Syrien, WhatsApp, Münchner Neueste Nachrichten

1. „Eine Bankrotterklärung für den Journalismus – Christoph Reuter zu Berichterstattung zu Syrien“
(alsharq.de, Ansar Jasim)
Teil 1 eines Interviews mit „Spiegel“-Korrespondent Christoph Reuter: „Es kommt häufig zu Übertreibungen: Es heißt, es seien 60 Leute umgekommen, aber tatsächlich waren es fünf. Ich kann die Leute irgendwie verstehen. Das Regime macht das die ganze Zeit so und viele glauben das. Wir sagen dann immer, macht das nicht, weil die Wirklichkeit grauenvoll genug ist. Ihr müsst nichts übertreiben. Damit riskiert ihr die Glaubwürdigkeit.“

2. „‚Ventil der Gefühle'“
(freitag.de, Sebastian Dörfler)
Detlev Claussen im Interview über Antisemitismus: „Mich macht misstrauisch, dass sich so viele Leute über Israel unheimlich aufregen, aber über Syrien kein Wort verlieren. Wir haben dort seit zwei Jahren solche Gräueltaten erlebt, aber Sie kriegen keine Demonstration mit mehr als 100 Leuten zusammen. Bei Israel ist das sofort anders.“

3. „Spektakuläre Falschmeldung erregt Deutschland“
(sueddeutsche.de, Barbara Galaktionow)
Die „Süddeutsche Zeitung“ blickt zurück, wie ihre Vorgängerzeitung „Münchner Neueste Nachrichten“ über den Ausbruch des 1. Weltkriegs 1914 berichtet hat.

4. „Kriegsrhetorik: Offensive im Anti-Terror-Einsatz oder Angriff auf den Gegner?“
(udostiehl.wordpress.com)
Udo Stiehl nimmt in der Kriegsberichterstattung verwendete Begriffe wie Offensive, Anti-Terror-Operation oder Terrorgruppe unter die Lupe.

5. „Wie Whatsapp zum neuen Nachrichtenmedium wurde“
(konradweber.ch)
Wo finden sich Aufnahmen zu den aktuellen Unwettern in der Schweiz? Bei WhatsApp: „Beispiele zeigen, dass Bilder und Videos des Unwetters in den letzten Tagen als erstes in Gruppenchats unter Freunden geteilt wurden: Man datiert sich gegenseitig über Schäden, Wissenswertes und Betroffene in der Heimatregion auf. Ob den geteilten Inhalten der Weg in die Öffentlichkeit schliesslich gelingt, liegt einzig daran, ob in den Gruppenchats auch Personen mit einem ‚breiteren Mitteilungsbedürfnis‘ vorhanden sind.“

6. „Wer ist eigentlich dieser Taliban, der sich in Deeskalation übt?“
(ad-sinistram.blogspot.de, Roberto De Lapuente)
Roberto De Lapuente schreibt zur Debatte um einen Text von Nicolaus Fest zum Islam (BILDblog berichtete): „Mensch, Nikolaus Fest, dich hammse richtig verarscht. Hast nur das seit Jahren aktive Programm in einige Zeilen gegossen und bist nun der Depp.“