Putin, Print wirkt, Toleranz

1. „Selbstversuch eines Teenagers: Moritz, 16, kauft eine Zeitschrift“
(spiegel.de, Moritz Deutschländer)
Moritz Deutschländer kauft und liest die Ausgabe „Der Kapitalismus“ der Zeitschrift „Geo Epoche“: „Ich habe mehr erwartet, vielleicht zu viel. Ich bin enttäuscht. Die zehn Euro bereue ich zwar nicht, aber im Internet gibt’s mehr Für und Wider. Ein großer Zeitschriftenleser werde ich wohl nie mehr. Ein großer Kapitalist wahrscheinlich auch nicht. Ich schenke meine erste Zeitschrift meinen Eltern.“

2. „Es hört nicht auf zu wirken“
(operation-harakiri.de, Ralf Heimann)
Ralf Heimann schlägt der Kampagne „Print wirkt.“ des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger VDZ neue Plakate vor.

3. „In der Regel ein Artikel pro Redaktor und Tag“
(medienwoche.ch, Antonio Fumagalli)
Welche Produktionsleistung von Journalisten einer Schweizer Tageszeitung erwartet wird: „Ein Artikel pro Redaktor und Tag. Ist es eine grössere Geschichte, können wegen Front-Text und Kommentar schnell auch drei daraus werden. Bei anderen Zeitungen mag diese Kadenz ein bisschen tiefer liegen, auf Online-Redaktionen dafür umso höher.“ Siehe dazu auch „Wer schreibt noch über uns?“ (zeit.de, Catherine Duttweiler).

4. „Toleranz ist die falsche Utopie“
(gruen-ist-lila.de, Johanna Braun)
„Eine tolerante Welt ist die falsche Utopie“, schreibt Johanna Braun in der von der ARD ausgerufenen Themenwoche Toleranz: „Nach Ausgrenzung, Diskriminierung und Intoleranz dürfen wir nicht bei Toleranz stehen bleiben. Ziel muss es sein, eine Gesellschaft zu kreieren, in der alle Menschen einen Platz haben, ungeachtet irgendwelcher Merkmale, die als Makel angesehen werden.“

5. „Der Lieblingsbösewicht“
(taz.de, Andreas Rüttenauer)
Andreas Rüttenauer kommentiert das ARD-Interview mit Wladimir Putin (ardmediathek.de, Video, 78:24 Minuten): „Allzu oft dominiert der Stolz darauf, einen der Großen der Politik vor das Mikrofon bekommen zu haben, den journalistischen Ehrgeiz, etwas wirklich Substanzielles aus den Gesprächspartnern herauszukitzeln. Seit den finsteren Zeiten des CSU-Staatsfunks hat sich da nicht viel geändert.“

6. „Neue Pressebild-Agentur ist auf Fotos von finster dreinblickendem Putin spezialisiert“
(der-postillon.com)