Seite Eins, 9/11, PR-Virtuosen

1. „Realistisch? Medienkritik als Theaterstück“
(ndr.de, Video, 4:56 Minuten)
Im Ein-Mann-Theaterstück „Seite Eins“ (heute um 19:30 Uhr im Theater Gütersloh) spielt Ingolf Lück den Boulevardjournalisten Marco R.

2. „Öffentlich-Rechtliche: Mord, Liebe, Ärzte und Tiere“
(novo-argumente.com, Benjamin Buchwald und Alexander Fink)
Eine Auswertung des TV-Programms vom 15. bis zum 21. August 2014: „Während Unterhaltungssendungen bei der ARD 55 Prozent der Sendezeit in Anspruch nehmen, sind es 57 Prozent beim ZDF. Sendungen mit Bildungsinhalten werden bei der ARD lediglich 14 Prozent der Sendezeit zuteil und 8 Prozent beim ZDF.“

3. „Why More Americans Should See the Beheading Videos“
(firstlook.org/theintercept, Peter Maass, englisch)
Nicht weniger, sondern mehr Bilder von toten oder verwundeten Amerikanern sollten in den Medien gezeigt werden, findet Peter Maass: „Support for the wars since 9/11 could be undermined if Americans were to see the ghastly things that happen to their brothers and sisters in combat. This is generally attributed to a lesson supposedly learned by the generals in Vietnam: If you let photographers take pictures of American dead and injured, you will lose public support for the messy undertaking of mass violence.“

4. „Déjà-Vu nach 13 Jahren“
(heise.de/tp, Stefan Korinth)
Stefan Korinth kommentiert den öffentlichen Umgang mit 9/11 und dem Ukraine-Konflikt: „Das Scheitern vor allem der Leitmedien an journalistischen Idealen wie Objektivität, Neutralität, Unabhängigkeit, kritischer Distanz, Sorgfalt oder Ergebnisoffenheit ist dabei mehr als nur eine Parallele zwischen 9/11 und dem Ukraine Konflikt. Die bedingungslos unkritische Unterstützung der nationalen Regierungslinie sowie der Einsatz für konkret nie benannte ‚westliche Werte‘ ist quasi die verbindende Konstante der Auslandsberichterstattung von damals bis heute und gleichzeitig eine Bankrotterklärung an das eigene Berufsethos.“

5. „Die PR-Virtuosen von Ringier“
(blog.tagesanzeiger.ch/offtherecord, Christian Lüscher)
Christian Lüscher liest Medienmitteilungen des Ringier-Verlags über Leserzahlen: „Nirgends verkaufen PR-Verantwortliche Niederlagen schöner; es sind wahre PR-Virtuosen am Werk.“

6. „Mitten in Deutschland! (1973)“
(vongestern.com)