Playboy, Peter Röthlisberger, China

1. „‚Ist sie nicht hübsch?'“
(freitag.de, Elke Wittich)
Weibliche Journalisten zum Thema Fußball: „Manchmal allerdings bleibt auch mir nur Sprachlosigkeit. Wie bei einem Interview mit einem Ostberliner Vereinspräsidenten, der die Frage nach dem ‚Wie geht es denn nun weiter mit dem Klub?‘ mit einem ‚Nein, wie sind Sie hübsch!‘ beantwortete. Auch alle weiteren Versuche, etwas auch nur halbwegs Zitierbares aus ihm herauszubekommen, beantwortete er mit einer Variation des Hübsch-Themas. Er holte sogar seinen Vizepräsidenten dazu und sagte dem: ‚Schau sie dir an, ist sie nicht hübsch?‘ Das komplette Interview haben wir dann übrigens ungekürzt abgedruckt, eine Reaktion des Vereins gab es nie.“

2. „Beschwerde gegen den ‚Playboy‘: Wie der Presserat seine Missbilligung begründet“
(kress.de, Henning Kornfeld)
Wie der Presserat und der Chefredakteur des „Playboy“ mit der Beschwerde eines Lesers umgehen: „Der Chefredakteur bezweifelt, dass der Experte, der in seinem Fach äußerst aktiv und offenbar auch anerkannt sei, seine Glaubwürdigkeit für Gefälligkeits-PR aufs Spiel setze. Nur weil der Hersteller möglicherweise nicht unglücklich über die Feststellung des Experten sei, mache dies den Professor noch lange nicht zum Handlanger des Unternehmens.“

3. „Sack Reis in China“
(coffeeandtv.de, Lukas Heinser)
Die Titelseiten wichtiger überregionaler Zeitungen in Deutschland zeigen alle Angela Merkel beim Kochen.

4. „Bad China Articles: Hall of Infamy“
(theanthill.org, englisch, 27. Juni)
„The Anthill“ kürt zehn schlechte Artikel über China: „Business Insider reporter in town on a visit goes out ‚to see the ‚real‘ China‘. Has lunch, pays a lot for it, writes blog post. Contains the poetic photo caption ‚Beijing from the window of my cab‘, which pretty much sums it up.“

5. „A list of search results omitted, erased, or censored due to the ‚Right to be forgotten'“
(hiddenfromgoogle.com, englisch)
Eine Liste von Links, die aufgrund des Rechts auf Vergessenwerden von Suchmaschinen-Resultaten entfernt wurden.

6. „‚Der Leser hat recht'“
(blickamabend.ch, Peter Röthlisberger, 1. Juli)
In einem Beitrag für ein Buch des Verbands Schweizer Medien behauptet Peter Röthlisberger, Chefredakteur der kostenlosen Boulevardzeitung „Blick am Abend“: „Der ‚Blick‘ lügt nicht, die Blick-Titel erfinden keine Geschichten. (…) Im Idealfall missionieren Boulevardmedien auch nicht für eine Anschauung, nehmen die Leser und User ernst und erklären nicht die Welt, wie sie sein müsste, sondern beschreiben, was ist.“