Sachsen, Trolle, Mindestlohn

1. „Im Krieg der Worte und der Bilder“
(falter.at, Ruth Eisenreich)
Die Reporter Richard C. Schneider, Cathrin Kahlweit und Wolfgang Bauer erzählen, wie sie damit umgehen, wenn sie mit drastischen Bildern konfrontiert werden. „Die Dinge sind oft schwierig. Auch sorgfältig recherchierende Journalisten sind nicht davor gefeit, durch Propaganda instrumentalisiert zu werden.“

2. „Live is life“
(kreuzer-leipzig.de, Juliane Streich)
Juliane Streich besucht „Die Wahl-Debatte“, ein Rededuell zwischen Stanislaw Tillich (CDU) und Rico Gebhardt (Die Linke) im Vorfeld der Landtagswahl in Sachsen: „Zwischen den beiden Politikern stehen die Chefredakteure der drei sächsischen Tageszeitungen und sind stolz, dass sie schaffen, was der Heimatsender MDR nicht hinbekam. Schließlich hatte sich Tillich immer geweigert, an einem TV-Duell teilzunehmen, so dass der Fernsehsender einknickte und jetzt ein Format sendet, bei dem Tillich von irgendwo, wo er es schön findet, zugeschaltet wird. (…) Ausverkauft, 450 Leser sollen hier sein. Doch wer sich umschaut, entdeckt in fast jeder Reihe leer gebliebene Plätze. Ein Großteil der Anwesenden scheinen Journalisten, Pressesprecher und Funktionäre der Dresdner Oberschicht zu sein.“

3. „Was bei Verleger Ippen als ‚grob illoyal‘ gilt“
(zeitungszusteller.verdi.de)
Der Redaktionsleiter eines Anzeigenblattes wird fristlos entlassen, nachdem er ein Foto veröffentlicht, das ein Transparent mit der Aufschrift „Mindestlohn – auch für Zeitungszusteller“ zeigt. Siehe dazu auch „Pressefreiheit in Witzenhausen ein Witz“ (verdi.de, 12. August).

4. „Die Berichterstattung über Kai Diekmanns Tweets“
(mobilerocketscience.com, Mario Havanna)
Mario Havanna wertet aus, welche Tweets von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann welche Storys ausgelöst haben.

5. „Lasst die Trolle verhungern“
(zeit.de, Jochen Wegner)
„Die Freiheit im Netz ist auch immer die Freiheit der Trolle“, bemerkt Jochen Wegner, Chefredakteur von Zeit.de: „Die Trolle in Schach zu halten, ohne die Freiheit zu opfern, ist so einfach wie mühsam: Wir müssen uns täglich selbst einmischen. Millionen von Menschen, die zivilisiert debattieren, die falschen Informationen richtige entgegensetzen, die Störer gelassen übergehen und bei seltsamen Spam-Wellen aufmerksam werden, sind unbesiegbar. Einem aufgeklärten digitalen Bürgertum ist keine Troll-Armee gewachsen.“

6. „Behind the Best Pictures From Ferguson, With Getty Photographer Scott Olson“
(nymag.com, Joe Coscarelli, englisch)
Fotograf Scott Olson gibt Auskunft über Fotos, die während der Unruhen in Ferguson entstanden sind.