1. Bundesministerium storniert Anzeige bei Bild
(faz.net, Michael Hanfeld)
“So kommt man auch auf die erste Seite der ‘Bild’-Zeitung: Man ärgert sich über eine Meldung von Seite zwei, ruft den zuständigen Autor und Redakteur an, kündigt die Streichung einer geplanten Anzeige an und bestätigt das anschließend auch noch in einer E-Mail. Und landet dann tatsächlich auf Seite eins, mit dem Eigentor des Monats – dem man grundsätzliche Bedeutung beimessen darf, nicht weil es um ‘Bild’ geht, sondern um ein Bundesministerium und dessen Verhältnis zur Kritik der Presse.”
2. “Jeder stirbt für sich allein – trotz Selbstmords im TV”
(welt.de, Matthias Kamann)
“Der Selbstmord des unheilbar kranken Briten Craig Ewert in der Sendung ‘Right to die’ hat eine neue Debatte ausgelöst, wie öffentlich ein Tod darf und sein sollte. Die einen sprechen von pietätloser Sensationsgier, die anderen von notwendiger Aufklärung. Doch was zeigen solche Sendungen wirklich?”
3. “Hü und Hott der Sperrfristen”
(perlentaucher.de, Ekkehard Knörer)
“Tod dem Embargo” schrieb das Topblog Techcrunch diese Tage: “Von jetzt an ist es unser Grundsatz, jede Sperre zu brechen. Wir werden uns mit allen Vorgaben einverstanden erklären und darauf machen wir genau das, was wir für richtig halten.” In Deutschland quält sich der Journalismus weiter mit Sperrfristen ab. Der Filmkritiker Ekkehard Knörer schreibt einen Essay dazu.