Spiegel, Kriegsfotografinnen, Werbung

1. „Die Zwei-Klassen-Gesellschaft beim ‚Spiegel'“
(wiwo.de, Bettina Röhl)
Bettina Röhl beleuchtet das „sozialistische Experiment“ der Mitarbeiterbeteiligung beim „Spiegel“: „Links schreiben, rechts leben ist kein unbekanntes Phänomen. Tatsächlich wurden die Redakteure schnell zu saturierten Kapitalisten, die ihre Pfründe unter keinen Umständen und zu keinem Zeitpunkt mit irgendjemand wieder teilen wollten. Und da ist man schnell bei dem aktuellen Geschehen im Spiegel. Eigentlich könnte die Mitarbeiter-KG selbstherrlich durchregieren. Doch dazu ist sie aufgrund innerer Befindlichkeit offenkundig nicht in der Lage, obwohl sie in einer sehr komfortablen Lage ist.“

2. „‚Print und Online! Macht endlich gemeinsame Sache!'“
(jensrehlaender.tumblr.com)
Jens Rehländer hat Ideen, wie die „Spiegel“-Print-Redaktion aktiviert werden könnte: „Vielleicht ist der Kulturkampf zwischen Print- und Online ja auch bloß wieder eine Frage des Geldes. Auch beim SPIEGEL. Denn offenbar gibt es eine enge Relation zwischen festem Monatseinkommen und persönlicher Innovationsfähigkeit. So lange das Konto zu jedem Ersten verlässlich gefüllt ist, lahmt der Wille zum Wandel. Ist das Geld aber gefährdet ist man plötzlich zu vielem fähig. Vielleicht ja auch zur Kooperation mit jenen, die man vorher noch als Gegner betrachtet hat?“

3. „‚Gaza ist eigentlich ein hübscher Ort'“
(freitag.de, Tracy McVeigh und Joëlle Weil)
Tracy McVeigh und Joëlle Weil sprechen mit vier Kriegsfotografinnen: Loulou d‘Aki, Lynsey Addario, Alixandra Fazzina und Maggie Steber.

4. „‚RP Online‘ hat das Rätsel gelöst: So wird der Journalismus im Netz finanziert!“
(tobiasgillen.de)
„Konsequentes Leservergraulen, maximale Ausschlachtung der Werbeplätze, minimale Aufmerksamkeit für die eigenen Inhalte“, so funktioniere die Finanzierung von Journalismus online, stellt Tobias Gillen fest, der eigentlich nur einen Artikel lesen wollte: „Statt einen Text über ‚Funkschalter und Funkempfänger‘ zu lesen, sah ich VW-, Aldi- und Hemden-Werbung, die dann aber von einem fahrenden Auto-Duo inklusive Banner und Stadtpanorama überdeckt wurde.“

5. „Werbespot vor der Hinrichtung“
(medienblog.blog.nzz.ch, Rainer Stadler)
In einem von Werbung unterbrochenen Beitrag kritisiert Rainer Stadler Werbung vor einem Reuters-Video „mit der minutenlangen, erzwungenen Deklaration“ des Journalisten James Foley „kurz vor seiner Ermordung“.

6. „‚Glaubst du, dass du mir helfen kannst?'“
(tagesspiegel.de, Alexandra Rojkov)