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“Bild” durfte zwei Laienpaparazzifotos nicht zeigen

Die “Bild”-Zeitung darf mehrere Fotos ihrer “BILD-Leser-Reporter” nicht mehr verbreiten. Der frühere Außenminister Joschka Fischer und der Fußballspieler Lukas Podolski haben am Dienstag vor dem Landgericht Berlin entsprechende einstweilige Verfügungen erwirkt. Das bestätigte ihr Anwalt Christian Schertz auf Anfrage. Im Fall eines Leser-Fotos, das David Odonkor angeblich beim Urinieren auf einem Parkplatz zeigt, hatte “Bild” bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben.

Bei Fischer und Podolski lehnte “Bild” einen Verzicht auf die weitere Veröffentlichung dagegen ab, beide zogen deshalb vor Gericht. Ein Foto zeigte Fischer beim Verlassen einer französischen Bäckerei, ein anderes Podolski im Urlaub am Strand. Solche und ähnliche Aufnahmen von den beiden darf “Bild” nun vorläufig nicht mehr veröffentlichen.

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BILD dir deinen Inzest-Schock (2)

Der “Inzest-Schock” von gestern, den “Bild” in dem ZDF-Film “liebeskind” ausgemacht haben wollte, sitzt uns noch tief in den Knochen. Denn abgesehen davon, dass “Bild” Hunderttausenden Fernseh-Zuschauern eine Gemütslage andichtete, für die es keinen Beleg gab und geben konnte, stand auch noch im “Bild”-Text:

Nicht nur Zuschauer, auch Experten waren empört.

Als Beleg hierfür zitierte “Bild” u.a. den Hamburger Psychologen Michael Thiel:

“Unfassbar! Da wird ein Straftatbestand verharmlost. Gerade für Heranwachsende ist das gefährlich. Für Opfer von Missbrauch ist dieser Film ein Schlag ins Gesicht.”

Zu uns sagt Thiel, der im Laufe seiner Tätigkeit “immer wieder von verschiedenen Medien als Experte zu Rate gezogen worden” ist, wie es auf seiner Internetseite heißt, er habe den Film ausschnittweise vorab gesehen, sei von “Bild” zutreffend wiedergegeben worden und stehe nach wie vor zu dem Zitat.

Anders sieht es bei Heinz Hilgers aus. Den Präsidenten des Deutschen Kinderschutzbundes zitierte “Bild” mit den Worten:

“Das hat Wirkung für Nachahmer. So etwas darf das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht zeigen.”

Uns gegenüber erklärt Hilgers, er kenne den Film “liebeskind” nicht. Ihm sei wichtig gewesen, dass “Dinge, die verboten sind, eindeutig bewertet werden.” Außerdem sagt er:

Das Zitat ist nicht von mir. Das hat die “Bild”-Mitarbeiterin mehrfach gesagt, und vielleicht habe ich nicht oft genug widersprochen.

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BILD dir deinen Inzest-Schock

Hunderttausende “Bild”-Leser schüttelten heute verwundert den Kopf, als sie diese Geschichte lasen:

"Inzest-Schock im TV"

Woher wir das wissen? Wir wissen es nicht. Wir haben keine Ahnung, was Menschen so treiben, während sie “Bild” lesen. Ob sie sich am Hintern kratzen, in der Nase bohren oder Sex mit ihrer Tochter haben.

Eines wissen wir dafür aber ziemlich genau: Als “Bild”-Autorin Bea Peters gestern über den ZDF-Film “liebeskind” schrieb, da konnte sie keine Ahnung haben, ob die folgenden Zeilen wahr sein würden, wenn sie am nächsten Tag in der Zeitung stehen:

Diese TV-Szene schockte gestern Abend Hunderttausende Zuschauer (…) Ein Film, der viele Zuschauer zutiefst verstörte, Gefühle verletzte.

Der Film begann nämlich erst um 22.45 Uhr und die Szene, die angeblich “Hunderttausende Zuschauer” geschockt haben soll, kam sogar noch später. Die Zeitungsseite aber, auf der die eben zitierten Zeilen stehen, ging, soweit wir wissen, gestern bereits um 20.00 Uhr in Druck.

Merke: Wenn die “Bild”-Zeitung — wie so oft — zu wissen behauptet, was “Hunderttausende” empört oder “ganz Deutschland” diskutiert, ist das womöglich frei erfunden.

Beim ZDF sagte man uns übrigens, dass das Feedback auf “liebeskind” insgesamt eher unterdurchschnittlich gewesen sei. Obwohl in der Zuschauerredaktion grundsätzlich sehr viele Anrufe und E-Mails eingingen, wenn Zuschauer über eine Sendung empört seien, habe man zu “liebeskind” nur zwei Anrufe und einige E-Mails erhalten. Überwiegend Anfragen, ob und wann der Film wiederholt werde.

P.S.: Außerdem fragen wir uns, warum “Bild” “liebeskind” gestern zum TV-Tipp (siehe Ausriss) machte, anstatt vor dem “Inzest-Schock” zu warnen, der doch angeblich so viele Zuschauer verstört und deren Gefühle verletzt hat.

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Braucht Bild.de einen Journalisten?

Eine lustige Überschrift ist den Leuten von Bild.de da eingefallen:

Braucht George Michael einen Sexorzisten?

George Michael hatte nämlich neulich Sex in einem Park. Und Bild.de schreibt, quasi als Erklärung für “derartige Eskapaden”:

Wie die “Daily Mail” berichtet, soll George gesagt haben: “Ich bin von meinem schwulen Onkel besessen.”

Nur berichtet das die “Daily Mail” gar nicht. Das Zitat aus der “Daily Mail”* lautet, Michael sei von der “story of his uncle” besessen, also der Geschichte seines Onkels, was schon nicht mehr nach einem Fall für Teufelsaustreiber klingt, sondern nur einer besonders intensiven Beschäftigung mit einem Thema.

Aber es kommt noch besser: Das Zitat ist gar nicht von George Michael. Gesagt hat es laut “Daily Mail” ein ungenannter “Freund” über George Michael.

Aber Bild.de schiebt George Michael nicht nur ein Zitat unter, das er nicht gesagt hat, sondern verurteilt ihn auch noch dafür:

Der Bruder seiner Mutter litt nämlich an Schizophrenie, musste seine Homosexualität unterdrücken und brachte sich Mitte der 60er Jahre um. Geschmackloser geht’s wirklich nicht, George…

Gerade die Tatsache, dass Geisteskrankheiten in seiner Familie häufiger vorkamen, beunruhigt laut “Daily Mail” den Popstar, der selbst an Depressionen litt. Was daran geschmacklos ist, weiß allein Bild.de.

*) In der Online-Ausgabe der “Daily Mail” steht der Artikel nur in verstümmelter Form.

Neues aus der “Bild”-Redaktion

Die “Bild”-Zeitung ist nicht für Meinungsvielfalt bekannt. Hat sie sich entschieden, für oder gegen etwas zu sein, finden von dieser Linie abweichende Stimmen fast nie den Weg ins Blatt.

Doch intern gibt es sie offenbar, die abweichenden Stimmen. Die Kampagne der “Bild”-Zeitung gegen Jürgen Klinsmann war innerhalb der Sport-Redaktion umstritten. “Bild”-Sportredakteur Lutz Lüttig erklärte in einem Interview mit dem Online-Magazin indirekter-freistoss.de, dass ihm der Umgang der Zeitung mit dem ehemaligen Bundestrainer teilweise persönlich missfallen habe. Ein Ausdruck wie “Grinsi-Klinsi” sei “verächtlich, höhnisch und hämisch”, sagte er. “Aber: Es wird bei uns über so etwas diskutiert. Und manchmal setzt man sich durch und manchmal eben nicht.”

Befragt nach der dann plötzlich entdeckten Liebe von “Bild” zu Klinsmann, sagte Lüttig:

Wenn Sie das als Kehrtwende bezeichnen wollen, bitte schön. Ich habe es als Erkenntnisgewinn empfunden und mich darüber gefreut.

Und über den Eindruck, dass der “Bild”-Zeitung gegenüber Menschen, die anderer Meinung sind, die Toleranz fehlt:

Zugegeben, den Slogan “Bild Dir Deine Meinung!” kann man manchmal als “Bild Dir meine Meinung!” mißverstehen. Das ist nicht immer besonders klug. Andererseits, welche Zeitung will keinen Einfluß haben?

Lüttigs Interview ist nicht mehr online. Er hat seine Aussagen nach der Veröffentlichung zurückgezogen — ohne Angabe von Gründen, sagt Oliver Fritsch, der verantwortliche Redakteur von indirekter-freistoss.de. Dabei habe Lüttig das Interview vorher schriftlich autorisiert.

Danke an Thomas M., Nils K. und Kai P.!

“Bild” schreibt Rechtschreibung wieder ohne Schl

Eine Zeitung, die ihren Lesern gegenüber aufrichtig ist, hätte heute vielleicht so etwas geschrieben wie:

Ja, wir haben die letzten Jahre gegen die neue Rechtschreibreform gekämpft, wir haben sie “Schlechtschreibreform” genannt — und auch in der reformierten Fassung, die morgen in Kraft tritt, sind noch viele Schreibungen enthalten, die wir vor kurzem noch “Wortmonster” genannt haben. Aber die Vorschläge des Rates für deutsche Rechtschreibung sind ein Kompromiss, mit dem wir leben können, und deshalb schreiben wir ab jetzt wieder so, wie es unsere Kinder in den Schulen lernen.

Doch das ist nicht die Variante, für die sich “Bild” entschieden hat. “Bild” hat sich dafür entschieden, so zu tun, als habe es bislang keine neue Rechtschreibung gegeben. Nicht in den Schulen (wo sie die ersten Schüler schon 1996 beigebracht bekamen) und nicht in den Zeitungen (wo sie von August 1998 bis Oktober 2004 auch von “Bild” und den anderen Springer-Zeitungen angewandt wurde). “Bild” vermischt systematisch die ursprüngliche Reform mit den aktuellen Überarbeitungen und tut so, als gehe das mit der neuen Rechtschreibung überhaupt erst morgen los. Und spart sich so das Eingeständnis, dass sie sich mit vielen Forderungen ihrer “Stoppt die Schlechtschreibreform!”-Kampagne nicht durchgesetzt hat.

Natürlich kommt bei so einem Kraftakt schnell die Wahrheit unter die Räder. Zum Beispiel behauptet “Bild” heute allen Ernstes:

Es gibt eine neue Regel, wann mit "ß" und "ss" geschrieben werden muss.

Nein, die gibt es nicht.

Richtig ist zwar, dass die Rechtschreibung, die ab morgen gilt, in einigen Punkten von der abweicht, die “Bild” bislang “Schlechtschreibung” nannte. Es gibt es aber keine Änderung, die “ß” und “ss” betrifft.

“Nach langen Vokalen (Selbstlauten) schreibt man ß, nach kurzen ss” — so formuliert “Bild” die “neue Schreibregel”. Dabei gilt diese Regel seit 1996. Genau wie die, dass sich “nach kurzen Vokalen” die “Konsonanten verdoppeln”, was “Bild” ebenfalls eine “neue Schreibregel” nennt.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat in diesem Bereich (“Laut-Buchstaben-Zuordnungen”) keine einzige Änderung vorgenommen. Dass “überschwänglich”, “Stängel” und “Gräuel” mit “ä” statt “e” geschrieben werden — alles Regeln, die schon bisher galten und von “Bild” nur zuletzt nicht angewandt wurden.

Als Beispiele für die “neue” Regel, dass bei zusammengesetzten Wörtern “alle Konsonanten” geschrieben werden, “auch wenn drei aufeinander folgen”, nennt “Bild” putzigerweise auch die Wörter “Kaffeeernte” und “Hawaiiinsel” (vermutlich nach der internen “Bild”-Regel “Vokale? Konsonanten? Sind doch alles Buchstaben”).

Kein Wort verliert “Bild” über das Schicksal der Wörter “Delfin” und “Majonäse”, “Ketschup” und “Portmonee”, die “Bild” in den vergangenen Jahren immer als zwingende Schreibweisen und Beispiele für das Böse an der Rechtschreibreform genannt hat. Dabei hat sich an den vermeintlichen “Wortmonstern” nichts geändert: Diese eingedeutschten Varianten sind weiter möglich — neben den fremdsprachigen Schreibungen. Aber das war bislang auch schon so.

PS: Für langjährige “Bild”-Leser muss der heutige Artikel ein merkwürdiges Déjà vu sein. Denn am 15. Juli 1997 berichtete ihre Zeitung:

Rechtschreibreform kommt!

Durch die Rechtschreibreform müssen wir uns an neue Regeln gewöhnen. Aber keine Panik! Es ändern sich nur 185 von rund 12000 Wörtern. Vieles wird einfacher. Es gibt weniger Sonderfälle, weniger Komma-Regeln. (…)

Was ändert sich konkret? 1. “Daß” und “dass”: Nach kurzen Vokalen steht ss statt ß: “dass”, “Schluss”, “nass”. …

Danke für die vielen Hinweise.

Nachtrag, 1.8.2006: Die Verwechslung von Konsonanten und Vokalen in “Kaffeeernte” und “Hawaiiinsel” korrigiert die “Bild”-Zeitung heute in ihrer “Korrekturspalte”. Bild.de dagegen bleibt bei seiner Darstellung.

“Bild” bezahlt Spanner und Schaulustige (2)

Na, haben wir diese Foto nicht schon mal irgendwo gesehen?

Aber ja: Es war – zumindest in Teilen der Auflage – schon vor zwei Wochen in “Bild” abgedruckt, eingesandt von einem “Bild”-Leser bzw. “BILD-Leser-Reporter”, der schaulustig der Unfallszene am unteren Bildrand (von uns nicht abgebildet) beigewohnt und u.a. die dort zu sehenden hilflosen, schwer verletzten Unfallopfer fotografiert hatte, wofür er von “Bild” mit 500 Euro belohnt worden war.

Und am vergangenen Samstag, zwei Wochen nachdem der abgebildete Unfall passiert war, druckte “Bild” dasselbe Leserfoto noch einmal — diesmal in anderen Teilen der Auflage als zuvor, also quasi dort, wo es bislang den “Bild”-Lesern erspart vorenthalten geblieben war. Mit anderen Worten: “Bild” zahlt ihren Lesern offenbar nicht nur 500 Euro für die Einsendung irgendwelcher Schnappschüsse, die schon seit geraumer Zeit im Internet kursieren. Nein, bei Bedarf druckt und honoriert Europas größte Tageszeitung auch ohne aktuellen Bezug und Nachrichtenwert irgendwelche geilen Unfallfotos. Gut zu wissen auch das.

Kein Ende der Schleichwerbung bei Bild.de

Der Satz im aktuellen Urteil des Berliner Kammergerichts über Schleichwerbung bei Bild.T-Online (pdf) ist sogar für Laien unmissverständlich:

Ein Link, der aus einem redaktionellen Zusammenhang auf eine Werbeseite führt, muss so gestaltet sein, dass dem Nutzer erkennbar ist, dass auf eine Werbeseite verwiesen wird.

Der Link “Sind Sie der ‘Soccer Star’?” im folgenden Ausriss steht aktuell im redaktionellen Zusammenhang auf der Startseite von Bild.de. Er verweist auf eine Werbeseite. Nichts an seiner Gestaltung macht dies für den Nutzer erkennbar.

Bild.de weigert sich also weiterhin, Werbung wie vorgeschrieben “eindeutig” vom übrigen Inhalt zu trennen und verstößt gegen geltendes Recht.

Schleichwerbung: Bild.de verliert vor Gericht

“Bild” und Bild.de haben mit der Art, wie sie für das “Volks-Sparen”-Angebot der Deutschen Bank geworben haben, unzulässige Schleichwerbung betrieben. Das Kammergericht Berlin erließ in zweiter Instanz eine einstweilige Verfügung (pdf), die es Bild.T-Online untersagt, in gleicher Weise in redaktionell gestalteten Beiträgen für einzelne Unternehmen zu werben. Andernfalls muss Bild.T-Online Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro zahlen. Geklagt hatte ein Journalist, der Internet-Seiten mit Verbraucherinformationen betreibt und sich als Wettbewerber von Bild.de sieht.

Für das “Volks-Sparen” wurde im Februar 2005, wie bei diesen Aktionen üblich, in einer Beilage in der “Bild”-Zeitung und auf Bild.de geworben. Auf der Internetseite war neben der Überschrift “Dieser Zins bringt’s” ein Sparschwein mit dem “Volks-Sparen”-Logo zu sehen — sauber durch das Wort “Anzeige” als Anzeige gekennzeichnet. Unter diesem Werbelink stand — wie als Trenner — eine Leiste, die zu anderen Bild.de-Seiten führte. Danach folgten redaktionelle oder scheinbar redaktionelle Artikel (“Umfrage: Für welchen Traum sparen Sie?”, “Wissenswertes rund um den Zaster” …) sowie die Ankündigung: “Prominente Sparfüchse nehmen das Volks-Sparen unter die Lupe” (statt Prominenten waren Max Schautzer und Jochen Sattler abgebildet).

Dieser vermeintliche Test war (wie weitere “Artikel”) Teil der Anzeige — aber nach Ansicht des Gerichtes “nicht hinreichend eindeutig als Werbung erkennbar”. Die Deutsche Bank als werbendes Unternehmen werde nicht einmal genannt. Und der schwarze Balken mit dem Wort “Anzeige”, der über dem Sparschein-Teaser steht, könnte “von einem unbefangenen Durchschnittsleser ohne weiteres” nur auf diesen bezogen werden.

Auch die Bild.T-Online-Werbebeilage der “Bild”-Zeitung enthielt nach Meinung des Gerichts “unerlaubte Schleichwerbung”. Die Aufmacherseite gebe sich zum Beispiel “den Anschein einer redaktionellen Zeitungsseite”. Dass ganz oben auf der Seite sehr klein “Sonderveröffentlichung” stand, helfe auch nicht, im Gegenteil: Das verstärke eher den Eindruck einer objektiven Sonderberichterstattung.

Bereits im Juli 2005 hatte das Landgericht Berlin in einem Fall die Praxis der Trennung (oder genauer: Vermischung) von Werbung und Redaktion bei Bild.de für unzulässig erklärt. Das Kammergericht bestätigte jetzt, dass im Internet zwar bei einem werblichen Inhalt nicht zwingend das Wort “Anzeige” stehen muss. Der Nutzer muss aber in jedem Fall klar erkennen können, welche Inhalte werblicher Natur sind. Und er muss vor jedem einzelnen Klick wissen, ob er auf eine Anzeigenseite kommt oder auf redaktionelle Inhalte.

Diese Vorgabe erfüllt Bild.de von sich aus nach wie vor nicht. Die samstags erscheinende Bild.T-Online-Beilage in “Bild” ist allerdings inzwischen (klein) als “Anzeige” gekennzeichnet.

Die “Bild”-Zeitung hat sich bislang nicht entschieden, ob sie sich uns gegenüber zu dem Gerichtsbeschluss äußern will. Auch ob sie Rechtsmittel einlegen wird, konnte oder wollte uns der “Bild”-Sprecher noch nicht sagen.

Nachtrag, 30. Juli. Inzwischen hat sich “Bild” entschieden: Man werde sich nicht zu dem Urteil äußern.

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