1. RSF fordert, Unabhängigkeit der öffentlichen Medien zu garantieren
(reporter-ohne-grenzen.de)
Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) kritisiert in einem offenen Brief (PDF) die Pläne der neuen tschechischen Regierung, die Rundfunkgebühr abzuschaffen. Dieser Schritt gefährde ohne eine strukturelle Alternative die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Medien. RSF fordert gemeinsam mit internationalen Partnern verbindliche Finanzierungsgarantien. Zudem warnt die Organisation vor einem Dominoeffekt in Europa und verweist auf den wachsenden politischen und finanziellen Druck auf den Rundfunk in Litauen und der Schweiz.
2. Kommt es bei der Förderreform endlich zu einem Durchbruch?
(dwdl.de, Timo Niemeier)
Timo Niemeier beschreibt den anhaltenden Stillstand bei der Reform der deutschen Filmförderung, die trotz Versprechungen von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bislang nicht umgesetzt worden sei. Der zentrale Streitpunkt in der Regierung sei die Frage, ob Streamingdienste durch ein Gesetz zu Investitionen gezwungen werden sollen (wie von der SPD gefordert), oder ob eine freiwillige Selbstverpflichtung ausreicht (wie von Weimer favorisiert).
3. Warum Medieninsider die PMG verklagt – und warum das die ganze Branche etwas angeht
(medieninsider.com, Marvin Schade)
Wie die “Medieninsider” berichten, habe man Klage gegen die Presse-Monitor GmbH (PMG) eingereicht, weil der Dienstleister “in Hunderten Fällen” Artikel der Redaktion ohne Erlaubnis und Bezahlung in Pressespiegeln verbreitet haben soll. Das Magazin wertet dies als Angriff auf sein Geschäftsmodell, da Firmen auf diesem Wege billig an Fachinformationen kämen, statt die eigentlich notwendigen “Medieninsider”-Abonnements abzuschließen. Ziel des Verfahrens sei es, die genaue Nutzung offenzulegen, um anschließend Schadensersatz für die entgangenen Umsätze verlangen zu können.
4. Kommunikationsplattformen müssen Inhalte scannen
(netzpolitik.org, Martin Schwarzbeck)
Martin Schwarzbeck berichtet, dass in Großbritannien eine Gesetzesänderung in Kraft getreten sei, die Anbieter von Kommunikationsdiensten dazu verpflichte, private Nachrichten automatisiert auf unerwünschte Bilder von Genitalien zu untersuchen und zu filtern. Den Unternehmen würden bei unzureichenden Maßnahmen empfindliche Geldstrafen oder sogar die Sperrung ihrer Dienste drohen. Kritiker würden vor einem übermäßigen Blockieren von Inhalten (Overblocking) warnen.
5. Shorts sind keine Hosen
(verdi.de, David Bieber)
Zeitungsverlage würden verstärkt auf kurze Videoformate wie Shorts oder Reels setzten, um junge Zielgruppen auf Plattformen wie TikTok und Instagram zu erreichen und diese langfristig an ihre Marken zu binden. Kritiker sähen darin die Gefahr, journalistische Qualität und Tiefe zugunsten schneller Effekte und Oberflächlichkeit zu vernachlässigen. Zudem begebe sich die Branche in eine riskante Abhängigkeit von großen Tech-Plattformen.
6. “Quiz hilft, diese Welt etwas besser zu verstehen”
(taz.de, Valérie Catil)
Der Filmwissenschaftler und “Jeopardy!”-Rekordgewinner Harrison Whitaker erklärt im Interview mit der “taz”, dass Quizzen für ihn nicht nur ein Wettbewerb sei, sondern dass es ihm helfe, die Welt besser zu verstehen. Dabei unterscheidet er zwischen der anspruchsvollen Quizkultur in Großbritannien und den US-Formaten und beschreibt seine akribische Vorbereitung durch das Analysieren alter Folgen sowie das Lesen von Sachbüchern. Whitakers nächstes Ziel sei die Teilnahme an europäischen Shows in fremden Sprachen.
