Online-Präsenz weiterhin eines der mächtigsten und einflussreichsten Medien. Anhand zahlreicher Beispiele zeigt Schönauer, wie die “Bild”-Redaktion regelmäßig Falschmeldungen und Lügen verbreite, die Medien weltweit oft ungeprüft übernähmen.
Transparenzhinweis: Mats Schönauer ist ehemaliger Leiter des BILDblog und Co-Autor des BILDblog-Buchs “Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet”.

3. Medien, Macht und die Gewöhnung an Rechts!
(youtube.com, Wolfgang M. Schmitt & Stefan Schulz, Video: 52:36 Minuten)
Wolfgang M. Schmitt und Stefan Schulz analysieren bei “Die Neuen Zwanziger” anhand von Podcast-Ausschnitten, wie führende Medienvertreter Friedrich Merz trotz rassistischer Äußerungen und außenpolitischer Fehltritte verharmlosen und normalisieren würden. Dabei gehe es darum, das bürgerliche Lager zu schützen. Außerdem diskutieren die beiden über die Gefahr einer schleichenden Gewöhnung an rechtspopulistische Positionen. In manchen Fällen verlören Journalistinnen und Journalisten die kritische Distanz und würden selbst offensichtliche Lügen oder gefährliche politische Annäherungen an die AfD schönreden.

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4. Verdient das ZDF einen neuen Intendanten?
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 23:34 Minuten)
Alexander Matzkeit thematisiert im Gespräch mit “FAZ”-Redakteur Michael Hanfeld die angestrebte Wiederwahl von ZDF-Intendant Norbert Himmler und die wachsende Kritik des Fernsehrats an Himmlers vager Haltung in Debatten.

5. Die Medienhölle – Episode #002
(youtube.com, Jörg Wagner, Video: 1:33:02 Stunden)
Jörg Wagner analysiert in seiner “Medienhölle” die manipulative Berichterstattung des Portals “Nius” über einen Auftritt des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther in der Talksendung von Markus Lanz und diskutiert im Anschluss mit Stefan Ruß-Mohl über ein verengtes Meinungsspektrum im Journalismus. Zudem behandelt Wagner die Hintergründe zum linearen Ende des BR-Jugendsenders Puls. Und er führt ein Interview mit dem Wetterexperten Jörg Kachelmann, der erklärt, warum er sich als KI-Avatar klonen ließ.

6. Vom Luxus zum Spendenlink – wenn Mitleid zum Geschäftsmodell wird
(youtube.com, Sashka, Video: 16:32 Minuten)
YouTuberin Sashka kritisiert Influencerinnen und Influencer, die ihren luxuriösen Lebensstil offen zur Schau stellen (“flexen”), aber bei finanziellen Engpässen oder Steuerschulden sofort nach Mitleid bei ihren Fans suchen, um Spenden oder Verkäufe zu generieren. Anhand von Beispielen zeigt sie, dass oft schlechte Planung oder Unwissenheit über Steuerthemen der Grund für die Pleiten seien, diese Fehler aber emotionalisiert als Schicksalsschlag verkauft würden.

Richter-Rücktritt, Gemeinsamer KI-Kodex, Abzocke mit Stearinlicht

1. Ostdeutsche Allgemeine Zumutung
(campact.de, Matthias Meisner)
Der Verleger Holger Friedrich plane die Gründung der “Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung”. Laut Matthias Meisner würden Kritiker dies als Versuch werten, ein pro-russisches und demokratieskeptisches Leitmedium zu etablieren. Besonders die Einstellung des Journalisten Florian Warweg, der zuvor für “Russia Today” und die “NachDenkSeiten” tätig gewesen sei, bestätige laut Meisner die Befürchtung, dass das Blatt als Plattform für Kreml-Propaganda dienen könne.

2. Rücktritt nach taz-Recherche
(taz.de, Nadine Conti)
Gert Armin Neuhäuser, Präsident des Verwaltungsgerichts Osnabrück, sei als Vorsitzender des Verbandes der niedersächsischen Verwaltungsrichter und Verwaltungsrichterinnen zurückgetreten, nachdem er durch Recherchen der “taz” unter den Verdacht geraten sei, unter einem Pseudonym Hasskommentare gegen Frauen und queere Personen verfasst zu haben (BILDblog berichtete). Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg sowie die Staatsanwaltschaft Göttingen würden derzeit dienstrechtliche beziehungsweise strafrechtliche Konsequenzen prüfen. Das niedersächsische Justizministerium und die Universität Hannover, an der Neuhäuser als Honorarprofessor lehre, seien zwar entsetzt über die Inhalte, würden aber auf den noch fehlenden Beweis der Urheberschaft verweisen.

3. ARD, ZDF, Deutschlandradio und DW mit gemeinsamen KI-Kodex
(dwdl.de, Alexander Krei)
ARD, ZDF, Deutsche Welle und Deutschlandradio hätten sich auf gemeinsame Grundsätze für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz verständigt, um die Technologie im Einklang mit ihren Werten und dem öffentlich-rechtlichen Auftrag zu nutzen. Kern der Vereinbarung sei der Grundsatz, dass die publizistische Verantwortung stets beim Menschen verbleibe und KI-generierte Inhalte transparent gekennzeichnet werden müssten, um das Vertrauen des Publikums zu sichern.
Weiterer Lesetipp: Zwischen Leitlinien und Redaktionstisch: Verantwortungsvoller KI-Einsatz im Journalismus: “Das EU-Projekt PROMPT hat sich damit beschäftigt, wie Journalismus, Fact-Checking und KI verantwortungsvoll zusammenspielen können – und daraus konkrete Best-Practice-Guidelines entwickelt.”

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4. Femizid: So machen Medien Johanna G. ein zweites Mal zum Opfer
(kobuk.at, Andrea Gutschi)
Andrea Gutschi kritisiert die sensationslüsterne Berichterstattung über den Mord an Johanna G., bei der Boulevardmedien wie die “Kronen Zeitung” und “oe24” dem Opfer durch Schlagzeilen über angebliche “Tinder-Affären” und private Spekulationen eine Mitschuld zugeschrieben hätten. Zudem werde der mutmaßliche Täter, ein Polizist, durch die unkritische Übernahme seiner Verteidigungsstrategie (“Sex-Unfall”) sowie durch Bezeichnungen wie “Elite-Polizist” oder “Halbgott” als faszinierende Figur stilisiert und verharmlost.

5. Festnahme und Abschiebungsandrohung gegen den französischen Journalisten Raphaël Boukandoura alarmieren RSF
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt sich alarmiert über die Festnahme des französischen Journalisten Raphaël Boukandoura, der am 19. Januar in Istanbul in Polizeigewahrsam genommen worden sei. Dem langjährigen Türkei-Korrespondenten drohe nun die Abschiebung, nachdem er über eine von den Behörden nicht genehmigte Demonstration berichten wollte. RSF verurteilt das Vorgehen gegen den akkreditierten Journalisten als willkürlichen Angriff auf die Pressefreiheit und fordert, das Unrecht umgehend zu korrigieren.

6. Wie Forum-User 9Live das Handwerk legten
(youtube.com, Philipp Walulis, Video: 17:12 Minuten)
Philipp Walulis blickt zurück auf die fragwürdigen Methoden des einstigen Fernsehsenders 9Live, der Zuschauerinnen und Zuschauer mit kaum lösbaren Rätseln und Tricks wie dem “Hot Button” systematisch abgezockt habe, um hohe Umsätze zu generieren. Er zeigt anhand eines konkreten Skandals, wie Redakteure sogar betrogen haben sollen, indem sie eine erratene Lösung (“Stearinlicht”) während der Livesendung heimlich gegen eine andere ausgetauscht hätten, um den eigentlich fälligen Gewinn nicht auszahlen zu müssen.

7. AI Slop statt Erinnerung: Wie KI den Holocaust verzerrt
(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 4:47 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: “Mehr als 40 Holocaust‑Gedenkstätten warnen vor einer Flut täuschend echter KI‑Bilder zur NS‑Zeit. Lorenz Meyer erklärt in seinem Kommentar, wie ‘AI‑Slop’ historische Fakten verzerrt, Erinnerungskultur beschädigt und warum Social‑Media‑Plattformen dringend handeln müssen.”

KW 03/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

1. Wer in den Medien zu Wort kommt
(deutschlandfunk.de, Sören Brinkmann, Audio: 34:18 Minuten)
Im Deutschlandfunk kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, welche Personen und Gruppen von Menschen in Medien zu Wort kommen. Deutschlandfunk-Hörer Hans Pfleiderer diskutiert darüber mit Anna Mayr von der “Zeit” und Journalismus-Professorin Annika Sehl.

2. Wieso ist Medienkritik nicht nur was für Nerds, sondern wichtig für alle?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 38:59 Minuten)
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens von “Übermedien” blicken Redakteurin Annika Schneider und Gründer Boris Rosenkranz gemeinsam mit Holger Klein auf die Entwicklung des Magazins zurück. Dabei steht das unabhängige Geschäftsmodell im Fokus, das komplett auf Werbung und externe Fördergelder verzichte und stattdessen rein von der Community getragen werde. Die Leserschaft fungiere aber nicht nur als Finanzier, sondern liefere auch essenzielle Hinweise für die redaktionelle Arbeit.

3. Mediale Taktgeber: Die Welt der Nachrichtenagenturen
(youtube.com, Markus Wolsiffer & Tanjev Schultz, Video: 47:18 Minuten)
Markus Wolsiffer und Tanjev Schultz sprechen in “Die Medienversteher” über die zentrale Rolle von Nachrichtenagenturen, die oft als unsichtbares Fundament des modernen Journalismus fungieren würden. Sie heben besonders die Unabhängigkeit der dpa hervor, die im Gegensatz zu staatlichen Agenturen ausschließlich den beteiligten Medienunternehmen gehöre. Trotz des Wandels durch Künstliche Intelligenz würden Agenturen unverzichtbar bleiben, um in der Informationsflut Verlässlichkeit zu garantieren.

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4. Mehr als nur Technik – Innovation in den Medien
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 32:19 Minuten)
In der mittlerweile 301. Folge seines Podcasts “Satzzeichen” diskutiert Christian Jakubetz mit Anja Noster von der Hamburg Media School über den Innovationsbegriff in der Medienbranche. Am Beispiel des WPK Innovationsfonds und der Arbeitsweise von Content Creatorn erörtern sie, wie “pragmatischer Optimismus” und die Stärkung von Personenmarken zu zukunftsfähigen Entwicklungen beitragen.

5. Wer wann wie sprach und spricht
(deutschlandfunknova.de, Simon Kasper, Audio: 48:12 Minuten)
In seinem Vortrag beschreibt der Sprachwissenschaftler Simon Kasper einen starken Wandel der deutschen Sprache: Früher hätten vor allem regionale Dialekte bestimmt, wie Menschen sprechen. In den vergangenen 60 Jahren habe sich das jedoch grundlegend geändert. Durch mehr Mobilität und neue Medien seien die regionalen Unterschiede immer weiter zurückgegangen. Heute würden vor allem soziale Faktoren über unsere Sprache entscheiden.

6. Sandmännchen forever – Karriere einer Kultfigur
(ardmediathek.de, Sebastian Dehnhardt, Video: 1:09:28 Stunden)
Der Bayerische Rundfunk hat die Karriere einer Kultfigur nachgezeichnet: “Prominente und Wissenschaftler, Ostdeutsche und Westdeutsche, Kinder von einst und Eltern von heute: Sie alle tragen dasselbe Leuchten in den Augen, wenn sie vom Sandmännchen erzählen. Gemeinsam mit ihnen taucht die Dokumentation in das Leben und die Geschichte der Fernsehikone ein.”

KW 02/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Wie wird das Medienjahr 2026?
(deutschlandfunk.de, Sascha Wandhöfer, Audio: 40:31 Minuten)
Beim Deutschlandfunk diskutieren Shakuntala Banerjee (ZDF), Carsten Knop (“FAZ”) und Medienforscher Michael Graßl über den Start in das Medienjahr 2026. Die Gäste sind sich einig, dass Redaktionen Künstliche Intelligenz zwar als Hilfsmittel nutzen sollten, aber nur durch menschliche Prüfung, Transparenz und Fehlertoleranz das Vertrauen des Publikums sichern können. Trotz des enormen wirtschaftlichen Drucks und des Niedergangs der gedruckten Zeitung sehen sie Chancen in innovativen digitalen Formaten und tiefgründigen Recherchen.

2. Gefasst, gekidnappt, gefangen? – Wie berichten über die US-Aktion in Venezuela?
(ardaudiothek.de, Stefan Eising & Katrin Aue, Audio: 23:46 Minuten)
Bei “Medien – Cross und Quer” geht es um die Berichterstattung über den umstrittenen US-Militäreinsatz in Venezuela und die Festnahme von Machthaber Nicolás Maduro. Das Moderations-Duo Stefan Eising und Katrin Aue diskutieren mit der ARD-Korrespondentin Jenny Barke und dem WDR-Nachrichtenredakteur Udo Stiehl über die Kritik an verharmlosenden Schlagzeilen. Im Zentrum steht die Suche nach einer angemessenen Wortwahl, die das weltpolitische Geschehen präzise und neutral einordnet.

3. BBC, Litauen & Co.: Warum Europas Rundfunk im Kreuzfeuer steht
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 26:22 Minuten)
Die aktuelle Ausgabe von “BR24 Medien” beschäftigt sich mit dem wachsenden politischen und finanziellen Druck auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Europa, der von staatlicher Einflussnahme in Litauen bis hin zu Klagen gegen die BBC reicht. Fachleute wie Katharina Weiß von der Organisation Reporter ohne Grenzen warnen davor, dass sich im Jahr 2026 entscheide, ob europäische Medienstandards verteidigt werden oder ob sich staatlich gelenkte Modelle weiter ausbreiten.

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4. Put-her-in-a-Bikini-Trend. Warum Grok jede Frau und jedes Kind in Reizwäsche packt
(youtube.com, Chan-jo Jun, Video: 7:13 Minuten)
Von der Künstlichen Intelligenz “Grok” können Nutzer täuschend echte, oft sexualisierende Bilder von realen Personen erstellen lassen, was zu einer Welle von unfreiwilligen Bikini-Deepfakes auf der Plattform X (vormals Twitter) geführt habe. Lauf Anwalt Chan-jo Jun stelle dies rechtlich zwar eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts dar, doch fehle bislang eine klare Strafbarkeit. Jun sieht hier einen Anwendungsfall für den Digital Services Act und fordert, dass Werte wie die Menschenwürde auch gegen den Widerstand von US-Plattformen politisch durchgesetzt werden müssen.

5. 25 Jahre RTL Journalistenschule und Berichten über Venezuela
(wdr.de, Sebastian Sonntag, Audio: 40:28 Minuten)
Das WDR5-Medienmagazin “Töne, Texte, Bilder” thematisiert anlässlich des Jubiläums der RTL-Journalistenschule die Zukunftsaussichten für den journalistischen Nachwuchs. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der schwierigen Berichterstattung aus Venezuela sowie dem ethischen Umgang mit gefälschten Bildern. Zudem diskutieren Experten über die Gefahren durch den KI-Chatbot “Grok” und den aktuellen Zustand der Netzkultur.

6. Mehr als eine Suchmaschine – was KI wirklich kann
(spotify.com, Christian Jakubetz, Audio: 41:36 Minuten)
Im “Satzzeichen”-Podcast betont Gregor Schmalzried, Journalist und Co-Host des ARD-KI-Podcasts, dass Künstliche Intelligenz nicht als Suchmaschine, sondern als ergänzendes Werkzeug zum menschlichen Denken verstanden werden müsse. Er erläutert, wie die Technologie kreative Arbeitsprozesse verändere und wo ihre Grenzen in Bezug auf Verlässlichkeit lägen. Außerdem geht es um die Frage, ob der Einsatz von KI gesellschaftliche Gräben vertieft oder neue Möglichkeiten der Teilhabe schafft.

Repressionen in Venezuela, Das Problem mit SLOP, Wo endet Satire?

1. Neue Machthaberin, alte Methoden
(taz.de)
Die staatlichen Repressionen gegen Medienschaffende in Venezuela würden auch unter der Interimspräsidentin Delcy Rodríguez unvermindert anhalten. Laut der nationalen Pressegewerkschaft seien am Rande der konstituierenden Sitzung der Nationalversammlung 14 Journalisten festgenommen worden. Der Deutsche Journalisten-Verband habe dies als “Hexenjagd auf kritische Geister” kritisiert und gefordert, internationalen Korrespondentinnen und Korrespondenten endlich ungehinderten Zugang zum Land zu gewähren.

2. Übersteht der Netflix-Warner-Deal das Paramount-Störfeuer?
(dwdl.de, Uwe Mantel)
Obwohl Netflix bereits eine Einigung zur Übernahme des Studio- und Streaminggeschäfts von Warner Bros. Discovery erzielt habe, versuche Paramount Skydance den Deal durch ein feindliches Übernahmeangebot für den Gesamtkonzern noch zu verhindern. Nun liege die Entscheidung bis zum 21. Januar bei den Aktionärinnen und Aktionären, wobei weitere juristische Schritte und kartellrechtliche Prüfungen zu erwarten seien. Zudem könnte der Einfluss von US-Präsident Donald Trump den Prozess erschweren, da dieser ein strategisches Interesse an der Zukunft des Nachrichtensenders CNN, der Teil von Warner Bros. Discovery ist, habe.

3. Das Netz hat ein SLOP-Problem
(verdi.de, Lars Lubienetzki)
Der Netzexperte Simon Berlin vom “Social Media Watchblog” betont, dass die Politik angesichts der rasanten Entwicklung neuer KI-Modelle mit der Regulierung kaum noch Schritt halten könne. Er warnt vor gesellschaftlichen Gefahren durch automatisierte Propaganda und sieht eine Bedrohung für die Kreativbranche: “Wir erleben gerade, wie schamlos KI-Betreiber mit den Themen Datenschutz und Urheberrecht umgehen.”

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4. KI-Hersteller entschädigen Familien
(netzpolitik.org, Laura Jaruszewski)
Das Unternehmen Character Technologies und der Google-Mutterkonzern Alphabet würden Berichten zufolge Vergleiche mit fünf Familien in den USA anstreben, deren Kinder durch die Nutzung von KI-Chatbots zu Gewalt oder Suizid animiert worden seien. Durch diese außergerichtlichen Einigungen würden die Unternehmen offenbar verhindern wollen, dass ein Präzedenzfall zur Produkthaftung für KI-Anwendungen entsteht. Zwar könnten die betroffenen Familien so schneller Sicherheit erhalten, doch eine grundsätzliche rechtliche Klärung der Verantwortlichkeit von Tech-Konzernen bliebe damit aus.
(Solltest Du Suizid-Gedanken haben, dann gibt es Menschen, die Dir helfen können, aus dieser Krise herauszufinden. Eine erste schnelle und unkomplizierte Hilfe bekommst Du etwa bei der “TelefonSeelsorge”, die Du kostenlos per Mail, Chat oder Telefon (0800 – 111 0 111 und 0800 – 111 0 222) erreichen kannst.)

5. Wenn Nachbarschaft zur Redaktion wird
(media-lab.de, Chimène Goudjinou)
In ihrer Bachelorarbeit analysiert Chimène Goudjinou am Beispiel der Dortmunder Nordstadt, dass Bürgerjournalismus eine wichtige Ergänzung zu etablierten Medien bilde, da dieser Relevanz nicht nach Marktwert, sondern nach gesellschaftlicher Bedeutung definiere. Durch die unmittelbare Nähe zum Geschehen könnten Projekte wie die “Nordstadtblogger” vielfältige Perspektiven sichtbar machen, die im klassischen, ökonomisch getriebenen Journalismus oft untergehen würden. Dennoch sei diese ehrenamtliche Arbeit aufgrund fehlender institutioneller Strukturen und begrenzter Ressourcen fragil und finanziell riskant.

6. Wo endet Satire? – El Hotzo im Spitzengespräch
(youtube.com, Markus Feldenkirchen, Video: 1:08:44 Stunden)
Der Satiriker Sebastian Hotz, bekannt als “El Hotzo”, spricht im Interview mit Markus Feldenkirchen über den Skandal um seinen Tweet über Donald Trump, der ihn seinen Job beim RBB gekostet hat, sowie über sein öffentliches Geständnis zu toxischem Verhalten in früheren Beziehungen. Hotz erklärt, dass er Verantwortung für seine Fehler übernommen habe und heute privat glücklicher sei, auch wenn er sein damaliges Statement so vielleicht nicht mehr veröffentlichen würde. In dem Gespräch geht es um “Cancel Culture als Geschäftsmodell, sein ‘Arschloch’-Verhalten gegenüber Frauen und warum er den neuen Wehrdienst furchtbar findet.”

7. Die Stimme im Ohr (PDF)
(beck-shop.de, Lorenz Meyer)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Das Rechtsfeuilleton “myops” hat sich neu aufgestellt, und der “6-vor-9”-Kurator durfte etwas über True-Crime-Formate erzählen, über Arena-Touren mit echten Mordfällen und über die Frage, warum Millionen Menschen beim Kochen Urteile fällen: “Die Stimme im Ohr”, ausnahmsweise kostenlos als PDF.

Groks sexualisierte Deepfakes, Wachsender Druck, Wir lieben Mord

1. KI-Chatbot Grok zieht Frauen und Kinder digital aus – gegen ihren Willen
(spiegel.de, Pascal Mühle & Kim Staudt)
Eine neue Bildbearbeitungsfunktion des KI-Chatbots “Grok” auf der Plattform X (vormals Twitter) werde laut einer Studie von “AI Forensics” massenhaft missbraucht, um ohne Zustimmung der Betroffenen sexualisierte Deepfakes von Frauen und sogar Minderjährigen zu erstellen. Französische Staatsanwälte sowie die EU-Kommission hätten bereits Ermittlungen aufgenommen und harte Konsequenzen angedroht. Das Unternehmen xAI hätte auf Presseanfragen bisher nur mit standardisierten Vorwürfen gegen die “Lügen” der etablierten Medien reagiert.

2. Ukraine: Wie Militärs soziale Medien nutzen, um die Regierung zu kritisieren
(deutschlandfunk.de, Roman Goncharenko, Audio: 4:53 Minuten)
In der Ukraine habe sich eine neue Form der Berichterstattung etabliert, bei der Soldaten die Sozialen Medien nutzen würden, um Missstände öffentlich zu machen. Da eine einheitliche Regelung fehle und öffentliche Kritik meist toleriert werde, sähen Befürworter in dieser Transparenz ein notwendiges Korrektiv. Allerdings warne der ehemalige Armeesprecher Wladislaw Seleznjow davor, dass Russland diese offenen Debatten gezielt zur Destabilisierung und Propaganda nutze. Er plädiere für strengere Kontrollen.

3. Jörg Wagner über Medienjournalismus, Medienpolitik & seine Karriere
(youtube.com, Tilo Jung & Hans Jessen, Video: 5:46:55 Stunden)
Bei “Jung & Naiv” ist der bekannte Medienjournalist Jörg Wagner zu Gast, rekordverdächtige 5:46 Stunden. Wagner war fast drei Jahrzehnte Moderator und Redakteur des radioeins-Medienmagazins. “Ein Gespräch über Jörgs und Tilos Verhältnis, seine Arbeit als Medienjournalist beim rbb, seinen unfreiwilligen Abschied, die aktuelle rbb-Intendantin, ‘Staatsferne’ des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, kritische Berichterstattung über das eigene Medienhaus, Pressefreiheit und die Presse als ‘vierte Gewalt’, den Mangel an Medienmagazinen im ÖRR, Selbstzensur und vorauseilender Gehorsam im System”.

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4. Freie Berichterstattung ermöglichen
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert die Regierung von Venezuela auf, eine freie Berichterstattung im Land zu ermöglichen. “Es geht nicht an, dass die Weltöffentlichkeit auf Informationen angewiesen ist, die aus dem Pentagon kommen oder durch den Zensurfilter der Regierung in Caracas gegangen sind. Journalistinnen und Journalisten der internationalen Medien müssen sich selbst ein Bild vor Ort machen können”, sagt der DJV-Bundesvorsitzende Mika Beuster.

5. Medien: Studie sieht wachsenden Druck durch Plattformen und KI
(swissinfo.ch)
Eine Studie der Universität Zürich prognostiziere, dass der Druck auf Medienhäuser bis 2035 massiv wachsen werde, da Plattformen und KI-Chatbots als primäre Informationsquellen an Bedeutung gewännen. Aufgrund dieser Entwicklung reiche eine rein marktwirtschaftliche Finanzierung des Journalismus künftig nicht mehr aus, zumal Tech-Anbieter journalistische Leistungen systematisch nutzen würden, ohne diese angemessen zu vergüten. Der Verlegerverband Schweizer Medien fordere daher politische Eingriffe zur Förderung der Medienkompetenz sowie gesetzliche Abgeltungsmodelle.

6. Wir lieben Mord: So stirbt das Land im Fernsehen
(telepolis.de, Christian Bartels)
Der Autor Christian Bartels kritisiert die enorme Masse an Krimis im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, in denen nach seiner Zählung allein im Jahr 2025 über 400 Menschen fiktiv ermordet wurden. Anhand einer Auflistung teils skurriler Handlungen demonstriert Bartels die unfreiwillige Komik und Monotonie dieser Formate. Trotz der ständigen Wiederholung des Schreckens würden Krimis das beliebteste Abendritual der Deutschen bleiben.

Reichelt verliert erneut, “Yandex”, Gerichtliche Social-Media-Sperren

1. Julian Reichelt verliert erneut gegen Alfonso Pantisano
(queer.de)
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main habe dem “Nius”-Chefredakteur Julian Reichelt untersagt, die Falschbehauptung zu wiederholen, der Berliner Queerbeauftragte Alfonso Pantisano habe einen wegen Besitzes kinderpornografischer Schriften verurteilten Mann finanziert. Entgegen der Darstellung Reichelts habe das Gericht festgestellt, dass für die betreffenden “Kieztouren” keine Landesmittel geflossen seien, sondern diese rein privat organisiert und bezahlt worden seien. Pantisano habe den Beschluss als Sieg gegen ein “Fake-News-System” bezeichnet.

2. Eine Startseite für Kreml-Propaganda
(taz.de, Nicholas Potter)
Trotz bestehender EU-Verbote erreiche russische Kriegspropaganda über die Tech-Plattform “Yandex” (inzwischen “Dzen”) in Deutschland weiterhin ein Millionenpublikum. Das Portal sei mit rund 27 Millionen monatlichen Aufrufen hierzulande sogar populärer als die BBC oder die “Süddeutsche Zeitung”. Da die Plattform mittlerweile dem staatlich kontrollierten VK-Konzern gehöre, würden auf der Startseite systematisch nur Inhalte kremltreuer Medien wie “RT” und “RIA Novosti” ausgespielt.

3. Pariser Gericht ver­hängt Haft­strafen und Social-Media-Sperren
(lto.de)
Ein Pariser Gericht habe zehn Angeklagte wegen massiven Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron zu mehrmonatigen Bewährungsstrafen sowie Social-Media-Sperren verurteilt. Der Richter habe das harte Urteil mit einer “Welle des Hasses” begründet, unter der die Betroffene und deren Familie massiv gelitten hätten. Die Verurteilten seien zudem zu Pflichtseminaren für respektvollen Umgang im Internet sowie Geldstrafen herangezogen worden.

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4. Authentisch inszeniert: Die Macht der Influencer
(youtube.com, Tanjev Schulz & Markus Wolsiffer, Video: 45:55 Minuten)
Bei “Die Medienversteher” diskutieren Tanjev Schulz und Markus Wolsiffer darüber, dass Influencer längst nicht mehr nur Lifestyle-Themen bedienen, sondern als “Newsfluencer” oder politische Kommentatoren zunehmend auch journalistische Funktionen übernehmen. Die oft beschworene Authentizität sei meist nur eine “strategisch expressive Inszenierung”, die Nutzerinnen und Nutzer täusche und im Gesundheitsbereich durch fehlende Expertise sogar gefährlich werden könne.

5. Newsletter-Abschied
(us8.campaign-archive.com, Christian Fahrenbach)
Nach elf Jahren und rund 2.250 Ausgaben verabschiedet sich Christian Fahrenbach von der “Morgenpost” der “Krautreporter”, um künftig als US-Korrespondent für das “Redaktionsnetzwerk Deutschland” zu berichten. Rückblickend betont er, dass guter Journalismus die Leserinnen und Leser entlasten und Ängste mindern solle, anstatt sie mit Lärm und Elitarismus zu überfordern. Fahrenbach habe die Erfahrung gemacht, dass ein respektvoller Umgang auf Augenhöhe und Transparenz über die eigene Haltung wichtiger seien als vermeintliche Neutralität.

6. TikTok-Charts: Viraler “Denkzettel” hängt News-Inhalte ab
(dwdl.de, Simon Pycha)
Zum Jahreswechsel hätten Redaktionen wie “Spiegel” und “Stern” ihre Strategie auf TikTok angepasst und würden nun verstärkt auf moderierte Videos setzen. Der höhere Produktionsaufwand habe sich in den Abrufzahlen bislang jedoch noch nicht niedergeschlagen. An der Spitze des Publisher-Rankings habe im Dezember “Sky Sport” gestanden, mit einem viralen Clip über Fußballer Mo Salah.

Kein Recht auf Putin-Propaganda, Denkfabriken, Ab jetzt gemeinfrei

1. Es gibt kein Recht auf Putin-Propaganda
(taz.de, Nicholas Potter)
Der Schweizer Publizist Roger Köppel habe in einem Gastbeitrag für die “Welt” die Europäische Union als “eine weit größere Gefahr als China oder Russland” für Europa bezeichnet und mache dies an der Sanktionierung eines Schweizers fest. Nicholas Potter kommentiert: “Die Meinungsfreiheit ist in einer Demokratie ein hohes Gut, das geschützt werden muss. Doch die Meinungsfreiheit bedeutet nicht die Freiheit, unwahre Tatsachenbehauptungen in die Welt zu streuen. Sie bedeutet auch nicht die uneingeschränkte Freiheit, Propaganda auf professionelle Art zu verbreiten, um die Kriegsziele eines autoritären Regimes zu unterstützen.”

2. Frankreich ermittelt gegen Elon Musks KI-Firma wegen sexualisierter Fotos
(spiegel.de)
Französische Staatsanwälte hätten Ermittlungen gegen Elon Musks Unternehmen aufgenommen, nachdem der KI-Chatbot Grok sexualisierte Bilder von Frauen und Minderjährigen auf der Plattform X verbreitet habe. Wegen dieser Vorfälle würden den Verantwortlichen nun empfindliche Geld- und Haftstrafen drohen. Musk habe auf Kritik an Groks Vorgehen lediglich spöttisch reagiert. Über den Chatbot seien jedoch automatisierte Bitten um Entschuldigung veröffentlicht worden, die technisches Versagen als Ursache angegeben hätten.

3. Wie Medien Interessen transparent machen sollten
(deutschlandfunk.de, Sören Brinkmann, Audio: 36:10 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die Frage, wie Medien mit Denkfabriken umgehen sollten. Es diskutieren DLF-Hörer Philippe Ploch, Kathrin Kühn aus der DLF-Wissenschaftsredaktion und Heribert Hirte von Transparency Deutschland.

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4. Die Medienhölle – Pilotfolge
(youtube.com, Jörg Wagner, Video: 32:35 Minuten)
Man kann Jörg Wagner getrost als Legende des Medienjournalismus bezeichnen: Mehrere Jahrzehnte war er Kopf und Stimme des “Medienmagazins” beim RBB-Sender radioeins (dazu zwei Lesetipps: Über Wagners RBB-Abschied hat Anne Fromm bei der “taz” geschrieben, bei “Übermedien” hat Stefan Niggemeier mit ihm über seine lange Medienkarriere und die Gründe seines Ausscheidens gesprochen). Doch nun ist Wagner zurück: unter eigenem Namen und auf YouTube. Der Name seines Projekts: die “Medienhölle”.

5. Es war einmal um 20:15 Uhr: Kommt 2026 das Happy End fürs Lineare?
(dwdl.de, Peer Schader)
Das Jahr 2026 markiere laut Peer Schader endgültig den Übergang vom linearen Fernsehen zum Streaming, was sich symbolisch am Wechsel der “Bambi”-Verleihung zu Amazon Prime sowie an der statistisch belegten Dominanz von Abrufinhalten in den USA zeige. Auch hierzulande reagiere die Branche nun konsequent auf den Verlust des klassischen “Lagerfeuer”-Effekts. Sender wie RTL würden angesichts wegbrechender linearer Reichweiten bei jüngeren Zielgruppen massiv Stellen abbauen und ihre Ressourcen auf eigene Plattformen umschichten.

6. Diese Werke sind ab heute gemeinfrei
(netzpolitik.org, Timur Vorkul)
Zum “Public Domain Day” am 1. Januar seien zahlreiche Werke in den Besitz der Allgemeinheit übergegangen, da in Europa die Urheberrechte für alle 1955 verstorbenen Künstlerinnen und Künstler sowie weiterer Persönlichkeiten, darunter Thomas Mann, Fernand Léger und Albert Einstein, erloschen seien. Diese nun gemeinfreien Arbeiten dürfen ab sofort ohne Einschränkungen kopiert und angepasst werden. In den USA würden Werke des Veröffentlichungsjahres 1930 gemeinfrei, wie etwa Agatha Christies erster Miss-Marple-Krimi.

KW 51/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Haben Thüringens Behörden ein Problem mit Journalisten?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 22:24 Minuten)
Im “Übermedien”-Podcast spricht Holger Klein mit dem Verdi-Gewerkschafter Peter Dinkloh über die Neuauflage eines Prozesses gegen zwei Neonazis, die 2018 im thüringischen Fretterode Journalisten brutal angegriffen haben. Der Bundesgerichtshof habe das erste, sehr milde Urteil aufgehoben, weil das Landgericht das politische Motiv der Tat zunächst ignoriert habe.

2. Netflix vs. Paramount – Trump mischt bei Übernahme von Warner Brothers mit
(br.de, Jonathan Schulenburg, Audio: 25:05 Minuten)
Bei “BR24 Medien” geht es um die Bieterschlacht der Streaming-Giganten Netflix und Paramount um das Hollywood-Studio Warner Brothers Discovery. Martin Ganslmeier, ARD-Korrespondent in New York, kommentiert: “Medienexperten hier in den USA sagen, eigentlich ist das die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wenn Netflix Warner Brothers übernimmt, dann sind die Kinos in Gefahr, wenn umgekehrt Paramount sich doch noch durchsetzen sollte, dann wird der links-liberale Nachrichtensender CNN neutralisiert.”

3. »Journalismus im Fadenkreuz – Angriffe auf die unabhängige Presse und die Meinungsfreiheit«
(youtube.com, Carolin Emcke, Video: 1:44:46 Stunden)
Carolin Emcke diskutiert mit Anna-Lena von Hodenberg, Anja Osterhaus und Gilda Sahebi über die systematischen Angriffe auf den unabhängigen Journalismus. Die Runde analysiert, wie Hass und Gewalt gezielt gegen Frauen und marginalisierte Gruppen eingesetzt würden, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Zentral sei dabei die Frage, welche Strategien es gibt, um sich gegen diese Zerstörung der Meinungsfreiheit zu wehren.

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4. Fromm, kontrovers, extrem? Christfluencer in sozialen Medien
(ardaudiothek.de, Thomas Bimesdörfer & Michael Meyer, Audio: 20:38 Minuten)
Christliche Influencer würden in den Sozialen Medien ein immer größeres Publikum erreichen, doch neben den frommen Inhalten befänden sich oft rechte politische Botschaften. Besonders freikirchliche Akteure würden die Plattformen nutzen, um ihre teils demokratiefeindlichen Weltbilder zu verbreiten. Die Journalistin Kyra Funk ordnet diesen Trend im Interview bei “Medien – Cross und Quer” ein und erklärt, wo die Grenzen der Religionsfreiheit liegen.

5. Wie YouTube zu BILD wird
(youtube.com, Mats Schönauer, Video: 24:36 Minuten)
Mats Schönauer analysiert in seinem Video, dass sich die Plattform YouTube durch zunehmende Sensationsgier und Desinformation immer mehr den Methoden der “Bild”-Zeitung annähere. Unterstützt wird er dabei von dem YouTuber Zeo, der die historische Entwicklung YouTubes von den harmlosen Anfängen hin zu einem professionellen Geschäft mit der Wut beleuchtet. Anhand von Beispielen zeigt Schönauer, wie YouTuber gezielt Desinformation, Hetze und sogar KI-Fälschungen nutzen, um mehr Klicks und Geld zu generieren.
Transparenzhinweis: Mats Schönauer ist ehemaliger Leiter des BILDblog und Co-Autor des BILDblog-Buchs “Ohne Rücksicht auf Verluste. Wie BILD mit Angst und Hass die Gesellschaft spaltet”.

6. Rützel & Respondek vs. Raab & Co – der Jahresrückblick
(laeuft-programmschau.podigee.io, Alexander Matzkeit, Audio: 39:43 Minuten)
“Warum sind Stefan Raabs Witze genauso wie ellenlange Event-Quizshows einfach nicht totzukriegen? Was sagt der Trend zu Verräter-Formaten wie ‘The Power’ oder ‘Werwölfe’ über unsere Gesellschaft aus? Muss man im Fernsehen wirklich weiter Menschenjagden veranstalten?” Darüber unterhält sich Alexander Matzkeit mit den TV-Experten Lukas Respondek (fernsehserien.de) und Anja Rützel (unter anderem “Spiegel”).

KW 50/25: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Undercover in den Influencer-Chats von Knossis Firma
(youtube.com, RobBubble, Video: 55:25 Minuten)
Influencer verkaufen angeblich ihre private WhatsApp-Nummer an Fans, die sich davon persönlichen Zugang zu ihrem Idol versprechen. Die ernüchternde Wahrheit hinter dem Geschäftsmodell: Oft stecken Callcenter-Agenten hinter dem vermeintlichen Promi. “RobBubble” ist der Sache in einer bestürzenden Recherche nachgegangen: “Ich habe ein Jahr lang undercover recherchiert, habe mit Whistleblowern gesprochen, habe Einblicke in die WhatsApp-Chats von bekannten deutschen Influencerinnen wie Alexisshv und GwendolynCeline mit ihren Fans bekommen, habe Leute in einer Agentur und bei Fanblast eingeschleust und veröffentliche heute: So funktioniert dieser mutmaßliche gewerbsmäßige Betrug.”

2. Wie denkt Annette Dittert nach 20 Jahren über Großbritannien?
(uebermedien.de, Holger Klein, Audio: 45:41 Minuten)
Bei “Übermedien” spricht Holger Klein mit der scheidenden ARD-Großbritannien-Korrespondentin Annette Dittert über ihre Karriere und ihren bevorstehenden Abschied vom Fernsehen. Dittert erklärt dabei ihre tiefe Verbundenheit zu Großbritannien, die sie dazu bewogen habe, als Staatsbürgerin auf einem Hausboot in London zu bleiben. Nun wolle sie sich einem Buchprojekt über die Seele ihrer Wahlheimat widmen.

3. Gegen die “Informationsvernebelung”
(deutschlandfunk.de, Stephan Beuting, Audio: 35:09 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um die “Informationsvernebelung” durch ausweichende Antworten in Interviews. Der DLF-Hörer Klaus Heyne diskutiert darüber mit den Journalistinnen Christiane Hoffmann und Sandra Schulz.

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4. Podcast: Innovativer Lokaljournalismus
(verdi.de, Danilo Höpfner, Audio: 14:23 Minuten)
Im Verdi-Medienpodcast “M” erläutert Professorin Britta Gossel, dass echter Fortschritt im Lokaljournalismus mehr als nur technologische Neuerungen erfordere. Sie warnt angesichts sinkender Einnahmen vor einer zu starken Abhängigkeit von Social-Media-Plattformen und mahnt stattdessen strukturelle Veränderungen bei der Erstellung von Inhalten an.

5. Ghosting – muss das sein?
(freienpodcast.letscast.fm, Geraldine Friedrich & Françoise Hauser, Audio: 29:38 Minuten)
“Auftraggeber, die sich nicht mehr melden, E-Mails nicht mehr beantworten oder sonst wie abtauchen: Fast jeder freie Journalist kennt dieses Phänomen. Doch warum ist das so und was kann man dagegen tun?” Darüber sprechen Geraldine Friedrich und Françoise Hauser vom “Freien-Podcast” mit der Journalistin Kira Brück.

6. Wie schützen wir unsere Stimme vor der KI?
(spotify.com, Tobias Voßberg & Benedikt Raquet, Audio: 36:41 Minuten)
Im “Jura- und KI-Podcast” diskutieren Benedikt Raquet und Tobias Voßberg alle zwei Wochen über “aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Recht und Künstlicher Intelligenz”. In der aktuellen Folge sprechen sie über die Chancen und Risiken der Stimmensynthese, von der Kommerzialisierung bis zum rechtlichen Schutz. Neben den technischen Grundlagen analysieren sie die konkreten Folgen für Kreative und wagen einen Ausblick in die Zukunft der digitalen Kommunikation.

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