Archiv für April 12th, 2026

KW 15/26: Hör- und Gucktipps zum Wochenende

Hurra, Wochenende – und damit mehr Zeit zum Hören und Sehen! In unserer Wochenendausgabe präsentieren wir Euch eine Auswahl empfehlenswerter Filme und Podcasts mit Medienbezug. Viel Spaß bei Erkenntnisgewinn und Unterhaltung!

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1. Traumjob Journalismus – mit Meret Reh & Frederik von Castell
(ardsounds.de, Meret Reh, Audio: 1:59:52 Stunden)
Bei “Blue Moon” unterhalten sich Meret Reh und Frederik von Castell, Chefredakteur des “medium magazins”, über den “Traumjob Journalismus”. Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Wege in den Journalismus, über Volontariat, Journalistenschule, Studium, Quereinstieg oder Praktika, und die oft schwierigen Bedingungen beim Berufseinstieg. Außerdem sprechen sie mit Hörerinnen und Hörern sowie über eingespielte Sprachnachrichten weiterer Kolleginnen und Kollegen über Medienkritik, Investigativrecherchen, KI im Journalismus und die aktuelle Lage der Branche.

2. Die Klimakrise in den Medien
(deutschlandfunk.de, Brigitte Baetz, Audio: 32:14 Minuten)
Im Deutschlandfunk (DLF) kommen regelmäßig Hörerinnen und Hörer zu Wort. Manchmal liefern sie sogar die Idee für eine ganze Sendung und tauschen sich darin mit Expertinnen und Experten aus. In dieser Folge des Podcasts “Nach Redaktionsschluss” geht es um das Thema “Klimakrise in den Medien”. DLF-Hörerin Gaby Westphal diskutiert darüber mit Jürgen Döschner vom Netzwerk Klimajournalismus und Brigitte Baetz vom Deutschlandfunk.

3. RUMS – Ralf Heimann über Lokaljournalismus
(youtube.com, Christian Jakubetz, Video: 35:33 Minuten)
Christian Jakubetz hat Ralf Heimann zu Gast, der das erfolgreiche Lokaljournalismus-Projekt “RUMS” leitet. Heimann erklärt, wie “RUMS” gestartet ist und sich durch tief recherchierte, unterhaltsame Inhalte sowie eine Bezahlschranke etabliert hat. Dabei positioniere sich “RUMS” bewusst als modernes, eher progressives Gegengewicht zur traditionell konservativen örtlichen Lokalzeitung. Heimann betont, dass die reine Bündelungsfunktion klassischer Zeitungen ausgedient habe. Zukunftsfähiger Lokaljournalismus müsse stattdessen eine Community aufbauen und der Leserschaft ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln.

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4. Katja Hofem: “Der Mut von heute ist der Mainstream von morgen”
(dwdl.de, Thomas Lückerath, Audio: 35:46 Minuten)
“Wie viel lokale Kreativität, wie viel lokales Investment steckt in einem globalen Streamer wie Netflix? Wie geht man Programme an, die über Deutschland hinaus wirken? Und was bedeutet Medienzukunft in einem Markt, der sich auch für Netflix permanent neu erfindet?” Über diese und weitere Themen unterhält sich “DWDL”-Chef Thomas Lückerath mit Katja Hofem, “Vice President Content” für Deutschland, Österreich und die Schweiz beim Streamingdienst Netflix.

5. Feindbild Frau: Warum soziale Medien Krawall & Hass gegen Frauen belohnen
(youtube.com, Martin Fehrensen, Video: 37:04 Minuten)
Martin Fehrensen spricht mit der Autorin Ingrid Brodnig über deren neues Buch “Feindbild Frau”. Digitale Gewalt gegen Frauen und speziell gegen Politikerinnen sei kein Zufall. Es handele sich um eine systematische Strategie rechter Netzwerke, um diese Personen aus dem öffentlichen Diskurs zu drängen. Brodnig und Fehrensen werfen den großen Plattformen, insbesondere X und Meta, vor, den Hass aus rein wirtschaftlichem Kalkül zu dulden.

6. “Trauma und Comedy – wie viel ‘Schaden’ braucht es, um lustig zu sein?” mit Bernhard Hiergeist
(spotify.com, Bea Herzog, Audio: 1:09:26 Stunden)
Im Podcast “Erstgespräch” analysieren Bea Herzog und Bernhard Hiergeist, dass Medien bei Comedians psychisches Leid oft überbetonen und dabei das eigentliche Handwerk unsichtbar machen. Sie unterscheiden zwischen bloß erzähltem Leid und künstlerisch verarbeitetem Material. Gute Comedy entsteht für sie nicht aus dem Leiden selbst, sondern aus der Haltung dazu. Problematisch wird es aus ihrer Sicht, wenn unverarbeitetes Leid als Voraussetzung für gute Kunst gilt oder das Publikum zur Ersatztherapie wird.