Super Illu, Ebola, Restrukturierungen

1. „Die Netzflüsterer“
(datum.at, Stefan Apfl und Sarah Kleiner)
Österreichische Unternehmen beauftragen eine PR-Agentur, die schmeichelhafte Internet-Einträge über sie erstellt, „80.000 bis 100.000 PR-Postings pro Jahr“: „Wer einmal begriffen hat, wie umfassend heimische Unternehmen das Netz mithilfe der PR-Agentur Mhoch3 manipuliert haben, der wird kein Posting und keinen Onlinekommentar mehr lesen können, ohne dabei ein mulmiges Gefühl und die Frage im Kopf zu haben: Was, wenn der Mensch dahinter dafür bezahlt wurde?“ Siehe dazu auch „Das Geschäft mit der gefälschten Meinung“ (sueddeutsche.de, Johannes Boie).

2. „Engagiert gegen ‚Bild‘-Miezen“
(ndr.de, Janina Kalle)
Die Petition „Zeigt allen Respekt – schafft das BILD-Girl ab!“ (change.org) findet bisher über 11 000 Unterstützer.

3. „Experten erwarten mehr Ebola-Panikfälle in Deutschland“
(stefan-niggemeier.de, Boris Rosenkranz)
Während in manchen Monaten 40 bis 50 Malaria-Fälle diagnostiziert werden bei aus Westafrika einreisenden Personen, hat sich bis heute in Deutschland niemand mit Ebola infiziert. „Die Verdachtsfälle, die es gab, waren jedes Mal – Verdachtsfälle. Und trotzdem wurden sie vom medialen Panikorchester begleitet.“

4. „Blutarmut als Konzept“
(vocer.org, Jan Klage)
Restrukturierer Jan Klage blickt kritisch auf die Restrukturierungen bei Gruner + Jahr: „Warum aber übernimmt ein international tätiges und innovatives Verlagshaus wie Gruner + Jahr ein vier Jahre altes und immer noch umstrittenes Umstrukturierungskonzept eines mittelständischen Mitbewerbers? Weil es praktikabel ist. Und weil offensichtlich immer noch keine bessere Lösung in Sicht ist. (…) Nicht PR-Texte und Auftragsarbeiten schlecht bezahlter freier Journalisten werden die Schlacht um die Aufmerksamkeit moderner Zielgruppen gewinnen, sondern Geschichten mit Herzblut und Authentizität.“

5. „Bräsiger Mix aus Käse- und Infoblatt“
(taz.de, Jenni Zylka)
Jenni Zylka liest die „Super Illu“, „die Zeitschrift, die immer noch jede Woche von jedem fünften Erwachsenen in Ostdeutschland gelesen wird und damit, so wirbt sie seit Jahren, ‚mehr Leser erreicht als Spiegel, Stern und Focus zusammen‘.“

6. „Keine üble Nachrede gegen Tiedje: Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen stern-Mann Tillack ein“
(meedia.de)