Markus Spillmann, Frank-Walter Steinmeier, Ecopop

1. „Wir müssen reden. Über un-fair radio.“
(dokublog.de, Sandra Müller)
Sandra Müller listet bedenkliche Verhaltensweisen im Hörfunk auf, denen sie in den letzten zwanzig Jahren begegnet ist: „Alles Fälle, die ich selbst erlebt habe. Und mehr als die berühmten ‚Einzelfälle‘.“

2. „Standgericht der Schein-Toleranten“
(sueddeutsche.de, Marc Felix Serrao)
Marc Felix Serrao kritisiert die öffentliche Kritik von NZZ-Chefredakteur Markus Spillmann an einer Mitarbeiterin in der Debatte um das Coming-Out von Apple-CEO Tim Cook: „Kritikwürdige Texte erscheinen jeden Tag in jedem Medium. Über viele wird entsprechend geurteilt, in Leserkommentaren und in Konferenzen hinter verschlossenen Türen. Aber so? Öffentlich? Durch den Chefredakteur selbst und ohne die Chance auf eine Widerrede, die nicht den Arbeitsplatz gefährden würde? Ein größerer Gesichtsverlust ist schwer vorstellbar. Eine rückgratlosere Führung ebenfalls. Und das bei der NZZ. (…) Jede Wette: Weder sie noch irgendein anderer Mitarbeiter der großen alten Zeitung wird es künftig noch wagen, einen Text abzugeben, der der kodifizierten Haltung der Blattspitze widerspricht.“

3. „Voll auf die Presse“
(faz.net, Frank-Walter Steinmeier)
Eine Rede des deutschen Aussenministers Frank-Walter Steinmeier über Journalismus: „Ich glaube fest, dass mündige Bürger sich für differenzierte Berichterstattung interessieren und auch bezahlen. Aber sie spüren auch, wenn Journalisten selbst nicht glauben, dass ihr Stoff interessant genug ist, und ihn deshalb mühsam aufbauschen und anschärfen.“

4. „Die Medien müssen erwachsen werden“
(cicero.de, Petra Sorge)
Petra Sorge rät den Medien zu mehr Gelassenheit und zu mehr eigener Kritikfähigkeit: „Wann immer in den letzten Jahren irgendwo ein Shitstorm wütete, waren die Medien nicht weit. Mit welchem Recht also beklagt sich die Branche jetzt, selbst Ziel solcher Hetze zu sein?“

5. „Ecopop: Auf Kriegsfuss mit den Medien“
(schweizamsonntag.ch, Othmar von Matt)
Benno Büeler, einer der Initianten der Schweizer Volksinitiative „Stopp der Überbevölkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen“, beklagt eine unfaire und einseitige Behandlung durch die Schweizer Medien: „Büeler hat in den letzten Monaten generell kein gutes Bild von den Schweizer Medien bekommen, wie er festhält. Er lobt nur ein Medienprodukt explizit, die Gratiszeitung ’20Minuten‘: ‚Sie war eine Ausnahme, berichtete relativ sachlich.‘ Alle anderen Titel sieht Büeler mit politischer Schlagseite.“

6. „‚Ich schäme mich, Herr Döpfner!'“
(onlinemarketingrockstars.de)
Mathias Döpfner antwortet auf das Schreiben eines Mitarbeiters einer Springer-Tochter („Hören Sie bitte auf, sich selber, die Internet-Gemeinde und den intellektuelleren Teil unserer Bevölkerung zu belustigen“), der sich über das Leistungsschutzrecht beschämt zeigt: „Ohne die kostenlose Auffüllung der Google-Server mit Bildern, Videos und Texten von Verlagen aus aller Welt hätten Abermillionen Nutzer viel weniger Grund, Google für die Suche aufzusuchen.“