1. Antisemitismus-Vorwurf: Einspieler aus “Stefan Raab Show” entfernt
(dwdl.de, Thomas Lückerath)
Wie Thomas Lückerath berichtet, habe RTL einen Einspieler aus der “Stefan Raab Show” über den “Dschungelcamp”-Kandidaten Gil Ofarim entfernt, nachdem Kritik laut geworden sei, dieser bediene antisemitische Klischees. Stein des Anstoßes sei unter anderem die Erwähnung eines vererbten “Betrüger-Gens” sowie die Verwendung stereotyper Bilder gewesen. RTL betone, es habe sich lediglich um Satire gehandelt. Trotzdem habe man den Beitrag aufgrund möglicher Missverständnisse von allen Plattformen gelöscht.
2. Nicht nach Washington schielen
(djv.de, Hendrik Zörner)
Der Deutsche Journalisten-Verband warnt die Regierungskoalition eindringlich davor, medienpolitische Entscheidungen an den vermuteten Reaktionen von US-Präsident Donald Trump auszurichten. Konkret dürfe ein geplantes Gesetz, das US-Streamingdienste zu Investitionen in den deutschen Filmstandort verpflichte, nicht aus Angst vor angedrohten Strafzöllen gestoppt werden. Ebenso müsse die Bundesregierung die angekündigte Digitalsteuer für Big-Tech-Konzerne endlich umsetzen.
3. Trump bepöbelt CNN-Journalistin im Oval Office
(spiegel.de)
Als die CNN-Korrespondentin Kaitlan Collins im Oval Office kritische Fragen zur schleppenden Aufarbeitung des Falls Jeffrey Epstein gestellt habe, habe US-Präsident Donald Trump sie persönlich attackiert und als “schlimmste Reporterin” beschimpft. Statt auf die Kritik der Opfer oder die Verbindungen seiner Vertrauten einzugehen, habe Trump der Journalistin vorgeworfen, nie zu lächeln. Das Weiße Haus habe den Vorfall anschließend in Sozialen Medien triumphierend verbreitet.
4. Journalismus in Zeiten von Big Tech
(verdi.de, Bärbel Röben & Lars Lubienetzki)
Auf dem 38. dju-Journalismustag habe Keynote-Speaker Markus Beckedahl eindringlich vor der Abhängigkeit von Big-Tech-Firmen gewarnt und eine Strategie für digitale Souveränität gefordert. Das Ziel sei es, die Demokratie nicht den Algorithmen von Konzernen wie X oder TikTok zu überlassen. Expertinnen und Experten sowie Journalistinnen und Journalisten hätten dafür plädiert, auch “periphere Medienakteure” und Content Creator stärker einzubinden.
5. Volontariat im Journalismus: Ablauf, Aufgaben und Bewerbung
(media-lab.de)
Das “Media Lab Bayern” hat wertvolle Tipps für das Volontarit zusammengestellt: “Du willst in den Journalismus einsteigen und fragst dich, ob ein Volontariat der richtige Weg für dich ist? In diesem Artikel bekommst du einen ehrlichen Überblick über alles, was dich im Volo erwartet: Von Alltag und Aufgaben über Bezahlung und Zugangsvoraussetzungen bis hin zu Bewerbungstipps, Perspektiven und möglichen Stolpersteinen.”
6. Programmvorschau: Diese Journalistenfilme laufen 2026 im Kino
(journalistenfilme.de, Patrick Torma)
Patrick Torma hat sich angeschaut, welche “Journalistenfilme” uns im Jahr 2026 erwarten. So halte das bevorstehende Kinojahr ein Wiedersehen mit kultigen fiktiven Medienfiguren bereit, darunter Hape Kerkelings Horst Schlämmer und die Horror-Reporterin Gale Weathers in “Scream 7”. Ernstere journalistische Themen würden in Steven Spielbergs Sci-Fi-Film “Disclosure Day” sowie in Aaron Sorkins Drama “The Social Reckoning” behandelt, das den Facebook-Skandal um die Whistleblowerin Frances Haugen aufarbeite.
7. Epstein‑Akten: Warum die Wahrheit im Chaos untergeht
(radioeins.de, Lorenz Meyer, Audio: 3:56 Minuten)
Zusätzlicher Link, da in eigener Sache: Bei radioeins kommentiert der “6-vor-9”-Kurator die Veröffentlichung der Epstein‑Akten. Diese führe zu Orientierungslosigkeit, Fehlinterpretationen und einer Verdrängung der tatsächlichen Opferperspektive. Das Fazit: “Diese Aktenberge klären uns nicht auf. Oder anders gesagt: Wir ertrinken in Daten, aber wir verdursten nach Kontext.”
